Herbst in der kleinen Stadt

Oh, ich habe momentan so selten Zeit, hier zu aktualisieren! Es war zu viel andere Arbeit, die meine Zeit in Anspruch genommen hat, aber ich habe euch wirklich nicht vergessen und bin so glücklich, dass ihr von Zeit zu Zeit hier reinschaut.

Wir haben so schönes Herbstwetter hier in unserer kleinen Stadt. Der Himmel ist hoch und klar, die Luft ist knackig kalt und die Blätter rieseln langsam auf die gepflasterten Straßen herunter. Es riecht nach reifen Äpfeln aus den Gärten gemischt mit frisch gebackenen Keksen aus der Fabrik die mitten in der Stadt liegt.

Jeden Tag in meiner Mittagspause gehe ich einen Sprung durch unsere Nachbarschaft…

…werde wahrscheinlich nie müde werden von all den niedlichen kleinen Häusern und stattlichen Villen…

… wie dieses kleine rosa Karamell. Damit wünsche ich euch einen schönen Start in die letzte Oktoberwoche. ♡

Sundsby Säteri und unser neues Familienmitglied

Wenn wir nach Orust fahren, passieren wir die Nachbarinsel Tjörn, wo es so viele schöne Orte zu entdecken gibt. Ein Ort, zu dem wir immer wieder zurückkehren, ist Sundsby Säteri, ein wunderschönes Landgut und Bauernhof mit zugehörigem Park inmitten von Bergen, Laubwäldern und Meeresbuchten.

Der Hof stammt aus dem 16. Jahrhundert und der atemberaubende Gemüsegarten ist erhalten und wird nach traditionellen Methoden geführt.

Ich glaube, ich habe vergessen, euch unser neuestes Familienmitglied vorzustellen. Jedenfalls ist hier Silber, Elisabeths Zwergwidder-Kaninchen, das in diesem Sommer bei uns eingezogen ist. Er lebt zusammen mit seinem Bruder, um den sich Elisabeths Freundin kümmert. Wirklich schön, dass die Mädchen die Tiere zusammen haben und das Stallputzen und Aufpassen untereinander aufteilen können.

Hier im Küchengarten waren sie im Himmelreich und liefen herum, probierten Kohlreste, Salat und gruben Karotten aus.

Ein Teil des Pflanzenbaues war für die Kinder gedacht, wo sie frei pflücken und probieren durften. Das wurde auch vom kleinen Mann geschätzt, der das Meiste was er finden konnte testete…

Elisabeth fand eine Bohne, die zur Jacke passte…

Es gibt viel Schönes für die Kinder, einen Naturspielplatz, spannende Wanderwege und diesen Karpfensee.

Nach dem wir Gemüse gepflückt und einen Kaninchenspaziergang gemacht hatten, wurden wir hungrig, also öffnete Edward das kleine Tor zur Außenterrasse des Cafés.

Sie hatten wirklich ein gutes, Corona-angepasstes System gemacht, bei dem man eine Nummer nahm und der Reihe nach aufgerufen wurde um rein zu gehen um zu bestellen.

Die Kinder haben bei Köttbullar zugeschlagen…

…und wir bestellten zwei Salate mit Grünem aus dem Küchengarten.

Bevor wir weiterfuhren, gingen Edward und ich in den kleinen Blumenladen. Er ist völlig unbemannt und man schreibt einfach auf einen Zettel, was man gekauft hat! Ich liebe dieses Vertrauen an die Menschen.

Edward und ich haben einige Frühlingszwiebeln herausgesucht, die er sorgfältig nach Orust mitnahm. Jetzt sind sie im Boden begraben und warten auf den Frühling. Hoffentlich sieht die Welt dann etwas heller aus. ♡

Die Sehnsucht nach dem Meer

Wenn die Welt mit all ihrem Wahnsinn immer näher rückt, gibt es einen Ort, nach dem ich mich sehne. Wenn wir auf der Schotterstraße zu unserem kleinen Häuschen auf Orust abbiegen, sinken buchstäblich meine angespannten Schultern und sowohl die Sorgen der Welt als auch des Alltags rinnen ab. Wenn ich die Autotür öffne und die frische, sauerstoffreiche Luft meine Lunge füllt und ich über die vertrauten Weiten schaue, fühle ich einfach nur Frieden.

Die Kinder und ich laufen runter zu „unserem“ Strand. Sie fischen Seesterne und Austern und studieren sie sorgfältig, bevor sie wieder dem Meer zurückgegeben werden. Ich sitze und beobachte sie auf der kleinen Bank neben dem Bootshaus, wo es Schutz vor dem Wind gibt und die Sonne fast meine Nasenspitze wärmt. Denke darüber nach, wie stolz ich auf unser Trio bin. Wie die Großen sich um ihren kleinen Bruder kümmern, dass er nicht auf einem Felsen ausrutscht oder zu nah ans Wasser geht. Sie kennen alle Arten, die im Meer leben und wissen, wie sich die Gezeiten ändern, sie vergessen die Zeit da unten am Strand und vergessen sogar, miteinander zu streiten. Wie selbstverständlich es geworden ist, dass das Meer ihnen gehört, es ist ihr Element.

Wir gehen langsam wieder nach Hause und suchen am Waldrand noch nach Pfifferlingen. Wenn wir Glück haben, füllen wir unsere Taschen und braten Pilze für das Abendbrot. Wir kommen nach Hause in die Hütte und Mario hat Kastanien auf dem Grill zubereitet, die wir in unserem Garten essen können.

Wenn es dunkel wird, gehen wir in die Hütte und zünden die kleinen Lampen in den Fenstern an. Stellen fest, dass sich die Geranie in Erwartung auf den nächsten Frühling zurückgezogen hat.

Wenn die Welt mit all ihrem Wahnsinn immer näher rückt, gibt es einen Ort, nach dem ich mich sehne… lese mehr auf dem Blog: www.frauschweden.de

Wir zünden kleine Teelichter an und stellen sie in den Kachelofen aus dem späten 19. Jahrhundert, der gerade gemauert wurde, sodass er Zeit zum Trocknen hat und wir zu Weihnachten einheizen können. Im Hintergrund hört man Mario herumwerkeln mit einem der unzähligen verbleibenden Projekte. Was mich erfüllt, ist Dankbarkeit für alles, was wir zusammen haben, für einander und für diesen Ort, der uns so viel Freude und Hoffnung für die Zukunft gibt.

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