Eiersuche beim schönen Schloss Tjolöholm

Während der Osterwoche fuhren wir nach Kungsbacka zum Schloss Tjolöholm, ein Platz zu dem wir oft zurückkehren. Der ganze Ort ist wirklich eine Bombe der Inspiration und ich finde jedes Mal etwas Neues, das mich fasziniert. Das Schloss wurde 1904 fertiggestellt, ist im Tudorstil erbaut und die führende Arts and Crafts-Eintrichtung der nordischen Region. Während das Schloss gebaut wurde, starb der Baumeister, was dazu führte, dass seine Frau Blanche Dickson das Kommando übernahm. Sie vervollständigte das gesamte Gebäude, den fantastischen Schlosspark und ein eigenes kleines Dorf für die Arbeiter des Schlosses.

So schön durften die Familien, die für Blanche arbeiteten wohnen. Blanche hatte ein großes soziales Engagement und den Familien wurden sowohl Gesundheits- als auch Pensionsansprüche gewährt, was damals ungewöhnlich war. Jedes im Bauerndorf geborene Kind bekam sein eigenes Sparbuch mit einem kleinen Kapital darauf und die Arbeiter betrieben ihr eigenes Lebensmittelgeschäft, in dem sie alle einen Teil des Gewinnes teilten.

Rund um das Dorf und das Schloss gibt es schöne kleine Naturpfade, die perfekt sind, um dort mit der Familie zu spazieren. Normalerweise gibt es hier zu Ostern ein großes Fest, die Kinder treffen den Osterhasen und die Restaurants sind in der Regel voll von Menschen. Das meiste davon wurde in diesem Jahr natürlich eingestellt, mit Ausnahme der Eiersuche, auf die sich unsere Kinder am meisten freuen. Man wählt den Schwierigkeitsgrad…

… bekommt eine Karte und macht sich auf den Weg.

Jedes Ei enthält einen Buchstaben und zusammen bilden sie ein Wort. Dieses Ei war gut getarnt gegen den klaren Aprilhimmel. Hier siehst du auch Tjolöholms schöne Kirche, die Blanche erbauen ließ, damit die Arbeiter sonntags nicht so weit gehen mussten.

Als die Hälfte der Eier gefunden wurde, brauchten wir eine Pause. Wir fanden einen schönen windgeschützten Platz außerhalb des Versammlungsraums des Dorfes, wo man damals Feste und Veranstaltungen feierte.

Wir packten mitgebrachte Zimtschnecken, Saft und Kaffee aus.

Julius hatte jedoch nicht viel Zeit zum Ausruhen, sondern studierte die Karte sorgfältig, um den richtigen Weg zum nächsten Ei zu finden.

Bevor wir das schöne Häuschen verließen, nutzten Elisabeth und Edward die Gelegenheit, die große Eiche zu erklimmen.

Wir setzten unsere Wanderung fort und erreichten schließlich das fantastischen Haus des Torwächters. Das Häuschen sieht wirklich aus wie aus einem Märchen und hier lebte der Kutscher und Pförtner des Schlosses mit seiner Familie.

Genau wie die Hütten im Bauerndorf kann man dieses Wächterhaus für Übernachtungen mieten. Was für ein Traum!

Das war alles mit unseren Besuch für dieses Mal, aber wir kommen wieder, sei so sicher. ♡

Zeit um kreativ zu sein

Als ich ein Kind war, liebte ich den Kindergarten, weil es dort so viel Bastelmaterial gab. Und ich erlebte es immer so, als hätten die Fräulein Ozeane der Zeit und Energie für das Basteln und das Kreieren. Als ich mit der Schule begann und schreiben lernte, wollte ich irgendwie nie aufhören (ich will es immer noch nicht). Ich musste meine eigenen Welten erschaffen: Bücher, Theaterstücke oder Gedichte. Die Form spielte weniger eine Rolle, ich liebte und liebe immer noch das Gefühl, dass etwas, das in meinem Kopf geboren wurde, zu etwas Physischem heranwächst. Ein Buch oder ein Text, der (im besten Fall) auch andere und nicht nur mich ansprechen kann. Da wo ich mich gerade im Leben befinde, bekommt das Schöpfen nicht so viel Platz wie früher aus verständlichen Gründen. Das Familienleben nimmt die meiste Zeit in Anspruch und so darf es natürlich auch sein. Dennoch sehne ich mich nach einem kleinen kreativen Projekt (das kein Job ist), mit der Betonung auf klein. Wenn ich zu große Ambitionen habe, passiert irgendwie nie etwas.

Also vielleicht wäre ein wenig brodieren genau das richtige Projekt? Wenn man am Abend vor dem Fernseher landet, um ein halb schlechtes Programm zu sehen. Blumen wie diese sind doch ziemlich süß.

Aber am Lustigsten ist doch eine kleine Botschaft. Schön, auf einem Stoffrest zu brodieren anstatt auf einem Kanevas…

Oder eine notwendige Erinnerung für mich selbst machen, auf einem blauen Hintergrund.

Vielleicht etwas für das Kinderzimmer. Wie dieses…

Oder dieses.

Und schließlich vielleicht das kleinste, aber beste Projekt. Ein Fuchs, der alles sagt. ♡

Galeriebilder von Pinterest-Frau Schweden.

Weihnachten in Liseberg

Jedes Jahr zu Weihnachten fahren wir nach Liseberg und essen „Julbord“ (Weihnachtstisch) mit der ganzen Familie meiner Seite. Leider konnten mein Bruder mit Familie in diesem Jahr nicht dabei sein, so dass es ein kleiner Kreis mit meinen Eltern und uns wurde. Liseberg ist ein wunderschöner Vergnügungspark aus den 1920er Jahren, eine wahre Oase mitten in der Innenstadt von Göteborg. Zu Weihnachten ist es besonders schön, wenn der ganze Park bis zu den Zähnen mit Lichtern, frostigen Tannen und vielen Marktständen mit Weihnachtlichen Waren geschmückt ist. Wenn man hier nicht in Weihnachtsstimmung kommt, mit all den wärmenden Lagerfeuern und dem Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln, tut man es wahrscheinlich nie. Die Kinder wollten sofort auf den Schokoladenglücksrädern spielen, als wir in den Park kamen, ein Unterfangen das normalerweise mit weinen und verspieltem Geld endet. Aber da sie ihr eigenes Taschengeld hatten, ließen wir sie machen. Diesmal hatten sie ganz unwahrscheinliches Glück, gewannen bei jedem Glücksrad und bekamen Hybris.

Sogar der Großvater freute sich wie ein Kind über die riesige Schokoladenschachtel.

Mit dem Kinderwagen vollgepackt mit Preisen ging es weiter durch den Park. Diese Laternen fand ich so schön. Denk dir sie zu Hause im Garten zu haben!

Bald war es Zeit für das Weihnachtsessen. Ich bin draufgekommen, dass ich das Mittagessen heute wegen dem Fahren zwischen verschiedenen Kinderfesten verpasst habe, daher das müde und ein wenig hungrig-wütende Gesicht.

So kamen wir im Restaurant Hamnkrogen an, das sich in Lisebergs kleinem, stimmungsvollen Hafen befindet.

Bevor wir hineingingen, habe ich versucht, ein Foto für die diesjährige Weihnachtskarte aller drei Kinder zu machen. Es ging so lala. Im Hintergrund ist übrigens die Polketten-Tanzbahn zu sehen, wo sich meine Großmutter und mein Großvater an einem Sommerabend Ende der 1940er Jahre trafen. ♡

Jetzt waren wir in der Wärme und bekamen einen guten Tisch in der Nähe des Buffets. In Schweden ist „Julbord“ ein Begriff, wie ein Smör­gås­bord mit all dem Essen, das wir mit Weihnachten verbinden. Habe leider keine Bilder vom eigentlichen Essen, denn ich war damit beschäftigt, den Kindern zu helfen und selbst zu essen. Auf jeden Fall essen die meisten Schweden jedes Jahr etwa die gleichen Gerichte und der Weihnachtstisch (Julbord) sieht schon lange gleich aus. Es ist etwas Schönes daran, denke ich, das Essen verbindet uns mit früheren Generationen. Obwohl einiges weggefallen ist und etwas anderes hinzugefügt wurde, bin ich überzeugt, dass die Mutter meiner Großmutter den heutigen Julbord wiederkennen würde. Und meine kleine Tochter, die 115 Jahre nach ihr geboren wurde, weiß auch genau, welche Gerichte zu Weihnachten gehören.

Als wir wieder draußen waren durchsuchte Elisabeth ihre Tasche, um zu sehen, ob es noch ein wenig mehr Geld zum verpulvern gab…

…und das hat es natürlich getan. Die Wahl fiel auf eine dieser Maschinen, wo man versuchen sollte, ein ausgestopftes Tier mit einer Metallkralle zu fischen. Es muss wirklich ein Glückstag gewesen sein. Gegen alle Gesetze der Natur und trotz all meiner Versuche ihnen abzuraten, gelang es den Kindern, die kleine Paillettenmaus, die sie anstrebten, hochzuziehen. Etwas, das ungefähr alle tausend Jahre mal passiert. Schwer das Glück mit der Paillettenmaus zu toppen, gingen wir nach Hause, gesättigt und müde, aber glücklich. Nächste Weihnachten sind wir natürlich wieder da. 🎄

Historische Frauen: Siri Sundström

Eine Hebamme in den Bergen

In Zeiten wie diesen kann es doch passen mit einem kleinen medizinischen Thema bei unseren historischen Frauen? Darf ich vorstellen Siri Sundström, 1892-1976, eine Pionierin in einem Beruf, für den ich große Bewunderung habe, nämlich Hebamme. Siri wuchs auf einem Bauernhof weit oben in den Bergen Lapplands in Schwedens nördlichster Provinz auf. Als sie 22 Jahre alt war, beendete sie ihre Hebammenausbildung in Stockholm und ging wieder nach Hause, um ihren neuen Beruf in ihrer Heimatregion auszuüben.

Sie war die erste professionelle Geburtshelferin in Lappland und zu jeder Tageszeit konnte das Telefon klingeln mit der Ankündigung, dass ein Kind geboren werden würde. Sie arbeitete unter extremen Bedingungen, wenn sie Glück hatte wurde sie mit einem Pferd abgeholt oder durfte auf dem Schlitten von einem Rentier gezogen werden, um die entbindende Frau zu erreichen. Andere Male musste sie auf Skier durch kilometerlange Wälder in beißender Kälte laufen und sich einen Weg bahnen. Oft musste sie mehrere Tage bei der neuen Mutter bleiben, um Sicherheit rund um das Neugeborene und den Rest der Familie zu schaffen. Siri beschrieb die miserablen Bedingungen, die sie oft in den Hütten erwarteten. Manchmal gab es keine Kleider für das Baby oder keine Laken in den Betten.

Siri musste mit dem Hacken und Tragen von Brennholz beginnen, um Wasser zu erhitzen und den Raum zu reinigen, in dem die Geburt stattfinden würde. Gestern in den Nachrichten hörte ich, wie schwedisches Krankenpflegepersonal sich Sorgen machte, dass Einwegschürzen in Schweden knapp werden. Siris Geschichte relativiert die Dinge wirklich.

Etwas später in ihrer Karriere war Siri an der Eröffnung eines Entbindungsheim im Krankenhaus in ihrem Heimatdorf beteiligt und nun war sie es, die mit Pferd und Kutsche hinausging, um die Frauen abzuholen, die entbinden sollten. Siri kämpfte ihr ganzes Leben lang dafür, dass Frauen sicherere Geburten und mehr Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder hatten. Sie half über 3.000 Kindern in die Welt.

„Kein Reichtum der Welt kann sich mit der Freude messen, die ich nach einer komplizierten Geburt mit glücklichem Ausgang empfunden habe.“

Siri Sundström

Bilder: TT/Lennart Nilsson

Unser Sommermädchen wird acht Jahre alt

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Bevor der August zu Ende geht, müssen wir uns ansehen, wie es aussah, als unser großes, kleines Augustmädchen acht Jahre alt wurde. Wie üblich hatte sie ein sehr klares Bild davon, wie die Feier stattfinden würde. Alle Kinder lieben es doch Geburtstag zu feiern, aber Elisabeth bringt das Ganze noch auf ein anderes Niveau mit monatelanger eifriger Planung, wilden Ideen und Wünschen von Hoch und Tief. (Mir ist es ganz recht, ich liebe es auch, Partys zu planen).

Der Tag begann wie alle Geburtstage bei uns zuhause, mit Gesang und Frühstück ans Bett…

…mit Kerzen in der obligatorischen Ziffer aus Brot und mit Nutella.

Dann hatte sie sich gewünscht, dass wir ihr eine Schnur geben würden, die sie zu ihren Geschenken führte. Natürlich haben wir das getan, denn an diesem Tag ist natürlich ihr Wille unser Gesetz.

Es war ein strahlend schöner Sommertag und da sie mitten in der Ferienzeit auf die Welt kam, sind wir immer in der Lage, am selbigen Geburtstag ein Fest für Freunde und Familie zu haben. In diesem Jahr hatte sie natürlich die aktuelle Pandemie berücksichtigt und ein coronasicheres Café in unserem Garten auf Orust eröffnet.

Die kleinen Tische standen mit gutem Abstand zu einander und ein Kind in Topform rief einen Gast nach dem anderen herbei, um aus den Köstlichkeiten zu wählen. Zum Kaffee hielt sie ein Musikquiz ab und sowohl alte als auch neue Schlager hallten über die neu gemähten Wiesen.

Dann war es an der Zeit für die Geschenkeöffnung und das Geburtstagskind zog ihre Pakete auf einem alten Karren herbei.

Die größten Ovationen erhielt dieses Gemälde. Ein bestellter Auftrag, ausgeführt von Oma. Vieles von dem, was die Kinder zum Geburtstag bekommen, wird schnell inaktuell, aber diese Zeichnung könnte mit in ihr erstes eigenes Zuhause folgen. Das ist ein netter Gedanke, finde ich.

Ein weiteres beliebtes Geschenk waren Schwimmflossen und Schnorchel. Die Feier endete gemäß Elisabeths Befehl, indem die ganze Familie zum obligatorischen Schwimmen zum Strand marschierte.

Es war eine müde, aber sehr zufriedene neugewordene Achtjährige, die ins Bett fiel, als die Augustsonne langsam unterging und in einem goldenen Schimmer hinter dem Wald verschwand. Wir Eltern waren auch müde und dankbar für eine weitere schöne Sommererinnerung unter Elisabeths Leitung. Wir sind so stolz auf dich, unsere Tochter, mit deinem witzigen Sinn für Humor und deinem großen, warmen Herzen mit Platz für uns alle. Du bist so nachdenklich, fürsorglich und sorgfältig, so anders als ich, wo es immer so eilig hat. Welch ein Glück, dass ich deine Mama bin und von dir lernen darf. ♡

Für alle Herzen

Morgen ist Valentinstag, der hier in Schweden Alla hjärtans dag („Tag aller Herzen“) genannt wird. Ein Tag mit einem bitteren Nachgeschmack, finde ich. Teilweise erinnere ich mich an die Schulzeit, als wir Schüler einander Nelken schicken konnten. (Es war also die Schule, die dies arrangiert hat, hoffentlich sind solche idiotischen Arrangements bereits ausgerottet?) Einige bekamen nicht eine einzige, andere trugen einen großen Blumenstrauß nach Hause, wie eine Art Beliebtheitstrophäe. Die Tatsache, das zusätzlich ein Haufen Produkte hergestellt werden, die nur für diesen einzigen Tag verkauft und dann verstaut oder weggeworfen werden, ist wohl die Höhe der Verschwendung? Mit all dem gesagt, kann es nie falsch sein, sich ein wenig extra um seine Liebsten zu kümmern. Es muss nicht schwierig oder teuer sein.

Ich habe herzförmige Zimtschnecken für die Kinder gebacken, die wir morgen im Zug nach Stockholm haben werden.

Hallo, geliebtes Kind ♡

Und Julius, der zum Frühstück immer Joghurt mit Honig isst, kann es ein wenig extra schön bekommen. (Super einfach, tröpfle einfach kleine Tropfen rauf und ziehe einen Zahnstocher hindurch, beginne in der Mitte und nicht anhalten, bis alle Tropfen durchgezogen sind.)

Funktioniert genauso gut mit der Lieblingsmarmelade des kleinen Mannes, Himbeermarmelade.

So jetzt packen wir, weil morgen früh fahren die großen Kinder und ich nach Stockholm, um meinen Bruder und seinen Sohn zu besuchen. Natürlich bekommt ihr bald einen Bericht von dort. ♡

Ein Sommertag in Göteborg

Der Alltag und das Herbstsemester sind wieder im Gange (bis auf eine vorübergehende Pause letzte Woche, als die Kinder Borkenflechte bekamen). Aber wir können den Sommer noch nicht wirklich hinter uns lassen, oder? Alles war natürlich nicht so rosig, wie es hier scheinen mag, wir hatten unseren fairen Anteil an Trotz, seltsamen Hautausschlägen, Geschwisterkämpfen, Mücken und Nörgeln über das fünfte Eis des Tages. Aber im Großen und Ganzen sind wir so privilegiert, dass ich mich lieber auf all die Schönheit konzentriere, die dieser Sommer bedeutet hat. Die ganze Zeit die wir zusammen hatten, all die Sommererinnerungen, die die Kinder schufen, all die Freunde die uns besuchten, aber vor allem, dass jeder gesund war. Die meiste Zeit haben wir in unserem kleinen Paradies auf Orust verbracht, aber von Zeit zu Zeit haben wir es gewagt, ein wenig Ausschweifungen zu machen. Ein obligatorischer Besuch in Göteborg wurde es, an einem Tag, als mein Neffe auf Besuch war und die wilden Kinder mit ihrer Sommerenergie in den Beinen Auslauf brauchten.

Los ging es mit einem Besuch im Färjenäspark. Hier haben wir für alle Kinder in den unterschiedlichen Altersgruppen etwas gefunden. Im westlichen Teil des Parks gibt es einen großen Spielplatz mit anschließendem Aktivitätsbereich mit Skateboardrampen, Fitnessstudio im Freien, Basket- und Fußballplatz.

Folgt man dem kleinen Spazierweg vom Spielplatz den Berg hinauf, kann man Reste des ursprünglichen Göteborgs entdecken, welches hier im 17. Jahrhundert erbaut wurde, aber kurz darauf von den Dänen niedergebrannt wurde. Hier gab es auch ein altes Villenviertel, etwas, worüber die schönen Steinterrassen und die verbliebenen Gartenpflanzen verraten. Perfekter Picknickplatz…

…mit einem schönen Blick auf Göteborg.

Ich fand es schön, aber die Kinder hatten nicht die Ruhe, um die Aussicht zu lange zu genießen, sondern wollten weiter…

…zur Inspektion von hochinteressanten Steinen.

Als die Tour durch den Park vorbei war, hatten wir ihnen ein Bad versprochen, also machten wir uns auf den Weg zum Öffentlichen Schwimmbad, einem Außenpool in Frihamnen, im Göteborger Hafen.

Es ist sehr schön eingerichtet und der Eintritt ist außerdem frei.

Wir haben die coole, preisgekrönte Sauna getestet, die auf hohen Stahlbeinen steht und über den Hafen von Göteborg und in Richtung Horizont blickt…

…sehr schönes Interieur hat sie auch.

Die Kinder (und wir) waren sehr fasziniert von den Duschräumen, die komplett aus Glasflaschen gebaut wurden.

Nach anderthalb Stunden Schwimmen (man bekommt einen Pass und eine Zeit zugeteilt, damit nicht mehr als 50 Personen im Bad sind), waren wir hungrig und gingen ins nahe gelegene Café Fluß.

Es ist wirklich ein fantastischer Ort! Wie eine platzgebaute Kunstinstallation die nur aus recyceltem Material besteht. Eine bunte, verspielte und freizügige Umgebung, in der auch sehr gutes vegetarisches und veganes Essen serviert wird. Und die Kinder haben es geliebt! Endlich ein Ort mit einem Boden aus Sand und überall lustige kleine Details zu entdecken.

Kein Sommerausflug ohne Eis. Der Abend wurde mit einer Stadtrundfahrt in Richtung Linnéstaden beendet, die von sommerglücklichen Menschen beim Spaziergang und warmer Abendluft vibrierte…

… wir haben uns die Oscar-Fredriks-Kirche angeschaut, die beste Kirche der Stadt, finde ich.

Das Eis wurde bei Next Level Gelato and Juice Bar gekauft. Sie verkaufen sehr gutes, cremiges Gelato mit etwas anderen Geschmacksrichtungen wie Basilikum und Karotten, zusätzlich zu den üblichen Sorten.

Die Kugeln waren so groß, dass zum ersten Mal in ihrem kleinen Leben einige der Kinder nicht das ganze Eis aufessen konnten. Kurz nachdem dieses Bild gemacht wurde fielen die Kinder ins Eiskoma und waren so müde dass sie auf dem Weg nach Hause im Auto einschliefen. Das war dieser Tag. ♡

Freitagsfeeling

Guten Morgen, endlich Freitag! Ich habe mich wirklich auf dieses Wochenende gefreut, nach zwei Wochen mit kranken Kindern. Aber jetzt ist die ganze Familie wieder gesund und wir haben lustige Dinge geplant. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin Emmy in der Stadt (d.h. in Göteborg), wir essen Brunch und schlendern durch die Stadt. Obwohl wir nur zwanzig Minuten außerhalb der Stadt leben, bin ich heutzutage nur selten dort.

Göteborg ist die Stadt meiner Jugend, so viel Spaß habe ich im Laufe der Jahre dort gehabt und ich finde es immer noch wunderbar, dort zu sein. Ich hoffe, ich kann dir bald einen wirklich guten Ratgeber zusammenstellen!

Am Wochenende habe ich mehr Inspiration mit dem Kochen als unter der Woche. In dieser Jahreszeit habe ich am meisten Lust nach warmen, muffigen und bunten Eintöpfen. Richtig spannend klang dieser in Apfelwein angeschmorter Wirsing mit Estragon. Estragon ist wahrscheinlich mein neues Lieblingskraut, so erstaunlich gut und ein eigener Geschmack.

Dazu serviere ich eine dampfend heiße Focaccia, die im Mund zergeht.

Bild von Blogspot.

Als Kind begleitete ich meine Oma manchmal in ihr Büro, sie war eine Art Sekretärin. Meine nachhaltigsten Erinnerungen an diese Besuche sind Omas weibliche Kollegen. Sie waren immer so schön und fein, dachte ich, mit Blusen, Röcken, Stöckelschuhe und ähnlichen Perlenketten. Sie waren freundlich, warm und hatten Würde, genau wie Oma.

Bild von Mitt Kök.

Und dann boten sie immer hausgemachte Kekse an. Die besten waren Strassburgare (Straßburger Plätzchen), ein federleichter, luftiger Keks, der in Schokolade getaucht war. Ich habe sie noch nie selbst gebacken, aber dieses Wochenende wird es passieren! Der Sonntag wird ein schöner ungeplanter Tag, die großen Kinder werden mit Mario Tennis spielen, sonst haben wir noch nichts entschieden. Vielleicht wird es eine Runde auf dem Flohmarkt. (Julius sucht eine Vitrine für seine Lego-Kreationen) oder warum nicht ein Museum? Bohusläns Museum in Uddevalla ist sehr schön und da gibt es viel zu tun für die Kinder. Freier Eintritt noch dazu und immer interessante Ausstellungen, es ist wirklich einen Besuch wert.

Was hast du vor am Wochenende? Hoffe du hast auf jeden Fall ein richtig schönes Wochenende. ♡

Endlich Sonne

Gestern Morgen stellten wir benommen fest, dass etwas anders war. Nach wochenlangem Regen und einer Grauskala schien plötzlich die Sonne von einem hohen und strahlend blauen Winterhimmel. Leicht euphorisch rannten wir umher und packten Essen und Kinder ein und saßen uns ins Auto in Richtung Orust. Dort angekommen, schauten wir nach unseren kleinen Hütten, wärmten den Grill und aßen vegetarische Würstchen und Hamburger. Dann nahmen wir unseren kleinen Weg durch den Wald in Richtung Meer. 

Es war völlig windstill und das Wasser glänzte ohne die geringste Welle. Julius war geschockt über die „Hitze“ der Sonne und warf seine Jacke ab.

Eins, zwei, drei…ab zum Strand!

Jemand war vor uns angekommen. Wilde Vermutungen kamen auf. Adler, Schwan oder gar ein Dinosaurier?

Edward und ich ließen uns auf einer Bank an einer sonnengewärmten Wand nieder und packten Kaffee und Kekse aus.

Komplikationen traten auf, als Edward beschloss, seinen Keks ins Wasser zu werfen, etwas das er direkt bereute. Gut, dass man nette Geschwister hat, die direkt ausrückten und eine Rettungsaktion starteten.

Die Sonne ging langsam unter und wir begaben uns wieder zurück zum Häuschen. Entlang des Weges ist diese alte Steinmauer, ich finde sie so schön. Stell dir vor, wie sich jemand einmal abgeplagt hat, um sie an Ort und Stelle zu bekommen. Da ist es schön, dass sie heute immer noch ihre Funktion als Grenze zur Kuhweide erfüllt.

Ich ging ein wenig hinter den anderen und lauschte der Stille zu. Während wir weg waren, war die Sauna warm geworden und wir setzten uns hinein und tauten dort auf. So ein dringend benötigter, ruhiger Tag mit den Verpflichtungen des Alltags auf langem Abstand.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in die Woche. ♡

Die Kunst im Hier und Jetzt zu leben

Lebt der Mensch jemals so nah an seinen Gefühlen wie im Alter zwischen zwei und drei Jahren? Ich bezweifle es. Es gibt wahrscheinlich nichts Explosiveres als ihren Willen, der wegen den geringsten Sachen aufsprudelt. Du hast die falsche Hose rausgeholt, ich will dieses Spielzeug zurück, ich will nicht duschen,…

Und es gibt wohl nichts Ansteckenderes als ihr sprudelndes Lachen und ihre Lebensfreude, die sie umgibt wie ein schützender Impfstoff gegen Langeweile und Gleichgültigkeit.

Und es gibt wahrscheinlich kein größeres Geschenk, als ihre unverfälschte Neugier auf das Leben und sich inspirieren zu lassen von ihrer Fähigkeit im Jetzt zu leben. Genau hier. ♡

Meine drei Schätze

Seit Jahren habe ich eine große Schachtel gefüllt mit Zeichnungen, Bildern und kleinen losen Notizen über die Kinder und ihren Taten. Kein direktes System, sondern nur eine kleine chaotische Schatztruhe der Erinnerungen. Im Laufe der Jahre hat sich diese Kiste gefüllt und ich habe lange überlegt, etwas mehr strukturierteres zu organisieren. Endlich beschloss ich der Sache ein Ende zu machen und bestellte drei schöne Bücher, eines für jedes Kind.

Ich finde sie sind echt nett geworden! Der Umschlag ist mit einem Gewebe aus 100% Baumwolle eingekleidet und drinnen sind sowohl Plastiktaschen als auch leere Seiten zu füllen. Ich wählte die Lieblingsfarbe jedes Kindes (okay, Edwards musste ich ein bisschen raten) und ihre Namen in Goldtext geprägt. Sie stammen von der schwedischen Firma Bookbinders Design, die schwedisches Design und hohe Qualität vereint. Fühlt sich gut an, dass die Bücher klimafreundlich produziert und alterungsbeständig sind, so dass es den Kindern lange Freude bereiten kann.

Jetzt gilt es nur noch, die Bücher zu füllen. Normalerweise schreibe ich den Kindern jedes Jahr einen kleinen Jahresbrief, also denke ich, dass sie jetzt einen gegebenen Platz hier bekommen. Ich spare auch einige besonders schöne oder wichtige Zeichnungen von jedem Kind. (Wenn ich alle Zeichnungen und Handarbeiten der Kinder, die im Laufe der Jahre vom Kindergarten und Schule nach Hause getragen wurden aufbewahrt hätte, hätte ich ein zusätzliches Zimmer gebraucht.) Gestern Abend habe ich angefangen, durch meine Schatztruhe zu wühlen und war in Gedanken und Erinnerungen versunken. Leicht, nostalgisch zu werden, über die verflogene Zeit. All die süßen Dinge die sie einst sagten und wie klein sie einmal waren. Dies wird wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen, fühlt sich aber völlig okay an. ♡♡♡

Wanderungen auf historischem Land

Jetzt sind wir zurück in der täglichen Routine, die Kinder sind in der Schule und ich bin wieder in meinem kleinen Büro. Lange Wochenende, Ferien und Feste zu Ehren, aber ich liebe den Alltag. Und zum Glück ist es so, denn diese Tage gibt es soviel mehr. Lange gemeinsame Ferien können, hm, eine Herausforderung sein, mit allen Kindern und ihren unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen. Wir haben herausgefunden, dass wir morgens so schnell wie möglich raus müssen um die Kinder physisch zu aktivieren, dann fließt der Tag besser.

Jenseits unseres kleinen Dorfplatzes befindet sich ein Hügel, mit einem Wanderweg rundum. Der ist genau das Richtige auch für Edwards kleine Beine. Das ganze Wetter, das hässlich und grau in der Stadt ist, wird schön in der Natur, finde ich. Die Natur kann nie hässlich sein, sie existiert einfach. Genau an diesem Tag, gleicht sie einem fließenden Aquarell.

Edward testete ob die Stiefel das Verkaufsversprechen wasserdicht einhalten.

Im 17. Jahrhundert lag unsere kleine Stadt auf diesem Hügel, und unter diesen moosigen Hügeln kocht es von Geschichte. 1658 begann ein Umzug der gesamten Stadt an seinen heutigen Standort. Um den Umzug vorwärts zu treiben hat man große Teile der Stadt einfach niedergebrannt. Doch gibt es immer noch die prächtige Festung aus dem 14. Jahrhundert, die hinter den Bäumen hervor schaut.

Wir haben weitergekämpft mit unseren Wanderungen und Spaziergängen. Am nächsten Tag schien endlich wieder mal die Sonne, zum ersten Mal seit Wochen fühlte es sich an. Gestern, als wir zur Schule gingen, sagte Julius: Endlich fängt die Schule an, keine Spaziergänge und keine Flohmärkte mehr die ganzen Tage. ♡

Aufwachsen mit Tieren

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Als Kind hätte ich so gerne einen Hund oder eine Katze gehabt. Meine Eltern sind jedoch völlig uninteressiert an Tieren, aber nach langem Nörgeln und Betteln habe ich Stampe bekommen. Ein kleines, verängstigtes, silbergraues Kaninchen. Ich war so glücklich über ihn, aber ich glaube nicht, dass meine Liebe beantwortet wurde. Ich dachte, Stampe und ich wären beste Freunde und er würde in meinem Zimmer schlafen. Stattdessen baute Papa einen Käfig und der stand draußen in einer dunklen Ecke des Gartens. Ich, wo so furchtbar Angst im Dunkeln hatte, (und wie ich mich erinnern kann, war es immer dunkel) lief nach der Schule mit pochendem Herzen hinaus zu ihm, warf eine Karotte rein, füllte Wasser und Pellets nach, sagte gute Nacht Stampe und rannte wieder hinein. Es wurde keine enge Beziehung. Im Sommer dagegen wurde das Leben für mich und mein kleines Kaninchen jedoch etwas mehr ereignisreicher. Meine beste Freundin und ich radelten mit unseren Kaninchen im Fahrradkorb (ääh?), brachten sie an den Strand und in den Wald. Ich glaube, sie haben es gehasst. Mit seinem kleinen rasenden Herzen unternahm Stampe viele Fluchtversuche, manchmal war er tagelang weg, bis ich es geschafft habe ihn mit einem Netz einzufangen. Fünf Jahre alt, endete seine letzte Flucht indem ihn die Katze des Nachbarn zu Tode biss. Ich begrub ihn in einem Schuhkarton voller Blumen, in einer anderen Ecke des Gartens.

Als Erwachsene konnte ich einen anderen Kontakt mit Tieren erleben, weit entfernt von Stampes tragischem Leben. Wir bekamen unsere Katzen, Morre und Smulan, als sie zwölf Wochen alt waren. Seitdem leben sie bei uns, haben auf unserem Schoß geschlafen und wir haben ihre Besonderheiten und Persönlichkeit kennengelernt. Geschwister sind sie, aber zwei völlig unterschiedliche Typen. Wenn unsere Kinder ihre Familie auflisten, sind wir immer sieben Stück, weil die Katzen selbstverständlich mitgezählt werden. So in der Nähe von Tieren aufzuwachsen, ist für die Kinder eine große Bereicherung. Sie erlernen den Respekt für andere Lebewesen und wissen wo die Grenze geht. Und nichts ist wohl tröstlicher als eine warme, schnurrende Katze, die nah zu einem kuschelt. Zeit, die man mit einer Katze verbringt, ist irgendwie nie verschwendet.

Die letzten drei Bilder in diesem Beitrag sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

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Luciafest

Heute ist das Luciafest, vielleicht das schönste Fest, das wir hier im Norden haben. Die Kinder glaubten jahrelang, dass dieser Tag da war, um die Lucia unserer Familie zu feiern, das heißt, die Patin meines Mannes. Und natürlich ist sie es wert zu feiern, eine wärmere und freundlichere Person, muss man lange suchen. Allerdings hat das schwedische Luciafest etwas andere Wurzeln, die, wie ich glaube, für die meisten Schweden ziemlich unklar sind. Es ist eine Art Mischung aus sowohl vorchristlicher Traditionen als auch der Feier der heiligen Lucia, die im Jahre 300 als Märtyrerin starb. Am wichtigsten ist zumindest das ganze Licht, das sie unter uns ausbreitet, an dieser dunkelsten Zeit des Jahres. Es ist übrigens die längste Nacht des Jahres. Die meisten Schüler feiern Lucia, indem sie in der Schule oder Kirche auftreten und vor ihren Eltern singen. Ich selbst erinnere mich, wie hingebungsvoll es war, sich das lange weiße Kleid anzuziehen und zusammen mit der ganzen Klasse und unseren Kerzen in einen verdunkelten Raum hineinzugleiten. Gestern war meine Tochter an der Reihe und ich sah, wie sie es genauso ernst nahm wie ich es einstmals tat. Den Rücken gerade und die Händen in der richtigen Position vor der Brust die ganze Zeit. Und sorgfältig, in jeder einzelnen Silbe mitsingen. So schön. ♡

Wir waren diese Woche auch in der Kirche, um die Luciafeier mit den Kinderchören dort zu sehen. Unsere Kirche ist nur einen Steinwurf von zu Hause entfernt und auf dem gleichen Platz wie unser Büro. Sie wurde in den 1660er Jahren erbaut und ist wirklich unglaublich schön.

Von der himmlischen Holzdecke, wo die Originalgemälde noch vorhanden sind, hängt ein fantastisches Votivschiff aus der gleichen Zeit als die Kirche gebaut wurde. Sie sind in nordischen Kirchen weit verbreitet und sind Gaben von Seefahrtsbesatzungen, die in Seenot waren. Sie beteten zu Gott und versprachen, ein Geschenk zu geben, wenn sie der Katastrophe entkommen. Oft war es ein Modell der Schiffe, mit denen sie segelten. Ein wenig schwindelerregend, daran zu denken jetzt über 300 Jahre später, wenn man von der Kirchenbank hinauf auf das Schiff schaut. Wer waren diese Matrosen?

Die Kinder sangen so schön und einfühlsam und alle Kinderlucia-Feierlichkeiten sprudelten in mir hoch und ich war gleichzeitig glücklich und gerührt.

Danach gingen wir den kleinen Weg über den Marktplatz nach Hause und sagten Gute Nacht zu unserem Weihnachtsdekorierten Büro. Ich wünsche dir Frohe Lucia. Heute zünden wir eine Menge Kerzen an und essen so viele Lussekatzen und Pfefferkuchen wie wir wollen. 🕯

Eine schöne Kindheit hallt durch Generationen

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Meine Mutter hat immer einen Paketkalender für uns Kinder gemacht, als wir klein waren. Ich erinnere mich an die Nacht vor dem 1. Dezember, als ich wach lag und hörte, wie sie raschelte und die kleinen Pakete einpackte. Obwohl es vielleicht nicht so spezielle Sachen in diesen Paketen waren, (Socken, Haarspangen, Süßigkeiten,…) war es so feierlich am nächsten Morgen aufzuwachen und die 24 Pakete zu sehen, die ich vor mir hatte. Der Kalender war für mich und meinen Bruder eines der wichtigsten Dinge an Weihnachten und meine Mutter musste noch lange kleine Pakete für uns machen. Als mein Bruder seinen Militärdienst machte, fragte Mama vorsichtig och es vielleicht an der Zeit ist mit dem Adventskalender aufzuhören? Nein, antwortete mein Bruder mit Entsetzten in seinen Augen. Das ist doch Tradition!

All diese Liebe, Rücksicht und Fürsorge, die Eltern ihren Kindern (bestenfalls) schenken, kan niemals erwidert werden. Meine Kinder können mich nicht so sehr lieben und um mich kümmern, wie ich sie liebe und mich um sie kümmere. Das ist völlig in seiner Ordnung.

Aber jetzt darf ich zurückgeben, was ich einmal bekommen habe, jedoch an meine eigenen Kinder. Und vielleicht sind es eines Tages die, die sich am letzten November hinsetzen und kleine Pakete einpacken. Auf diese Weise hallt die Liebe meiner Mutter durch Generationen wider.



So wurde der Adventskalender der Kinder in diesem Jahr. (Nur für die beiden Großen, der kleiner Mann muss bis zum nächsten Jahr warten.) Es fühlt sich wichtig an, dass sie nachhaltige Sachen in dem Kalender bekommen, nicht viele Plastiksachen, die dann überall rumliegen. In diesem Jahr gibt es Stifte, Unterwäsche, Süßigkeiten und eine Reihe mit Flohmarktschnäppchen. Kleine, alte Porzellandosen, um kleine Dinge zu verstecken, schätzen die Kinder, denke ich. Wir hängen die Pakete auf eine alte Holzvorhangstange mit kleinen Nägeln auf und schmücken jedes Jahr mit den gleichen „Nissar“ (Wichteln). Morgen früh kenne ich zwei Stücke, die ganz früh dorthin trippeln.❤️♡

Das erste Beitragsbild mit den Kindern auf der Treppe ich von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

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