Jetzt sind Sommerferien!

Heute haben die Kinder ihren lang ersehnten Sommerurlaub bekommen! Zum ersten Mal durften wir Eltern nicht an den Schulabschlussfeiern teilnehmen, sondern wurden auf ein Video verwiesen wo unsere Kinder ihre Lieder singen. So traurig und ungewohnt, aber so süß waren sie doch, als sie heute Morgen mit wassergekämmten Haaren und frisch gebügelter Sommerkleidung davonstapften.

Dies haben wir diesen Sommer vor:

Fühlt sich an wie ein ausgezeichneter Plan. ♡

Aufwachsen mit Tieren

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Als Kind hätte ich so gerne einen Hund oder eine Katze gehabt. Meine Eltern sind jedoch völlig uninteressiert an Tieren, aber nach langem Nörgeln und Betteln habe ich Stampe bekommen. Ein kleines, verängstigtes, silbergraues Kaninchen. Ich war so glücklich über ihn, aber ich glaube nicht, dass meine Liebe beantwortet wurde. Ich dachte, Stampe und ich wären beste Freunde und er würde in meinem Zimmer schlafen. Stattdessen baute Papa einen Käfig und der stand draußen in einer dunklen Ecke des Gartens. Ich, wo so furchtbar Angst im Dunkeln hatte, (und wie ich mich erinnern kann, war es immer dunkel) lief nach der Schule mit pochendem Herzen hinaus zu ihm, warf eine Karotte rein, füllte Wasser und Pellets nach, sagte gute Nacht Stampe und rannte wieder hinein. Es wurde keine enge Beziehung. Im Sommer dagegen wurde das Leben für mich und mein kleines Kaninchen jedoch etwas mehr ereignisreicher. Meine beste Freundin und ich radelten mit unseren Kaninchen im Fahrradkorb (ääh?), brachten sie an den Strand und in den Wald. Ich glaube, sie haben es gehasst. Mit seinem kleinen rasenden Herzen unternahm Stampe viele Fluchtversuche, manchmal war er tagelang weg, bis ich es geschafft habe ihn mit einem Netz einzufangen. Fünf Jahre alt, endete seine letzte Flucht indem ihn die Katze des Nachbarn zu Tode biss. Ich begrub ihn in einem Schuhkarton voller Blumen, in einer anderen Ecke des Gartens.

Als Erwachsene konnte ich einen anderen Kontakt mit Tieren erleben, weit entfernt von Stampes tragischem Leben. Wir bekamen unsere Katzen, Morre und Smulan, als sie zwölf Wochen alt waren. Seitdem leben sie bei uns, haben auf unserem Schoß geschlafen und wir haben ihre Besonderheiten und Persönlichkeit kennengelernt. Geschwister sind sie, aber zwei völlig unterschiedliche Typen. Wenn unsere Kinder ihre Familie auflisten, sind wir immer sieben Stück, weil die Katzen selbstverständlich mitgezählt werden. So in der Nähe von Tieren aufzuwachsen, ist für die Kinder eine große Bereicherung. Sie erlernen den Respekt für andere Lebewesen und wissen wo die Grenze geht. Und nichts ist wohl tröstlicher als eine warme, schnurrende Katze, die nah zu einem kuschelt. Zeit, die man mit einer Katze verbringt, ist irgendwie nie verschwendet.

Die letzten drei Bilder in diesem Beitrag sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

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Sundsby Säteri und unser neues Familienmitglied

Wenn wir nach Orust fahren, passieren wir die Nachbarinsel Tjörn, wo es so viele schöne Orte zu entdecken gibt. Ein Ort, zu dem wir immer wieder zurückkehren, ist Sundsby Säteri, ein wunderschönes Landgut und Bauernhof mit zugehörigem Park inmitten von Bergen, Laubwäldern und Meeresbuchten.

Der Hof stammt aus dem 16. Jahrhundert und der atemberaubende Gemüsegarten ist erhalten und wird nach traditionellen Methoden geführt.

Ich glaube, ich habe vergessen, euch unser neuestes Familienmitglied vorzustellen. Jedenfalls ist hier Silber, Elisabeths Zwergwidder-Kaninchen, das in diesem Sommer bei uns eingezogen ist. Er lebt zusammen mit seinem Bruder, um den sich Elisabeths Freundin kümmert. Wirklich schön, dass die Mädchen die Tiere zusammen haben und das Stallputzen und Aufpassen untereinander aufteilen können.

Hier im Küchengarten waren sie im Himmelreich und liefen herum, probierten Kohlreste, Salat und gruben Karotten aus.

Ein Teil des Pflanzenbaues war für die Kinder gedacht, wo sie frei pflücken und probieren durften. Das wurde auch vom kleinen Mann geschätzt, der das Meiste was er finden konnte testete…

Elisabeth fand eine Bohne, die zur Jacke passte…

Es gibt viel Schönes für die Kinder, einen Naturspielplatz, spannende Wanderwege und diesen Karpfensee.

Nach dem wir Gemüse gepflückt und einen Kaninchenspaziergang gemacht hatten, wurden wir hungrig, also öffnete Edward das kleine Tor zur Außenterrasse des Cafés.

Sie hatten wirklich ein gutes, Corona-angepasstes System gemacht, bei dem man eine Nummer nahm und der Reihe nach aufgerufen wurde um rein zu gehen um zu bestellen.

Die Kinder haben bei Köttbullar zugeschlagen…

…und wir bestellten zwei Salate mit Grünem aus dem Küchengarten.

Bevor wir weiterfuhren, gingen Edward und ich in den kleinen Blumenladen. Er ist völlig unbemannt und man schreibt einfach auf einen Zettel, was man gekauft hat! Ich liebe dieses Vertrauen an die Menschen.

Edward und ich haben einige Frühlingszwiebeln herausgesucht, die er sorgfältig nach Orust mitnahm. Jetzt sind sie im Boden begraben und warten auf den Frühling. Hoffentlich sieht die Welt dann etwas heller aus. ♡

10 Highlights für die Tiere in den 10er Jahren

In der Zukunft werden wir die Behandlung von Tieren durch unsere postmoderne Gesellschaft als eine große Schande ansehen, davon bin ich überzeugt. Die Sklaverei unserer Zeit. Fleisch, das früher ein gewaltiger Luxus war, sieht man heute als absolut normal an und es wird viel und oft konsumiert. Wir leben nicht in der Ungewissheit über die Lebensbedingungen der Tiere in großen Massenproduktionen. Alle haben Bilder von den riesigen „Fabriken“ gesehen, in denen die Tiere gehalten werden. Wo ihnen jede Form von Würde vorenthalten wird und wo sie nur existieren, um so schnell und effektiv wie möglich zu Koteletts oder Filets umgewandelt zu werden. Ich denke, die große Mehrheit scheut diese Bilder. Es tut uns weh zu sehen, wie andere fühlende Lebewesen völlig ohne Respekt behandelt werden. Aber anscheinend nicht genug, um dem ein Ende zu bereiten. Es fühlt sich schwer an daran zu denken, aber es gibt Licht im Dunkeln. Vegetarische und vegane Ernährung wird immer mehr normalisiert und die Möglichkeiten für diejenigen, die weniger Fleisch oder darauf verzichten wollen, nehmen zu. Hier kommen zehn gute Neuigkeiten für die Tiere, aus dem vergangen Jahrzehnt, nämlich:

1. Dass die Käfighaltung von Hühnern weiter abnimmt: Zum ersten Mal in der Neuzeit gibt es in Schweden weniger als eine Million Hühner, die in Käfigen gehalten werden. Mehr als 65 schwedische Unternehmen haben sich gegen Eier entschieden die von Hühnern kommen die es am schlimmsten haben.

2. Dass das schwedische Parlament ein Verbot des sexuellen Missbrauchs von Tieren eingeführt hat.

3. Dass Lex Maja im April 2019 Realität wurde. Das ist ein Gesetz das es Gesundheitsfachleuten (Pflegepersonal) erlaubt, die Schweigepflicht zu verletzen, wenn sie vermuten, dass ein Tier in Schwierigkeiten ist oder nicht artgerecht gehalten wird.

4. Dass Elefanten und Seelöwen in Zirkussen in Schweden verboten wurden.

5. Dass der schwedische Landwirtschaftsrat ein Kompetenzzentrum eröffnete, mit dem Ziel, die Zahl der Tiere, die für Tierversuche ausgesetzt werden, zu reduzieren.

6. Dass die Kastration ohne Betäubung von Schweinen ab dem 1. Januar 2016 in Schweden verboten ist.

7. Dass die EU ein Handelsverbot für tiergeprüfte Kosmetika eingeführt hat.

8. Dass mehr als die Hälfte der schwedischen Gemeinden am Ende des Jahrzehnts auf der „Pang-Liste“ stehen, eine Liste von Gemeinden, die sich der Verwendung von Feuerwerkskörpern enthalten oder diese einschränken.

9. Dass mehr als 750 Unternehmen dem „Fur Free Retailer Program“ beigetreten sind, oder der pelzfreien Liste, wie es in Schweden genannt wird.

10. Dass die Bürgerinitiative „End the Cage Age“ mehr als 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat, eine der größten Kraftansammlungen für Nutztiere in Europa überhaupt.

(Quelle: Djurens Rätt, Schweden.)

Hoffe auf viele mehr gute Neuigkeiten in den 2020er Jahren für die Tiere! Alles andere wäre völlig undenkbar, oder?

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