Julius Pick-Up Granola mit Kakao

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Am Tag vor Julius‘ Geburtstag ging er wie ein umherwandernder Geist herum und wartete nur. Gar nichts war lustig. Wir kamen auf die Idee, Granola Müsli zu machen, um ihn aufzumuntern und uns auf die Frühstücke dieser Woche vorzubereiten. Granola ist wirklich ein Tipp, um mit Kindern zu machen, es geht schnell und macht Spaß alle trockenen Zutaten zu dosieren. Und dieses Rezept wird so gut!

Hier kommt es:
– 5 dl Haferflocken
– 150 g grob gehackte gemischte Bio-Nüsse (ich nahm Mandeln, Para-, Peka- und Cashewnüsse.)
– 2 dl geriebene Kokoschips
– 1 dl Kürbiskerne
– 5 EL Chiasamen
– 1 TL Salzflocken
– 3 EL Kakao
– 1 TL Kurkuma
– 1 dl Honig
– 2 EL Kokosöl

Zubereitung:

Heize den Ofen auf 175 °C vor. Mische alle trockenen Zutaten. Schmelze das Kokosöl und den Honig und tropfe die Mischung über die trockenen Zutaten. Gut mischen. Verteile die Masse gleichmäßig auf einem Backblech. Für 10 min im Ofen rösten. Nochmal gut mischen, und für weitere 5 min rösten. Abkühlen lassen und in einem luftdichten Glas aufbewahren.

Julius probierte seine Kreation mit Erdbeerjoghurt und nannte sie Pick-up Granola, weil es seine düstere Stimmung verschwinden ließ.

#18: Fenster Nummer 18 setzt mit dem Thema Selbstliebe fort

Erinnerst du dich an das allererste Fensterchen? Dort schrieben wir drei Dinge auf, für die wir dankbar sind, und in Fenster Nummer 6 schauten wir in den Spiegel und sagten etwas Nettes über uns selbst. Heute wird es eine Kombination aus beidem sein, nämlich:

Schreibe drei Dinge auf, die du an dir magst.

Ich weiß nicht, wie es für euch ist, aber für mich ist es ziemlich schwer. Oft, wenn ich an mich selber denke, sind es an all meine Mängel. Was ich mit mir selbst ändern sollte, dass ich in vielerlei Hinsicht eine bessere Mutter sein könnte, mehr bei der Arbeit zustande bringen könnte oder meinem Partner mehr Wertschätzung entgegenbringen könnte. Als ich mein erstes Kind bekam, war eine Hebamme die zu mir sagte, versuche mehr Freude daran zu empfinden ein Elternteil zu sein als schlechtes Gewissen zu haben. Es ist natürlich, dass Elternschaft immer mit einem gewissen schlechten Gewissen einhergeht, aber ich entschied dann, dass dies meine Beziehung zu meinem Kind nicht beeinträchtigen sollte. Jede Entscheidung, die ich getroffen habe, basierte auf dem, was zu dieser Zeit das fairste und beste war. Vielleicht ist es jetzt anders, aber ich muss nichts bereuen. Also, meine drei Dinge, die ich an mir mag?

  1. Dass ich eine vollkommen genügend gute Mutter für meine Kinder bin.
  2. Dass ich kreativ bin und in der Regel Lösungen für die meisten Dinge finde.
  3. Dass ich offen bin für neue Denk- und Lebensweisen.

Welche sind deine drei? ♡

November…Novent?

Hej zusammen! Hoffe es geht euch gut! Heute, als ich ins Büro ging, war es wirklich November in jeder Ecke. Der kleine Marktplatz war grau, der Himmel war grau, die Bäume waren leer von Blättern und die Luft war mit einer seltsamen Mischung aus Nebel und Nieselregen gefüllt. Ich habe irgendwo gelesen, dass der November der Monat ist, den die Leute am wenigsten mögen. Persönlich finde ich Januar-Februar noch ein wenig schlimmer. Aber ein lustiger Begriff, den ich immer öfter höre, ist Novent. Habt ihr davon gehört? Bei Novent geht es darum, den November zu einer Art Vorgeschmack auf die Adventszeit zu machen, mit all der Gemütlichkeit die sie mit sich bringt. Ich werde das berücksichtigen! Besonders in diesem Jahr, das so schwer ist.

Ich möchte noch nicht ganz auf das Weihnachtsgefühl eingehen, aber es darf sich langsam anschleichen…

…wie in einer besonders schönen Tischdekoration an einem normalen, grauen Dienstag…

… mit einer wärmenden Suppe (hier eine Brokkoli-Suppe, die jeder bei uns zu Hause liebt), frisches Sauerteigbrot und Apfelmost dazu.

Fühlt sich besonders wichtig an, viel draußen zu sein und das klein wenig Tageslicht zu fangen, das wir haben…

…die Meeresbrise fühlen…

…und eine Kaffeepause machen mit wärmenden Getränken und hausgemachtem Gebäck.

Jeden Morgen ist es pechschwarz draußen, wenn ich aufsteht. Ich zünde Kerzen an, schalte das Radio bei geringer Lautstärke ein. Die Kinder liegen so friedlich und warm in ihre Bettdecken gesponnen, dass es sich fast unnatürlich anfühlt, sie aufzuwecken. Ich möchte, dass sie so weich und sanft wie möglich aufwachen. In den letzten Tagen habe ich für sie etwas Heißes zu trinken vorbereitet…

… Und brachte die Tasse und eine schnurrende Katze zu ihrem Bett und ließ sie dort aufwachen. 

Heute war es Hagebuttensuppe mit Sahne und kleinen Mandelkeksen. Dieses Getränk symbolisiert für mich so viel Geborgenheit und Kindheit.

Manche morgen werden natürlich nicht so. Wir laufen herum und suchen nach Dingen, die sie zur Schule bringen sollten, jemand ist zu langsam und ist immer noch auf der Toilette, während die anderen in der Halle warm gekleidet sind und frustriert stampfen. Aber wenn wir wie heute aufwachen, wird der ganze Morgen besser, jeder scheint ein wenig mehr bereit zu sein um den Tag anzugehen. Das wird unser Novent sein.

Alle Bilder in diesem Beitrag (mit Ausnahme des Beitragsbildes) sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

Ist es mit der Gleichstellung zu weit gegangen?

Der Herbst 2017 mit #metoo und all den Millionen von Geschichten die an die Oberfläche kamen, führte in vielen Teilen der Gesellschaft zu einem Aufwachen. Ich habe Hoffnung für die Zukunft meiner eigenen Kinder und ihre Möglichkeit sich anders miteinander zu verhalten als wir es taten als ich aufgewachsen bin.

Aber hin und wieder taucht jemand in der Debatte auf, der behauptet, dass dieses Ding mit Feminismus und Gleichstellung der Geschlechter wirklich zu weit gegangen ist! Ich frage mich, kann es wirklich zu weit gegangen sein? Ja, möglicherweise, fall eines oder mehrere der folgenden Dinge passiert sind, nämlich:

  • dass Frauen deutlich mehr verdienen als Männer.
  • dass es mehr Frauen als Männer gibt, die sich zu wichtigen Themen in den Nachrichten äußern.
  • dass Männer viel mehr Verantwortung für das Heim und die Kinder übernehmen als Frauen.
  • dass Frauen in mächtigen Geschäftsführerpositionen häufiger sind als Männer.
  • dass es für eine Frau im Allgemeinen einfacher ist, in angesehenen Berufen an die Spitze zu gelangen.
  • dass Frauen die Kriminalstatistik dominieren und dass der gefährlichste Aufenthaltsort für einen Mann sein eigenes Zuhause ist.

Soweit ich weiß, ist nichts davon passiert. Jeder von euch, der sich also fragt ob die Gleichstellung der Geschlechter möglicherweise außer Kontrolle geraten ist, kann in Ruhe jegliche Besorgnis loslassen.

PS: Ich weiß, dass Geschlechterrollen auch Männer negativ beeinflussen. Ich schreibe zum Beispiel mehr darüber in diesem früheren Beitrag.

Letzte Woche in Bildern

Ich begann die Arbeitswoche in einer neuen Bluse, die trotz des kalten Wetters, das wir in letzter Zeit hier oben hatten, ein wenig Frühlingsgefühle hervorrief. Abgesehen vom Nachholen der Arbeit von der letzten Woche als die Kinder krank waren, habe ich auch zuhause ein wenig eingerichtet…

…und endlich einen Vorhang im Schlafzimmer aufgehängt, den ich schon länger Daheim liegen hatte.

Bei unserem kleinen Flohmarkt hier auf der Straße fand ich etwas, das ich schon lange gesucht hatte, nämlich zwei kleine Nachttischlampen zum auf die Wand montieren.

Finde sie sehr nett und sie atmen ein wenig 1930-Jahre in ihrem Design. Eine einfache Möglichkeit, ein Hotelgefühl im Schlafzimmer zu schaffen. Knapp 5 Euro für beide, die ich bezahlt habe, also ein echtes Schnäppchen.

Ein kleiner Spiegel durfte auch daneben an die Wand kommen und jetzt fühlt es sich hier ein bisschen schöner an, etwas mehr gemütlicher.

Die Kinder haben gespielt und verwüstet wie nie zuvor, als ob sie alles einholen mussten nach einer Woche verpasster Bewegung zu Hause. Der Höhepunkt für Elisabeth war die Steckenpferd-Party im Garten einer Freundin…

…und das Highlight für mich war dieser Strauß aus Vergissmeinnicht, den sie am vergangenen Freitag auf Orust für mich gepflückt hatte.

Muss wohl eine der schönsten Blumen sein, die es gibt, schlägt alle Schnittblumen der Welt. ♡

Willkommen März und das ultimative Freiheitsgefühl

Gestern begrüßten wir den März mit einem kleinen Spaziergang rund um unseren nächsten See. In unserer kleinen Stadt gibt es einen sehr zentralen Freiluftbereich mit Wanderwegen und Joggingstrecken in einer wirklich ursprünglichen Umgebung. So schön, die Stadt nicht verlassen zu müssen, um in die Wildnis zu gelangen.

Zum ersten Mal ließen wir Edwards Kinderwagen zu Hause. Das muss wohl das ultimative Freiheitsgefühl eines Elternteils sein? Ich hätte mich zu Tode gelacht, wenn ich das mit zwanzig gehört hätte.

Edward kämpfte und stampfte den kleinen Weg um den See, einen knappen Kilometer.

Wenn man sein großen Geschwister und ihre Freunde dabei hat, geht es definitiv einfacher, die Kleinen vorwärts zu locken…

Und wenn man etwas weiter vorne einige Tiere sieht, hilft das auch als Motivation.

Diese waren zu 100 Prozent farblich mit den Graustufen der Umgebung abgestimmt. Die letzten Meter mussten wir mit einem Imbiss locken. Wir haben uns in das kleine Café am See gesetzt.

Mit roten Wangen vom Wind und mit zerzauster Frisur von der Mütze.

Die Kinder bestellten das wohl beste Comfort Food, das es gibt. Heiße Schokolade und Toast. Weich, freundlich und warm, kann nichts schief gehen.

Willkommen März, einer meiner Lieblingsmonate (vielleicht ein wenig, weil ich da Geburtstag habe), aber auch, weil es der erste Frühlingsmonat ist, mit all den schönen Dingen die vor uns liegen. ♡

Frohe Lucia ♡

Jedes Jahr, als ich klein war, bekam ich ein kleines solches Mitglied für meinen Lucia-Zug aus Ton von meiner Oma. Weiß nicht, ob ich es damals so sehr geschätzt habe, aber jetzt hat es einen Ehrenplatz hier zu Hause. Jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, denke an Oma und all ihre Fürsorge für mich. Wir haben heute ein ruhiges und gemütliches Luciafest hier zu Hause, aber meine Versuche, die Kinder zu verkleiden waren vergeblich.

Ich muss mich damit begnügen mich an andere Lucia-Tage zu erinnern, als sie mehr interessiert waren. Schaut euch diesen niedlichen Haufen Lucia-Kinder an die mit uns im Jahr 2017 gefeiert haben. Sie waren da noch klein und stimmten allen meinen Ideen zu. ♡   

Lussebullar gehören zum Luciafest und heute haben wir die zweite Runde dieses Jahres gebacken, die bald bereit ist, aus dem Ofen zu kommen. Natürlich bekommt ihr das Rezept:

Zutaten
– 50 g Hefe
– 175 g Butter oder Margarine
– 2 Beutel Safran á 1/2 g
– 2 dl Zucker
– 5 dl Milch
– 0,5 TL
– Eine Brise Salz
– ca. 1,5 l Weizenmehl (1,5 l entspricht 900 g)
– Ei zum Einpinseln
– Rosinen
– (Perlzucker)

So geht’s:

  • Das Backfett (Butter oder Margarine) schmelzen.
  • Den Safran mit etwas Zucker in einem Mörtel mischen. Den Safran in das geschmolzene Backfett rühren. Die Milch dazugeben und mit einer Teiglöffel auf ca. 37°C leicht erhitzen.
  • Die Hefe in ein wenig der warmen Teigflüssigkeit verrühren. Die restliche Fast alles Weizenmehl dazugeben und den Teig für ca. 5 Minuten in der Küchenmaschine oder 10 Minuten von Hand kneten. Etwas Mehl über den Teig streuen und unter einem Backtuch für 30-45 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Fläche auslegen. Den Rest des Mehls einkneten.
  • Lussekatter oder Zöpfe formen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Nochmals für ca. 30-45 Minuten unter Küchentuch gehen lassen.
  • Den Ofen auf 200 °C vorheizen. 
  • Bestreichen und Garnieren: Mit geschlagenem Ei bestreichen und Rosinen eindrücken. Ich streue auch in der Regel etwas Perlzucker drauf, obwohl es nicht zum Originalrezept gehört.
  • Hefebrötchen in der Mitte des Ofens 8-10 Minuten und Zöpfe im unteren Teil des Ofens 15-20 Minuten bei 200 °C backen.

Gerne zusammen mit einem Glögg (Glühwein) genießen. Übrigens, unser Familienrezept für die Pfefferkuchenherze kommt in Kürze. Wünsche euch einen schönen dritten Advent. ♡

Corona: Dinge die ich vermisse, nicht vermisse, nicht vermissen werde und nicht vergessen werde

Die sehr inspirierende Seite manrepeller.com machte eine Art Liste, die die Gefühle rund um Corona zusammenfasste und ich denke dieses Konzept schlicht und einfach zu stehlen.

Hier ist meine Liste, Bitteschön:

Dinge, die ich vermisse:

  • An einem sonnigen Sommerabend auf einer überfüllten Restaurantterrasse zu sitzen, ohne mehr darüber nachzudenken.
  • Die Hände schütteln, wenn man eine neue Person trifft. Es ist irgendwie so menschlich und es gibt nichts, was es ersetzen kann.
  • Seine engen Freunde zu umarmen.
  • Soziale Zusammenkünfte, spontane und geplante, die eine Menge neue Energie geben.
  • Glückliche Menschen auf der Straße.
  • Das Gemurmel vieler Leute, die eine nette Zeit in einem Restaurant haben.

Dinge die ich nicht vermisse:

  • Menschen umarmen, die man kaum kennt.
  • Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die mehr Stress als Bedeutung erzeugen.
  • Updates auf Instagram mit Fotos von weit entfernten Reisen.
  • Das Gefühl, Dinge zu versäumen, nicht ausreichend zu sein für alles was man machen will für andere und für einen selbst.

Dinge die ich nicht vermissen werde:

  • Den Atem anzuhalten, wenn man an einem Fremden vorbei läuft.
  • Umwege im Kaufhaus gehen, um mit niemanden zusammen zu stoßen.
  • Die trockenen und aufgesprungenen Hände der Kinder.
  • Das Gefühl von Handdesinfektionsmittel in blutenden rissigen Wunden.
  • Der polarisierende und gehässige Ton, der überall aussickert, wo jeder denkt zu wissen, was niemand wirklich weiß.

Dinge die ich nicht vergessen werde:

  • Als ich, an einen frühen Zeitpunkt der Pandemie die Hand ausstreckte, um einen neuen Bekannten zu begrüßen, und ich auf einen Ellenbogen traf.
  • Als meine Tochter mich fragte, ob ich an Corona sterben würde.
  • Wie die Menschen sich gegenseitig in der Krise unterstützen, all die schönen Initiativen die überall gestartet werden, all den Einfallsreichtum den wir alle in uns haben.
  • Dass, wenn sich die Dinge zuspitzen, es so unglaublich deutlich wird, was wirklich etwas bedeutet.

Wie sieht deine Liste aus? ♡

Veganes Eis aus Gemüse (oder wie man Kindern etwas gesundes unterjubelt, Teil 2)

Bei uns rutscht in den Sommermonaten das eine und andere Eis runter und das ist wunderbar. Aber manchmal möchte man vielleicht die Zucker- und Sahnebasis gegen etwas Frischeres austauschen? Und wenn man die Kinder auch noch dazu bringen kann, etwas zu essen, das sie „hassen“, macht es noch mehr Spaß. Hier kommt eines meiner bösartigeren Experimente: Eis aus grünen Erbsen. Klingt nicht sehr gut, ist es aber tatsächlich. Wirklich gut sogar!

Hier kommt das einfache Rezept für vier Portionen:
– 4 Bananen, gefroren und in Scheiben geschnitten
– 1 dl frische Minze
– 250 g gefrorene Erbsen
– 1/2 Limette (Saft)
– 2 EL Agavensirup

(Ich nahm auch eine Messerspitze Lakritzpulver, weil ich Lakritze liebe, aber das ist eine Frage des Geschmacks.)

Und die Kinder? Ja, die gingen direkt in die Falle! Und aßen mehr Erbsen als sie insgesamt in diesem Jahr getan haben. Wünsch euch ’nen schönen Freitag! ♡

Tante Elsas Pfefferkuchen

Hej zusammen! Hier zuhause sind die Weihnachtsvorbereitungen in vollem Gange. Das große Ereignis dieses Wochenendes war das alljährliche Pfefferkuchenkecksebacken.

Ich habe jedes Jahr Pfefferkuchenkeckse gebacken, so lange ich mich erinnern kann und sicherlich auch davor. Hier sind mein großer Bruder und ich am Teigen in der Mitte der 1980er Jahre.

Ein erfolgreiches Backen muss Folgendes beinhalten: Pfefferkuchenteig nach dem Rezept meiner Großmutter und so viele Kinder wie möglich. Die Kinder werden vor allem zum Teigessen gebraucht, weil man sowieso nie die Energie hat den kompletten Teig auszurollen. Ein wenig Abfall ist notwendig, wenn man vor dem Ende des Tages fertig sein sollen. Dann gilt es, so dünn wie möglich zu rollen und dort können die Kinder sehr kontraproduktiv sein.

Mein Trick ist, dass die Kinder ein Blech bekommen, wo sie frei verwüsten und wirklich dicke Keckse in tausend verschiedenen Formen ausstechen können. Den Rest mache ich mit der gleichen Effizienz wie meine Mutter, super dünn gerollt und eine Form für jedes Ausrollen. Etwas, das ich als Kind für völlig unverständlich hielt, warum ein Herz tausendmal nebeneinander ausstechen, wenn es doch so viele schöne Formen gibt? 

Also, meine lieben LeserInnen, natürlich werdet ihr das beste Pfefferkuchenrezept der Welt bekommen, welches ich von meiner Oma erhalten habe. Sie hat es von ihrer Tante Elsa erhalten, aber woher sie es wiederum bekommen hat, habe ich keine Ahnung. Aber es ist, wie ihr euch vorstellen könnt, ein wirklich altes schwedisches Rezept. So schmeckt Weihnachten seit mindestens hundert Jahren, zumindest in meiner Familie:

Zutaten:
– 1 ½ dl Wasser
– 1 ½ dl Sirup (ersatzweise dickflüssiger Honig)
– 425 g Zucker
– 315 g Butter
– 800g-1 kg Weizenmehl
– 1 TL Zimt
– 1 TL gemahlene Nelken
– 1 TL gemahlener Ingwer
– 1 EL Backpulver

So geht’s:

  • Sirup und Wasser kochen, die Mischung über die Butter gießen. Füge die anderen Zutaten hinzu und mische gut durch. Den Teig 24 Stunden im Kühlschrank in einer überdeckten Schüssel ruhen lassen.
  • Den Teig so dünn wie möglich ausrollen. Figuren ausstechen und bei 225 Grad ca. 3-5 min auf einem Blech mit Backpapier backen. Achten Darauf achten, dass sie nicht anbrennen.

Zeit um kreativ zu sein

Als ich ein Kind war, liebte ich den Kindergarten, weil es dort so viel Bastelmaterial gab. Und ich erlebte es immer so, als hätten die Fräulein Ozeane der Zeit und Energie für das Basteln und das Kreieren. Als ich mit der Schule begann und schreiben lernte, wollte ich irgendwie nie aufhören (ich will es immer noch nicht). Ich musste meine eigenen Welten erschaffen: Bücher, Theaterstücke oder Gedichte. Die Form spielte weniger eine Rolle, ich liebte und liebe immer noch das Gefühl, dass etwas, das in meinem Kopf geboren wurde, zu etwas Physischem heranwächst. Ein Buch oder ein Text, der (im besten Fall) auch andere und nicht nur mich ansprechen kann. Da wo ich mich gerade im Leben befinde, bekommt das Schöpfen nicht so viel Platz wie früher aus verständlichen Gründen. Das Familienleben nimmt die meiste Zeit in Anspruch und so darf es natürlich auch sein. Dennoch sehne ich mich nach einem kleinen kreativen Projekt (das kein Job ist), mit der Betonung auf klein. Wenn ich zu große Ambitionen habe, passiert irgendwie nie etwas.

Also vielleicht wäre ein wenig brodieren genau das richtige Projekt? Wenn man am Abend vor dem Fernseher landet, um ein halb schlechtes Programm zu sehen. Blumen wie diese sind doch ziemlich süß.

Aber am Lustigsten ist doch eine kleine Botschaft. Schön, auf einem Stoffrest zu brodieren anstatt auf einem Kanevas…

Oder eine notwendige Erinnerung für mich selbst machen, auf einem blauen Hintergrund.

Vielleicht etwas für das Kinderzimmer. Wie dieses…

Oder dieses.

Und schließlich vielleicht das kleinste, aber beste Projekt. Ein Fuchs, der alles sagt. ♡

Galeriebilder von Pinterest-Frau Schweden.

Gottes Gedanke mit dem Mensch

Letzte Woche, als Elisabeth krank war und anfing sich besser zu fühlen, musste sie einen Tag mit mir ins Büro kommen. Zu sehen, wie ein Kind einen Bürotag angeht, gibt einem unbestreitbar Perspektive.

Erstmal begann sie damit, zu testen, wie sprungfähig die Sofas waren. (Ein wenig schlechter Sprung in ihnen, aber Test bestanden). Etwas, von dem ich keine Ahnung hatte, obwohl ich viele Jahre hier gearbeitet habe. Sie fuhr mit intensivem Schreiben auf der alten Schreibmaschine fort, die ich hier als Dekoration habe. Wusste gar nicht, dass sie funktionierte! Dann ging sie rasch zur Kaffeemaschine und schäumte dort eine Menge Milch im Milchschäumer. Die sie dann mit viel Zucker drauf genossen hat, mehr als zufrieden mit ihrem neu erfundenen „Rezept“.

Schließlich ging sie auf das Kopiergerät los. Zuerst kopierte sie ihre weichen Plüschtiere, dann drückte sie ihr gesamtes Gesicht auf die Glasscheibe und kopierte es in verschiedenen Posen. Ich werde diese Kopien einrahmen, als eine Erinnerung, wie lustig, lustvoll und neugierig der Mensch geboren wird. Kinder müssen Gottes Gedanke mit dem Mensch sein. Wir Erwachsenen sind für immer zu blassen Kopien degradiert.

Wiederverwertete Weihnachtsgeschenke

Letzte Woche hatte unser nächster Flohmarkt halber Preis bei allem, also nutzten wir die Gelegenheit, einige Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Recycling ist die beste Art von Weihnachtsgeschenk, wenn du mich fragst. Diese unmögliche Kaufhysterie, die zu Weihnachten überall herrscht, ist kein besonders schönes Geschenk für unsere Kinder und ihre Zukunft.

Wir brauchten neue Untersetzer für unsere abendliche Tasse Tee und ich fand eine völlig ungeöffnete Schachtel von der feinen englischen Marke Pimpernel. 5 kr (50 Eurocent!) für 6 Stück.

Ein frühlingshaftes Ölgemälde mit Anemonen, es wird ein Weihnachtsgeschenk für Mario und mich sein. Wir beide sammeln gerne Kunst, 25 SEK habe ich bezahlt.

Für die Kinder finde ich immer Bücher für jeweils ein paar Euro.

Ich liebe Kinderbücher aus den 1950er Jahren, die haben immer so schöne Illustrationen. Wie in diesem, das Elisabeth bekommen wird. Es geht um ein Mädchen, das sich ein Hundewelpen zu Weihnachten wünscht (genau wie Elisabeth). Der Unterschied ist nur, dass das Mädchen im Buch ihren kleinen Hund bekommt…

… während mein Kind sich damit begnügen muss, darüber zu lesen. Das waren einige meiner wiederverwerteten Geschenke vom Flohmarkt. Habe auch noch fünf kleine Holzpuzzles und einen Traktor für Edward gefunden, aber die habe ich bereits eingepackt.

Black Bean Brownie (oder wie man Kindern etwas gesundes unterjubelt, Teil 1)

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Wir setzen mit dem gestrigen Thema fort, nämlich wie man es schafft, den Kinder etwas gesundes unterzujubeln. Ich finde es besonders amüsant, wenn sie etwas Gesundes essen, ohne es zu wissen. Welche Befriedigung, wenn die Kinder mehr von etwas verlangen, das sie nach eigenen Aussage „verabscheuen“. Da ich Vegetarier bin, koche ich oft Gerichte, die verschiedene Arten von Bohnen enthalten. Es ist, gelinde gesagt, bei den Kindern unbeliebt. Sie graben im Topf herum wie die sorgfältigsten Archäologen auf der Jagd nach den verhassten Bohnen. Aber letzthin übertraf ich mich selbst, als die Kinder buchstäblich nach mehr Bohnen schrien. Oder ja, mehr Brownie, aber was die kleinen Gauner nicht wussten, war, dass es just schwarze Bohnen enthielt. Mama-Kind 1:0.

Hier kommt das Rezept:
– 1 Dose gekochte schwarze Bohnen (ca. 400 g)
– 3 Eier
– 2 1/2 EL Kokosöl oder Olivenöl
– 2 EL Chiasamen
– 1 dl Kakao
– 1 Prise Salz
– 1 TL Vanillepulver
– 1 1/2 dl Kokoszucker oder Rohrohrzucker
– 150 g dunkle Schokolade (60%)

So geht es:
Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Eine ofenfeste Form (ca. 26 x 20 cm) einfetten (ich habe Backpapier verwendet). Die Bohnen abrinnen lassen, mit Wasser spülen und nochmal abrinnen lassen.
Die Bohnen in einem Küchenmixer glatt mixen. Die restlichen Zutaten dazugeben, außer der Schokolade und zu einem glatten Teig mixen.
Die Schokolade hacken und über einem Wasserbad schmelzen. In den Teig geben und rasch zusammenmixen. Den Teig in die ofenfeste Form geben. (Ich habe hier einige Walnüsse hinzugefügt).
In der Mitte des Ofens für ca 30-35 Minuten backen. Mit einem Stäbchen testen ob der Kuchen fertig ist. Das Stäbchen sollte trocken sein. Abkühlen lassen.

Der Kuchen enthält weder Mehl noch weißen Zucker und die Bohnen machen ihn unglaublich saftig. Und natürlich etwas gesünder als die traditionelle Variante. Hoffe, du magst das Rezept versuchen, sicherlich kannst du jemanden täuschen!

Unser Sommermädchen wird acht Jahre alt

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Bevor der August zu Ende geht, müssen wir uns ansehen, wie es aussah, als unser großes, kleines Augustmädchen acht Jahre alt wurde. Wie üblich hatte sie ein sehr klares Bild davon, wie die Feier stattfinden würde. Alle Kinder lieben es doch Geburtstag zu feiern, aber Elisabeth bringt das Ganze noch auf ein anderes Niveau mit monatelanger eifriger Planung, wilden Ideen und Wünschen von Hoch und Tief. (Mir ist es ganz recht, ich liebe es auch, Partys zu planen).

Der Tag begann wie alle Geburtstage bei uns zuhause, mit Gesang und Frühstück ans Bett…

…mit Kerzen in der obligatorischen Ziffer aus Brot und mit Nutella.

Dann hatte sie sich gewünscht, dass wir ihr eine Schnur geben würden, die sie zu ihren Geschenken führte. Natürlich haben wir das getan, denn an diesem Tag ist natürlich ihr Wille unser Gesetz.

Es war ein strahlend schöner Sommertag und da sie mitten in der Ferienzeit auf die Welt kam, sind wir immer in der Lage, am selbigen Geburtstag ein Fest für Freunde und Familie zu haben. In diesem Jahr hatte sie natürlich die aktuelle Pandemie berücksichtigt und ein coronasicheres Café in unserem Garten auf Orust eröffnet.

Die kleinen Tische standen mit gutem Abstand zu einander und ein Kind in Topform rief einen Gast nach dem anderen herbei, um aus den Köstlichkeiten zu wählen. Zum Kaffee hielt sie ein Musikquiz ab und sowohl alte als auch neue Schlager hallten über die neu gemähten Wiesen.

Dann war es an der Zeit für die Geschenkeöffnung und das Geburtstagskind zog ihre Pakete auf einem alten Karren herbei.

Die größten Ovationen erhielt dieses Gemälde. Ein bestellter Auftrag, ausgeführt von Oma. Vieles von dem, was die Kinder zum Geburtstag bekommen, wird schnell inaktuell, aber diese Zeichnung könnte mit in ihr erstes eigenes Zuhause folgen. Das ist ein netter Gedanke, finde ich.

Ein weiteres beliebtes Geschenk waren Schwimmflossen und Schnorchel. Die Feier endete gemäß Elisabeths Befehl, indem die ganze Familie zum obligatorischen Schwimmen zum Strand marschierte.

Es war eine müde, aber sehr zufriedene neugewordene Achtjährige, die ins Bett fiel, als die Augustsonne langsam unterging und in einem goldenen Schimmer hinter dem Wald verschwand. Wir Eltern waren auch müde und dankbar für eine weitere schöne Sommererinnerung unter Elisabeths Leitung. Wir sind so stolz auf dich, unsere Tochter, mit deinem witzigen Sinn für Humor und deinem großen, warmen Herzen mit Platz für uns alle. Du bist so nachdenklich, fürsorglich und sorgfältig, so anders als ich, wo es immer so eilig hat. Welch ein Glück, dass ich deine Mama bin und von dir lernen darf. ♡

Die Sehnsucht nach dem Meer

Wenn die Welt mit all ihrem Wahnsinn immer näher rückt, gibt es einen Ort, nach dem ich mich sehne. Wenn wir auf der Schotterstraße zu unserem kleinen Häuschen auf Orust abbiegen, sinken buchstäblich meine angespannten Schultern und sowohl die Sorgen der Welt als auch des Alltags rinnen ab. Wenn ich die Autotür öffne und die frische, sauerstoffreiche Luft meine Lunge füllt und ich über die vertrauten Weiten schaue, fühle ich einfach nur Frieden.

Die Kinder und ich laufen runter zu „unserem“ Strand. Sie fischen Seesterne und Austern und studieren sie sorgfältig, bevor sie wieder dem Meer zurückgegeben werden. Ich sitze und beobachte sie auf der kleinen Bank neben dem Bootshaus, wo es Schutz vor dem Wind gibt und die Sonne fast meine Nasenspitze wärmt. Denke darüber nach, wie stolz ich auf unser Trio bin. Wie die Großen sich um ihren kleinen Bruder kümmern, dass er nicht auf einem Felsen ausrutscht oder zu nah ans Wasser geht. Sie kennen alle Arten, die im Meer leben und wissen, wie sich die Gezeiten ändern, sie vergessen die Zeit da unten am Strand und vergessen sogar, miteinander zu streiten. Wie selbstverständlich es geworden ist, dass das Meer ihnen gehört, es ist ihr Element.

Wir gehen langsam wieder nach Hause und suchen am Waldrand noch nach Pfifferlingen. Wenn wir Glück haben, füllen wir unsere Taschen und braten Pilze für das Abendbrot. Wir kommen nach Hause in die Hütte und Mario hat Kastanien auf dem Grill zubereitet, die wir in unserem Garten essen können.

Wenn es dunkel wird, gehen wir in die Hütte und zünden die kleinen Lampen in den Fenstern an. Stellen fest, dass sich die Geranie in Erwartung auf den nächsten Frühling zurückgezogen hat.

Wenn die Welt mit all ihrem Wahnsinn immer näher rückt, gibt es einen Ort, nach dem ich mich sehne… lese mehr auf dem Blog: www.frauschweden.de

Wir zünden kleine Teelichter an und stellen sie in den Kachelofen aus dem späten 19. Jahrhundert, der gerade gemauert wurde, sodass er Zeit zum Trocknen hat und wir zu Weihnachten einheizen können. Im Hintergrund hört man Mario herumwerkeln mit einem der unzähligen verbleibenden Projekte. Was mich erfüllt, ist Dankbarkeit für alles, was wir zusammen haben, für einander und für diesen Ort, der uns so viel Freude und Hoffnung für die Zukunft gibt.

Die Kunst im Hier und Jetzt zu leben

Lebt der Mensch jemals so nah an seinen Gefühlen wie im Alter zwischen zwei und drei Jahren? Ich bezweifle es. Es gibt wahrscheinlich nichts Explosiveres als ihren Willen, der wegen den geringsten Sachen aufsprudelt. Du hast die falsche Hose rausgeholt, ich will dieses Spielzeug zurück, ich will nicht duschen,…

Und es gibt wohl nichts Ansteckenderes als ihr sprudelndes Lachen und ihre Lebensfreude, die sie umgibt wie ein schützender Impfstoff gegen Langeweile und Gleichgültigkeit.

Und es gibt wahrscheinlich kein größeres Geschenk, als ihre unverfälschte Neugier auf das Leben und sich inspirieren zu lassen von ihrer Fähigkeit im Jetzt zu leben. Genau hier. ♡

So bringst du deinen 2-Jährigen dazu, mehr zu trinken

Hallo zusammen, an diesem regnerischen Montagmorgen! Es gab eine Menge Reaktionen auf meinen letzten Beitrag über Schweden und die Corona-Krise. Viele Menschen denken natürlich, dass Schweden falsch liegt und dass ich das verstehen sollte, dass es naiv und egozentrisch ist zu schreiben, dass ich froh bin, in Schweden zu leben. Aber manchmal scheint es den Leuten schwer zu fallen, zwei Gedanken gleichzeitig in den Köpfen zu halten. Ich weiß natürlich, so wie alle anderen auch, wie schrecklich diese Krise ist, wie die Menschen leiden und wie wir alle direkt oder indirekt von der Pandemie betroffen sind. GLEICHZEITIG vertraue ich darauf, wie unsere Experten mit der Krise umgehen, und bin froh, dass meine Kinder in der Schule sein dürfen. Keiner von uns hat die Antwort auf das, was am besten funktioniert, aber viele haben einen sehr harten und polarisierenden Ton.

Wie auch immer, wir verlassen die Corona-Krise und kommen zu einem anderen wichtigen Thema. Wie bringt man seinen Zweijährigen eigentlich dazu, ordentlich zu trinken?

Nun, alle unsere Kinder haben ihre eigene Tasse mit einem kleinen Tier auf dem Boden. Man gießt einfach eine Flüssigkeit ein (vorzugsweise keine transparente)…

Und dann hat das Kind eine große Motivation aus zu trinken, weil es das kleine Tier wiedersehen will. Edwards Becher enthält natürlich sein Lieblingstier, einen Hund.

Der Saft ist getrunken und alle sind glücklich, Edward kann wieder sein Lieblingsbuch über Peppa Wutz lesen. ♡

Endlich Sonne

Gestern Morgen stellten wir benommen fest, dass etwas anders war. Nach wochenlangem Regen und einer Grauskala schien plötzlich die Sonne von einem hohen und strahlend blauen Winterhimmel. Leicht euphorisch rannten wir umher und packten Essen und Kinder ein und saßen uns ins Auto in Richtung Orust. Dort angekommen, schauten wir nach unseren kleinen Hütten, wärmten den Grill und aßen vegetarische Würstchen und Hamburger. Dann nahmen wir unseren kleinen Weg durch den Wald in Richtung Meer. 

Es war völlig windstill und das Wasser glänzte ohne die geringste Welle. Julius war geschockt über die „Hitze“ der Sonne und warf seine Jacke ab.

Eins, zwei, drei…ab zum Strand!

Jemand war vor uns angekommen. Wilde Vermutungen kamen auf. Adler, Schwan oder gar ein Dinosaurier?

Edward und ich ließen uns auf einer Bank an einer sonnengewärmten Wand nieder und packten Kaffee und Kekse aus.

Komplikationen traten auf, als Edward beschloss, seinen Keks ins Wasser zu werfen, etwas das er direkt bereute. Gut, dass man nette Geschwister hat, die direkt ausrückten und eine Rettungsaktion starteten.

Die Sonne ging langsam unter und wir begaben uns wieder zurück zum Häuschen. Entlang des Weges ist diese alte Steinmauer, ich finde sie so schön. Stell dir vor, wie sich jemand einmal abgeplagt hat, um sie an Ort und Stelle zu bekommen. Da ist es schön, dass sie heute immer noch ihre Funktion als Grenze zur Kuhweide erfüllt.

Ich ging ein wenig hinter den anderen und lauschte der Stille zu. Während wir weg waren, war die Sauna warm geworden und wir setzten uns hinein und tauten dort auf. So ein dringend benötigter, ruhiger Tag mit den Verpflichtungen des Alltags auf langem Abstand.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in die Woche. ♡

Wanderungen auf historischem Land

Jetzt sind wir zurück in der täglichen Routine, die Kinder sind in der Schule und ich bin wieder in meinem kleinen Büro. Lange Wochenende, Ferien und Feste zu Ehren, aber ich liebe den Alltag. Und zum Glück ist es so, denn diese Tage gibt es soviel mehr. Lange gemeinsame Ferien können, hm, eine Herausforderung sein, mit allen Kindern und ihren unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen. Wir haben herausgefunden, dass wir morgens so schnell wie möglich raus müssen um die Kinder physisch zu aktivieren, dann fließt der Tag besser.

Jenseits unseres kleinen Dorfplatzes befindet sich ein Hügel, mit einem Wanderweg rundum. Der ist genau das Richtige auch für Edwards kleine Beine. Das ganze Wetter, das hässlich und grau in der Stadt ist, wird schön in der Natur, finde ich. Die Natur kann nie hässlich sein, sie existiert einfach. Genau an diesem Tag, gleicht sie einem fließenden Aquarell.

Edward testete ob die Stiefel das Verkaufsversprechen wasserdicht einhalten.

Im 17. Jahrhundert lag unsere kleine Stadt auf diesem Hügel, und unter diesen moosigen Hügeln kocht es von Geschichte. 1658 begann ein Umzug der gesamten Stadt an seinen heutigen Standort. Um den Umzug vorwärts zu treiben hat man große Teile der Stadt einfach niedergebrannt. Doch gibt es immer noch die prächtige Festung aus dem 14. Jahrhundert, die hinter den Bäumen hervor schaut.

Wir haben weitergekämpft mit unseren Wanderungen und Spaziergängen. Am nächsten Tag schien endlich wieder mal die Sonne, zum ersten Mal seit Wochen fühlte es sich an. Gestern, als wir zur Schule gingen, sagte Julius: Endlich fängt die Schule an, keine Spaziergänge und keine Flohmärkte mehr die ganzen Tage. ♡

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