Auktionsinspo für Lyckebo

Bald ist es an der Zeit, unser kleines Juwel, Lyckebo, einzurichten. Tatsächlich befindet sich das meiste davon bereits in den Schuppen und Nebengebäuden, da sowohl Möbel, Einrichtungsgegenstände und viele Utensilien im Kauf inbegriffen waren. Es fühlt sich schön an, dass wir das gleiche Porzellan verwenden können, wie es diejenigen, die hier vor langer Zeit gelebt haben, getan haben. Trotzdem kann ich es nicht lassen, die Auktionsseiten auf der Suche nach den Dingen zu durchforsten, die noch komplettiert werden müssen. Hier ist eine kleine Collage mit Inspiration:

Topf – Villeroy & Boch haben immer so schöne Sachen, hier ein Gefäß für Sommerblumen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Kissen und Teppich – Röllakan ist eine Webtechnik aus Wolle mit schwedischen Wurzeln. Sowohl Teppich als auch Kissen würden gut bei uns hineinpassen. (Ich glaube sogar ich habe einen ähnlichen Teppich, die Frage ist nur, wie er die kalten Winter im Schuppen überlebt hat?)

Kaffeetassen – Ein wenig 1960er Jahre kann wohl einschleichen, obwohl es nicht direkt zum Hüttenstil gehört? Zumindest, wenn sie so schön sind wie die Zebrabecher aus Uppsala-Ekeby. Mario behauptet, dass ich bereits zu viele Kaffeetassen habe, aber ich verstehe nicht wirklich? Man trinkt doch jeden Tag Kaffee, oder?

Feine Gegenstände – Ein Mix, der unmöglich zu widerstehen ist und setzt den Stil in der Hütte.

Klapptisch – Ein ähnlicher schöner Klapptisch gab’s bereits in der Hütte, den werde ich bald herausholen und ihm eine reelle Runde Seife geben.

Sideboard – Etwas, das uns fehlt, ist ein herzhaftes Möbelstück für den ganzen Küchenkrempel. So etwas würde seinen Platz zieren.

Bilder: Bukowskis und Auctionet.

Die Woche in Bildern

Schon wieder Freitag? Fühlt sich an, als hätte ich nur Zeit gehabt um einmal zu blinzeln seit letzten Freitag. Wie auch immer, es war eine schöne Woche, mit einer Menge lang ersehnter Sonne und Licht.

Wenn die Kinder und ich morgens zur Schule gehen, ist es nicht mehr eine schwarze Wand die uns begegnet, was unsere Schritte so viel leichter macht. Heute Morgen sind wir fast dahingehüpft und haben Pläne für den Abend gemacht. (Vergleiche das mit Dezember, wenn wir in aller Stille aufbrechen, mit dem Gefühl als wären wir drei Nachtwanderer).

Wir kommen am alten Kaufmannshaus vorbei. Heutzutage beherbergt es Wohnungen, aber was würde man nicht alles geben für eine Zeitreise, in die Zeit zurück als es noch ein Kaufhaus war?

Wir begrüßten das kleine Mädchen, welches das Tor schmückte. Warum sollte es auch nur schön im Bücherregal sein? Hier draußen haben doch so viele mehr Freude daran.

Jetzt haben wir nicht mehr viele Schritte bis zur langen Treppe, wo wir uns verabschieden und ich wieder umkehre in Richtung Büro.

Zeit für mich die Arbeit zu beginnen. Diese Woche habe ich geschrieben und geschrieben, viele lustige, aber bisher geheime Projekte in der Pipeline.

An einem Tag fuhr ich nach Alingsås, um meine Kusine Åsa zu sehen. Bin immer zu 100 Prozent glücklich, sie zu treffen, obwohl die Gesprächsthemen von traurigster Trauer bis hin zu Zukunftsträumen und Pep reichen können. ♡

Wir spazierten in der hohen Wintersonne über gefrorene Felder. Einer war leider nicht gefroren genug und ich sank mit meinen ganz neuen Stiefel in den Sumpf.

Zum zweiten Mal in Folge im Februar (kann wohl jetzt als Tradition angesehen werden?) besuchten wir Nolbygårds Ekocafé. Dort gibt es wie bekannt Semlor und hier habe ich den schmackhaftesten besten Semla bekommen den ich je gegessen habe. Mit extra feiner Mandelmasse, perfektem Hefebrötchen und auch gerösteten ganzen Mandeln, die in der Sahne stecken. Oh mein Gott, so gut.

Es ist wirklich ein Fünf-Plus-Café.

Sehr schön dekoriert und so feines, handwerkliches Gebäck mit Biozutaten. Hier auf dem Holzofen servieren sie den Kaffee in älteren Porzellantassen, und man kann nachfüllen so lange man will.

Nebenan befindet sich das Baudenkmal-Geschäft Haus zu Haus (byggnadsvårdsbutiken Hus till Hus). Vollgepackt mit Sachen für alte Häuser. Es bietet alles von renovierten Holzöfen, Straßenlaternen, Möbeln und alten Fenstern mit mundgeblasenem Glas. Ich suchte eine Tür für unsere Sommerhütte, aber ich konnte dieses Mal keine finden.

Es war dennoch wunderbar dort herumzulaufen und alles Schöne zu betrachten, das man gepflegt hat und das jetzt neues Leben in ein anderes Haus bringen kann. Jetzt ist es bald an der Zeit, die Kinder abzuholen und Freitagabend zu arrangieren. Der eine will absolut Pizza haben und der andere nichts als Tacos. Also Taco-Pizza zum Abendessen jemand? Wie auch immer, ich wünsche dir einen richtig schönen Freitag. Morgen schreibe ich über mein großes Vorbild, wir hören uns dann!

Flohmarkt Bonanza!

Hallo allerseits! Heute beginnt meine letzte Arbeitswoche, bevor ich Urlaub mache. Dann warten sechs lange Wochen mit Mario und den Kindern auf Orust. Das wird unglaublich nett sein und für die ganze Familie dringend benötigt.

Aber jetzt zu etwas ganz anderem, eines meiner absoluten Lieblingsthemen, (Trommelwirbel) Flohmarkt!!! Jetzt im Sommer ist Hochsaison für Flohmarktliebhaber wie mich. Auf dem Land öffnen Scheunen und kleine Hofläden ihre Türen, vollgefüllt mit Schätze die auf ein neues Zuhause warten. Hier in unserer kleinen Stadt gibt es natürlich auch Flohmärkte und mein Favorit ist der, den der Sportverein organisiert. Da gibt es die größte Chance ein Schnäppchen zu machen. Ich gehe in der Regel eine kleine Runde jede Woche, um zu sehen, ob etwas Neues hereingekommen ist. Viele Dinge sind natürlich Müll, aber wenn man genau hinschaut, gibt es echtes Gold. Darüber hinaus senken sie einmal im Monat ihre ohnehin niedrigen Preise um 50 %, um Platz für Neues zu schaffen. Und am Freitag war es wieder soweit. Wir waren um 11 Uhr dort, als der Flohmarkt öffnete, eifrig wie Kühe die zum ersten Mal auf die grüne Frühlingsweide durften. Ich war extra motiviert, weil unser kleines Häuschen jetzt eine Menge Einrichtungsgegenstände braucht. Und Recycling ist fast immer das Beste für Umwelt, Qualität und Design. Oben sieht man einen Teil der Ernte, mit dem ich ungewöhnlich zufrieden bin. Die Mischung wird so persönlich und bunt wie in einem Zuhause das es schon lange gibt.

Wir fangen mal in der Textilabteilung an. Eine ältere Wolldecke in feiner Qualität, die sich perfekt auf dem Rasen oder am Strandufer ausbreiten lässt. Oder an einen regnerischen Herbstabend in der Hütte. Dazu fand ich zwei Flickenteppiche in sanften Tönen. Da wir vor den Sommerferien keine Zeit haben werden, den Holzboden zu behandeln, denke ich, dass wir ihn damit abdecken werden. Schön und praktisch. 100 kr (knapp 10 €) musste ich für diesen Haufen geben.

Wir können kaum genug von diesen süßen kleinen Krügen haben. Für Vanillesoße, braune Soße, Kindersaft. Dieser war in außergewöhnlich gutem Zustand, unbeschadet ohne Kerben und von Rörstrands Porzellanfabrik kostete er 10 SEK (1 Euro).

Ein kleine Auswahl aus der Haushaltsartikelabteilung. Zwei kleinere Messingmörser, nach denen ich lange gesucht habe. Gut zum Zerkleinern von Kräutern oder Samen und das kleinste eignet sich perfekt zum Zerkleinern von Medikamenten, wenn die Kinder Schwierigkeiten beim Schlucken haben. Die kleine Schale ist auch von Rörstrands, für Meersalz oder Oliven, finde ich, und schließlich ein kleines Teesieb. Vielleicht von jemandes Reise nach Amsterdam, angesichts der Windmühle? Ich glaube, ich habe für alles 40 Kronen (4 Euro) gegeben.

Wir beeilen uns weiter in Richtung Lampenabteilung. Jetzt, da wir neuen Strom in der Hütte verlegt haben, werden viele Lampen benötigt und werden viele Lampen benötigt und ich fand ein paar wirklich nette. Zwei Nachttischlampen für unser Schlafzimmer mit Leinenschirmen. (Sie waren ein bisschen schmutzig, wurden aber nach einer Wäsche wie neu). Eine niedliche Fensterlampe mit blumigem Schirm und Fuß aus Messing. Und schließlich, vielleicht der schönste Fund…

… eine Deckenlampe aus der Paradis-Werkstatt auf Öland, die so schöne, handverzierte Keramik herstellt. Ich habe mich fast geschämt, nur 80 SEK (8 Euro) für ein so feines Handwerk zu zahlen.

Das vielleicht beste Schnäppchen (zumindest aus finanzieller Sicht) waren diese fantastischen Tassen der finnischen Marke Arabia, entworfen von Inkeri Leivo im Jahr meiner Geburt (1983). Ein 12-teiliges Kaffeeservice mit Ober- und Untertassen und zwölf kleinen Frühstückstellern für zusammen 225 SEK (ca 22 €), ein Preis, den man sonst pro Tasse für dieses Design und diese Qualität bezahlen muss.

Dieser Flohmarkt hat mehrere Wände voller Kunst! Ich bin immer auf der Suche nach Skizzen, Ölgemälden und Lithografien auf einem Flohmarkt, weil man so viel Kunst für sein Geld bekommt. Diese ausdrucksstarke Frau des Expressionisten Albin Amelin durfte mit nach Hause kommen…

…genauso wie diese kleine Skizze, genannt „Ein Unschuldiges“, und wurde von Anne Paus auf dem Markusplatz im Jahre 1968 gezeichnet.

Jetzt habe ich fast das größte Teil vergessen! Wie ein kleines Karamell stand dieses Sofa in einer vergessenen Ecke. Ein schöner Stoff, nicht wahr? Es sieht ein bisschen aus wie ein William Morris-Muster, finde ich, und wird sich im Wohnzimmer unseres Häuschens ausgezeichnet machen. Als wir nach Hause kamen, habe wir es in den Garten gestellt, um den leicht eingeklemmten Geruch los zu werden. Morre fühlte sich sofort wohl. ♡ 300 SEK, also nicht mal 30 €, gab ich dafür, ein Knallpreis, finde ich für ein solides Möbelstück.

Ich habe tatsächlich noch viel mehr Dinge gefunden, aber um Dich nicht komplett zu ermüden, muss ich wohl hier halt machen. Was war Dein Favorit?

Antik-Harrys Paradies in Uddevalla

Heute sind Mario und ich in meine Heimatstadt Uddevalla gefahren. Es ist nunmehr sehr selten, dass ich dorthin fahre, keine Verwandten oder Freunde wohnen mehr da, die ich sonst besuchen konnte. Aber ein riesiger Anlass, nach Uddevalla zu gehen, ist Antik-Harrys Antikgeschäft, eines der größten in Westschweden. Ein echtes Paradies für einen Liebhaber alter Dinge wie mich. Das gab es sogar schon als ich noch ein Kind war und ich erinnere mich, dass ich es liebte dort herumzulaufen. Das Geschäft hat drei Etagen und ist komplett mit Antiquitäten aus den meisten Epochen vollgepackt. Manchmal ist es schwer, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, aber wenn man viel Zeit hat, findet man immer etwas Schönes.

Wir waren auf der Suche nach großen Schränken und fanden viele schöne. Die Wahl fiel schließlich auf den Grau-Weißen, der hier auf der linken Seite von hinten etwas hervorschaut. Zu Hause wird er dann mit den Bastelsachen der Kinder gefüllt. Wir fanden auch eine sehr schöne Vitrine aus den 1940er Jahren, zeige dann Bilder wenn alles am Platz steht und eingerichtet ist.

Wir blieben eine ganze Weile da um nichts zu verpassen. Hier gibt es soviel, das gerne in mein Haus einziehen würde. Schau dir mal dieses Bild an. Die Zinnleuchter, die schönen Kerosinlampen, der Spiegel dahinter, das Gemälde mit dem Flieder in der Ecke…Okay vielleicht an der Zeit, weiterzugehen.

Zum Mittagessen im Fredborgs. Wir haben uns für diesen gemütlichen Ecktisch entschieden. Das Restaurant Fredborgs befindet sich in einem schönen, alten Haus und serviert moderne, gut zubereitete Hausmannskost. Niedlich dekoriert ist es auch.

Mit einer bunten Mischung aus alten Sachen. Wie zum Beispiel viele verschiedene kleine Lampen über jedem Tisch. Zeit nach Hause zu fahren, heute Abend kommt meine Cousine mit ihrer Familie auf Weihnachtsbesuch. Endlich! Danach haben wir uns gesehnt. ♡

Ein dampfender Ausflug

Hej und Hallo! Es ist Freitag, obwohl es sich in diesen Viruszeiten ein wenig seltsam anfühlt. Ich mache mir nicht so besonders Sorgen um das Virus selbst, sondern mehr über die Hysterie die es erzeugt. Aber nachdem ich das gesagt habe, denke ich, dass der Blog eine Freizone sein könnte, frei von allen Alarmberichten und der sorgfältigen Berichterstattung der Medien.

Vor einiger Zeit erhielt ich eine so nette E-Mail von einer Leserin, Eva, die mich an einen wirklich Lieblingsort unsere Familie erinnerte. Nämlich die alte Bahnstrecke zwischen Anten und Gräfsnäs, wo man noch immer mit einer fast hundert Jahre alten Dampflokomotive fahren kann. Es liegt in der Nähe der Stadt Alingsås, etwas mehr als eine halbe Stunde nördlich von Göteborg entfernt und ist der perfekte Sommerausflug für alle Altersgruppen. Heute gastblogge ich bei Schwedenstude über unseren letzten Ausflug dorthin. Fühlt euch frei, dort rein zu schauen und vielen Dank Eva für die Erinnerung. ♡

Hier ist ein Bild aus dem alten Wartezimmer im Bahnhofsgebäude. Stellt euch vor, dass öffentliche Umgebungen früher so viel schöner waren. Heute scheint es so, als ob Ästhetik allzu oft für Funktionalität und Effektivität weichen muss. Traurig, wenn wir wissen, dass schöne, harmonische Umgebungen unser Wohlbefinden in einem solchen Ausmaß beeinflussen. Ästhetik sollte doch bei der Planung für Räume, die uns allen gehören sollten, sicherlich ein so selbstklares Kriterium sein wie jedes andere?

So, jetzt werde ich meine Kleinen etwas früher von der Schule und dem Kindergarten holen, und sie mit gutem Essen verwöhnen und ihnen vielleicht ein völlig unnötiges Geschenk kaufen, nur um dieses Glitzern in ihren Augen zu sehen. Ich wünsche euch einen wirklich schönen Freitag! 

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