Schöner frostiger Morgen

Seit wir umgezogen sind, haben die Kinder nur einen kurzen Gehweg zur Schule. Es ist immer noch dunkel wenn wir uns auf den Weg machen und seit der Frost kam, ist unsere kleine Stadt zur Gänze mit einem Zuckerguss eingebettet. Jedes kleine Haus auf der Straße ist wundervoll mit schönem Weihnachtsschmuck dekoriert.

Wir sehen wie die Leute langsam aufwachen. Sie trinken Kaffee, lesen die Zeitung und jemand hat das erste Kaminfeuer des Tages entzündet.  

Im ältesten Haus unserer Kleinstadt, erbaut 1632, war noch niemand wach.

Also war ich wieder zu Hause und es wird langsam heller. Dies ist unser Kücheneingang mit Blick auf unseren Nachbarn, den botanischen Garten. Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag! ♡

Wer ist diese Frau Schweden?

0

Happy Friday wünsch ich euch! Ich sehe, dass viele neue Leute hier reinschauen, so toll! Willkommen zu meinem kleinen Teil des Internets. Die meisten von euch haben ja keine Ahnung wer ich bin, also dachte ich, dass eine kleine Präsentation von mir angebracht wäre.

Mein Name ist Josefine und ich lebe mit meiner Familie in einer kleinen Stadt nördlich von Göteborg, an der schwedischen Westküste. Ich und mein Mann Mario (der aus Österreich stammt) haben drei Kinder, Julius, der bald 9 Jahre alt wird, Elisabeth, die 7 Jahre alt ist, und unser kleiner Edward, der im März 2 Jahre alt wird. Wir leben in einer alten Apotheke aus dem Jahre 1928, auf einer gepflasterten Straße, bestehend aus bunten Holzhäusern aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Hier wohnen auch unsere beiden Katzen, Morre und Smulan. Alltags arbeite ich als Redakteurin und Ghostwriterin in meiner eigenen Firma. Da ich normalerweise für andere schreibe, liebe ich diesen Blog innig, weil ich den Inhalt zur Gänze selbst bestimmen kann! Ich schreibe über alles zwischen Himmel und Erde, alles das mich und hoffentlich auch dich interessiert. Ich liebe alte Dinge und möchte Geschichten erzählen und Gefühle vermitteln. Ich schreibe nachdenkliche Texte zu wichtigen Themen, kombiniere sie aber gerne mit Ausflugstipps, Inneneinrichtung und kleinen Einblicken in den Alltag von mir und meiner Familie. Ich hoffe, du wirst meine bunte Mischung mögen. Wenn du das tust, könntest du sehr gerne den kleinen Herzknopf drücken, den du nach jedem Beitrag findest, so weiß ich worüber ich noch mehr schreiben soll. Und wenn du einen kleinen Kommentar hinterlassen möchtest, ist niemand glücklicher als ich! Ich möchte so gerne wissen, wer du als LeserIn bist. Vielen Dank fürs Lesen, wir sehen uns hier bald wieder. ♡

Lese meinen neuesten Beitrag ♡ hier ♡

Die Menschen die man liebt satt haben

Hej zusammen! Letzte Woche war eine richtige Zuhausewoche, in der sich alle drei Kinder mit Fieber abgelöst haben. Für meinen Teil wurde nicht soviel Arbeit erledigt. Ehrlich gesagt war ich nach einer Woche drinnen mit der ganzen Liga ein bisschen verrückt geworden. Ich hatte das Gefühl, dass meine gesamte Zeit damit verbracht wurde, entweder zu verhindern, dass die beiden großen über die kleinste Sache in Konflikt geraten. Oder damit dass ich den Zweijährigen daran hinderte, irgendwelche seiner todbringenden Ideen durchzuführen. Wie eine Murmel zu essen oder mit einem Bobbycar die Treppe hinunter zu fahren. Allen Respekt für euch alle, die in diesen Zeiten Woche für Woche mit den Kindern zu Hause sind.

Als Mario am Freitagnachmittag von der Arbeit nach Hause kam, war ich ein Wrack von unterdrückter (und sogar ausgelebter) Irritationen und Frustration. Ich dankte ab, drückte Kopfhörer rein, schaltete einen guten Podcast ein und begann zu gehen. So weit weg vom Irrenhaus wie möglich.

Für jeden Schritt weiter weg von zuhause sanken meine Schultern etwas mehr. Und nach einer Weile schaute ich auf und bemerkte, was für ein schöner Frühlingsabend es in unserer kleinen Stadt war.

Der Flieder ist bald in voller Blüte. Mein Lieblingsduft aller Kategorien.

Apfelblüte…

…und der schöne Buchenwald in glänzendem sommerlichen Grün. Fühlt sich an, als würde man Chlorophyll injizieren, wenn man den kleinen Weg durch den Wald geht.

Es ist so notwendig, manchmal wegzukommen. Nur weil man die Menschen die man liebt manchmal satt hat, liebt man sie ja nicht weniger dafür…

…im Gegenteil, wenn man nach Hause kommt und die ganze langhaarige Bande thronend auf einer sonnigen Steinmauer sieht, fragt man sich, wie man auf sie überhaupt irritiert sein konnte.

Und sie rufen „HEJ MAMA“ mit großen winkenden Armen. So als ob man zwei Jahre weg war und sie einen kaum wiedererkennen.

Drinnen hatte Mario Familiens beste Sache vorbereitet, wenn wir es etwas luxuriös machen wollen. Lauter kleine Häppchen von allem was wir mögen. Es ist für jeden etwas dabei und es gibt kein Gejammer. Darüber hinaus kann man vor dem Fernseher essen, auf dem Sofa dicht zusammengedrängt, zur großen Freude der Kinder. Stellt euch vor was so ein kleiner Spaziergang alles verändern kann.

Was möchtest du in diesem Sommer hier lesen?

Jetzt ist die Planung in vollem Gange für alle Sommerbeiträge. Und ich möchte diesen Blog für euch LeserInnen natürlich so gut wie möglich machen und brauche deshalb eure Hilfe! Was willst du diesen Sommer hier lesen? Etwas Besonderes wo du Tipps haben willst oder worauf du neugierig bist? Welche Sorte von Beiträgen gefällt dir am besten? Du kannst mir auch eine Frage stellen, so kann ich eine kleine Frage-und-Antwort-Liste zusammenstellen. Kommentiere direkt hier oder auf Facebook oder schreib mir ein Mail an info [at] frauschweden [Punkt] de. Wäre dir sehr dankbar für deine Antwort. ♡

Corona: Dinge die ich vermisse, nicht vermisse, nicht vermissen werde und nicht vergessen werde

Die sehr inspirierende Seite manrepeller.com machte eine Art Liste, die die Gefühle rund um Corona zusammenfasste und ich denke dieses Konzept schlicht und einfach zu stehlen.

Hier ist meine Liste, Bitteschön:

Dinge, die ich vermisse:

  • An einem sonnigen Sommerabend auf einer überfüllten Restaurantterrasse zu sitzen, ohne mehr darüber nachzudenken.
  • Die Hände schütteln, wenn man eine neue Person trifft. Es ist irgendwie so menschlich und es gibt nichts, was es ersetzen kann.
  • Seine engen Freunde zu umarmen.
  • Soziale Zusammenkünfte, spontane und geplante, die eine Menge neue Energie geben.
  • Glückliche Menschen auf der Straße.
  • Das Gemurmel vieler Leute, die eine nette Zeit in einem Restaurant haben.

Dinge die ich nicht vermisse:

  • Menschen umarmen, die man kaum kennt.
  • Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die mehr Stress als Bedeutung erzeugen.
  • Updates auf Instagram mit Fotos von weit entfernten Reisen.
  • Das Gefühl, Dinge zu versäumen, nicht ausreichend zu sein für alles was man machen will für andere und für einen selbst.

Dinge die ich nicht vermissen werde:

  • Den Atem anzuhalten, wenn man an einem Fremden vorbei läuft.
  • Umwege im Kaufhaus gehen, um mit niemanden zusammen zu stoßen.
  • Die trockenen und aufgesprungenen Hände der Kinder.
  • Das Gefühl von Handdesinfektionsmittel in blutenden rissigen Wunden.
  • Der polarisierende und gehässige Ton, der überall aussickert, wo jeder denkt zu wissen, was niemand wirklich weiß.

Dinge die ich nicht vergessen werde:

  • Als ich, an einen frühen Zeitpunkt der Pandemie die Hand ausstreckte, um einen neuen Bekannten zu begrüßen, und ich auf einen Ellenbogen traf.
  • Als meine Tochter mich fragte, ob ich an Corona sterben würde.
  • Wie die Menschen sich gegenseitig in der Krise unterstützen, all die schönen Initiativen die überall gestartet werden, all den Einfallsreichtum den wir alle in uns haben.
  • Dass, wenn sich die Dinge zuspitzen, es so unglaublich deutlich wird, was wirklich etwas bedeutet.

Wie sieht deine Liste aus? ♡

Die schönste Zeit des Jahres ist hier

Ich habe Elisabeth gerade zur Schule geschickt, Julius ist mit etwas Fieber zuhause. Der Rest der Familie schläft noch eine kurze Weile. Das Haus ist so ruhig, wie es sonst fast nie ist, und das gibt meinen Gedanken Zeit, sich ein wenig auszudehnen. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Corona-Krise bis hierhin viele Schweden im Allgemeinen glücklicher gemacht hat. Später werden sicherlich andere Informationen kommen, wenn die wirtschaftlichen Konsequenzen klarer werden und die Ängste vielleicht noch greifbarer werden. Aber für viele, auch für uns, hat sich das Leben etwas beruhigt. Fast nichts geschieht, weil so viel eingestellt wurde. Das ewige Jonglieren von Aktivitäten, Arbeit und gesellschaftlichen Treffen wurde gedämpft, die Anforderungen sind so viel geringer. Das Einzige Wichtige wird immer klarer, dass wir zusammenhalten und dass es meiner Familie gut geht.

Ich denke, wir setzen mit den Lichtblicken im Alltag von gestern fort. Wie so oft hier im Norden ist der Frühling in sehr kurzer Zeit explodiert. Zuerst ist es trübe, tot und trostlos für sechs Monate und dann kommt das ganze Grün und die Vegetation in ein paar Tagen und verändert die ganze Stimmung. Jetzt ist die schönste Zeit des ganzen Jahres da. Unsere kleine Stadt ist komplett eingebettet in schieres Blätterwerk, Tulpen und Kirschblüten. Oder wie hier, diese Traubenkirsche, die uns begrüßt, wenn wir die Tür öffnen.

Bei unserem Nachbarn, der ein sehr schöner Park mit mehreren hundert Jahren auf dem Buckel, ist die Aktivität wirklich im Gange.

Die Magnolie ist in voller Blüte, noch ein paar mehr zitternde Tage.

Der Kiesweg wird von den niedlichen Rentnern, die sich um den Park kümmern, ordentlich gerecht. Und so haben sie natürlich Frühlingszwiebeln gepflanzt.

Letzte Woche haben wir ja wie bekannt unseren Hochzeitstag gefeiert. In Österreich und vielleicht auch in den anderen deutschsprachigen Ländern feiert man offenbar die Rosenhochzeit…

… aber in Schweden wird der 10. Hochzeitstag Zinnhochzeit genannt. Ich habe ein Paar sehr schöne Zinnkerzenständer anno 1934 von Mario bekommen. Und ein kleines Paket aus meinem Lieblingsladen, Svenskt Tenn. Konnte nicht besser werden.

Am Hochzeitstag selbst regnete es, genauso wie an unserem Hochzeitstag vor zehn Jahren. Aber wir hatten meine Eltern als Babysitter und gegen Abend klärte es sich auf, so begaben wir es uns auf einen Spaziergang durch ein ödes Göteborg. Im Bältesspännarparken fühlte es sich an, als wären wir in Amsterdam gelandet.

Könnt ihr spüren, wie frisch die Abendluft nach dem Regen ist?

Einer der besten Orte Göteborgs, wenn man mich fragt, der Stadtpark Trädgårdsföreningen. Ich mag den Kontrast zwischen dem neuen und dem alten Schild hier am Eingang. Es ist ein herrlicher Park aus der Jahrhundertwende, mit großen antiken Gewächshäusern, die mit tropischen Pflanzen gefüllt sind, und dann gibt es ein schönes Café, Spielplätze und unglaubliche Bepflanzungen natürlich. Eine perfekte kleine Oase mitten im Zentrum.

Letzten Sonntag waren wir auf Orust, um unsere kleine Baustelle dort zu überprüfen. Die Kinder drehten eine kleine Runde auf der Fähre auf dem Weg nach Orust und wir fühlten, dass der Sommer ganz in Reichweite war.

Unser Kirschbaum, den wir letztes Jahr gepflanzt haben, blüht schon in diesem Jahr und der Ausbau ist langsam fertig, zumindest äußerlich. Wir haben alte Fenster und Türen gekauft, damit es sich gut in den ursprünglichen Teil einfügt.

Drinnen sieht es im Moment so aus. Nicht ganz fertig vielleicht, aber eine schöne alte Tür an Ort und Stelle. Liebe es, dass die Schwelle nach all den Jahren in seinem letzten Haus so abgenutzt ist. Es wird so schön werden. Hoffe ihr habt einen guten Tag. ♡

König Edward hält Hof

Unser jüngster, Edward, ist 5,5 bzw. 7 Jahre jünger als seine großen Geschwister. Diese Momentaufnahme von gestern ist typisch für das erhabene Leben, das er lebt. Seine Geschwister lieben ihn wirklich und sie machen alles, um den kleinen König bei guter Laune zu halten. Hier haben sie einen „Thron“ aus Kissen angeordnet und ihm sein Lieblingsfrühstück serviert, Joghurt und Omas hausgemachte Himbeermarmelade, auf einem kleinen Holztablett. Und haben ihm den Fernseher eingeschaltet, natürlich mit seiner Lieblingssendung Pippi Langstrumpf. Edward ist nicht besonders beeindruckt oder dankbar, sondern findet das Ganze vollkommen angemessen. Wo wird das alles Enden, kann man sich fragen?

So bringst du deinen 2-Jährigen dazu, mehr zu trinken

Hallo zusammen, an diesem regnerischen Montagmorgen! Es gab eine Menge Reaktionen auf meinen letzten Beitrag über Schweden und die Corona-Krise. Viele Menschen denken natürlich, dass Schweden falsch liegt und dass ich das verstehen sollte, dass es naiv und egozentrisch ist zu schreiben, dass ich froh bin, in Schweden zu leben. Aber manchmal scheint es den Leuten schwer zu fallen, zwei Gedanken gleichzeitig in den Köpfen zu halten. Ich weiß natürlich, so wie alle anderen auch, wie schrecklich diese Krise ist, wie die Menschen leiden und wie wir alle direkt oder indirekt von der Pandemie betroffen sind. GLEICHZEITIG vertraue ich darauf, wie unsere Experten mit der Krise umgehen, und bin froh, dass meine Kinder in der Schule sein dürfen. Keiner von uns hat die Antwort auf das, was am besten funktioniert, aber viele haben einen sehr harten und polarisierenden Ton.

Wie auch immer, wir verlassen die Corona-Krise und kommen zu einem anderen wichtigen Thema. Wie bringt man seinen Zweijährigen eigentlich dazu, ordentlich zu trinken?

Nun, alle unsere Kinder haben ihre eigene Tasse mit einem kleinen Tier auf dem Boden. Man gießt einfach eine Flüssigkeit ein (vorzugsweise keine transparente)…

Und dann hat das Kind eine große Motivation aus zu trinken, weil es das kleine Tier wiedersehen will. Edwards Becher enthält natürlich sein Lieblingstier, einen Hund.

Der Saft ist getrunken und alle sind glücklich, Edward kann wieder sein Lieblingsbuch über Peppa Wutz lesen. ♡

Mein Donnerstagmorgen

0

Der Tag begann damit, dass wir alle etwas zu spät aufwachten und ich fühlte mich die ganze Zeit einen Schritt hinterher. Da wir gestern Abend nicht zu Hause waren, hatte ich nicht die üblichen Vorbereitungen getroffen, welche den Morgen etwas erleichtern und reibungsloser machen. Oh Gott, was für einen Unterschied das macht, habe ich entdeckt. Musste gefrorenes Brot für das Kinderfrühstück direkt auf dem Herd erhitzen (warum haben wir keinen Toaster?), herumlaufen und die Turnbeutel der Kinder suchen, den Julius nach den neuen Worten von der Hausaufgabe befragen, und gleichzeitig Handschuhe, Mützen und Jacken finden, die wie eine Hindernisbahn im ganzen Haus verstreut lagen. Puh. Kurz bevor wir gingen, schaute ich in den Spiegel, bemerkte dass ich eine total komische Frisur hatte. Ich konnte aber keinen Mütze oder Schal finden, um sie zu verstecken, also versuchte ich, das Schlimmste flach zu drücken und so waren wir auf dem Weg. Als ich den Kinder auf Wiedersehen winkte, traf ich natürlich einen Bekannten, der in die gleiche Richtung musste und von seinem Fahrrad absprang, um mit mir zu gehen. Ganz nett, aber gerade heute fühlte ich mich wie eine Mischung aus der Mutter in den Simpsons und einem Troll mit meiner Frisur und wäre am liebsten allein gewesen.

Jetzt bin ich auf jeden Fall zu Hause, habe mich gekämmt und ein paar Liter Kaffee gekocht. Werde versuchen, den Tag mit effektiver Arbeit zu beginnen, weil am Nachmittag um 14 Uhr in Edwards Kindergarten ein Luciafest ist. Unser Kleiner Mann sollte da Lebkuchenmann spielen, es wird so niedlich werden alle die kleinen Leben zu sehen. Ich möchte morgen ein wenig mehr über die Lucia Feierlichkeiten schreiben, da ist ja der eigentliche „Luciatag“, schau doch gerne dann wieder vorbei. ♡

10 Highlights für die Tiere in den 10er Jahren

In der Zukunft werden wir die Behandlung von Tieren durch unsere postmoderne Gesellschaft als eine große Schande ansehen, davon bin ich überzeugt. Die Sklaverei unserer Zeit. Fleisch, das früher ein gewaltiger Luxus war, sieht man heute als absolut normal an und es wird viel und oft konsumiert. Wir leben nicht in der Ungewissheit über die Lebensbedingungen der Tiere in großen Massenproduktionen. Alle haben Bilder von den riesigen „Fabriken“ gesehen, in denen die Tiere gehalten werden. Wo ihnen jede Form von Würde vorenthalten wird und wo sie nur existieren, um so schnell und effektiv wie möglich zu Koteletts oder Filets umgewandelt zu werden. Ich denke, die große Mehrheit scheut diese Bilder. Es tut uns weh zu sehen, wie andere fühlende Lebewesen völlig ohne Respekt behandelt werden. Aber anscheinend nicht genug, um dem ein Ende zu bereiten. Es fühlt sich schwer an daran zu denken, aber es gibt Licht im Dunkeln. Vegetarische und vegane Ernährung wird immer mehr normalisiert und die Möglichkeiten für diejenigen, die weniger Fleisch oder darauf verzichten wollen, nehmen zu. Hier kommen zehn gute Neuigkeiten für die Tiere, aus dem vergangen Jahrzehnt, nämlich:

1. Dass die Käfighaltung von Hühnern weiter abnimmt: Zum ersten Mal in der Neuzeit gibt es in Schweden weniger als eine Million Hühner, die in Käfigen gehalten werden. Mehr als 65 schwedische Unternehmen haben sich gegen Eier entschieden die von Hühnern kommen die es am schlimmsten haben.

2. Dass das schwedische Parlament ein Verbot des sexuellen Missbrauchs von Tieren eingeführt hat.

3. Dass Lex Maja im April 2019 Realität wurde. Das ist ein Gesetz das es Gesundheitsfachleuten (Pflegepersonal) erlaubt, die Schweigepflicht zu verletzen, wenn sie vermuten, dass ein Tier in Schwierigkeiten ist oder nicht artgerecht gehalten wird.

4. Dass Elefanten und Seelöwen in Zirkussen in Schweden verboten wurden.

5. Dass der schwedische Landwirtschaftsrat ein Kompetenzzentrum eröffnete, mit dem Ziel, die Zahl der Tiere, die für Tierversuche ausgesetzt werden, zu reduzieren.

6. Dass die Kastration ohne Betäubung von Schweinen ab dem 1. Januar 2016 in Schweden verboten ist.

7. Dass die EU ein Handelsverbot für tiergeprüfte Kosmetika eingeführt hat.

8. Dass mehr als die Hälfte der schwedischen Gemeinden am Ende des Jahrzehnts auf der „Pang-Liste“ stehen, eine Liste von Gemeinden, die sich der Verwendung von Feuerwerkskörpern enthalten oder diese einschränken.

9. Dass mehr als 750 Unternehmen dem „Fur Free Retailer Program“ beigetreten sind, oder der pelzfreien Liste, wie es in Schweden genannt wird.

10. Dass die Bürgerinitiative „End the Cage Age“ mehr als 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat, eine der größten Kraftansammlungen für Nutztiere in Europa überhaupt.

(Quelle: Djurens Rätt, Schweden.)

Hoffe auf viele mehr gute Neuigkeiten in den 2020er Jahren für die Tiere! Alles andere wäre völlig undenkbar, oder?

Der erste Schnee ist gefallen + Schau rein in unser Esszimmer

Hej zusammen! So sah es aus, als die Kinder und ich heute Morgen zur Schule gingen. Nachdem ich die Woche damit begonnen hatte zu schreiben, dass dies der wärmste Winter war den ich je erlebt habe, kam die Kälte direkt mit einer Nachricht. Seitdem hat es immer wieder geschneit. Die Kinder versuchen, Schneebälle zu formen und wollen die Schlitten herausziehen, aber die Schneedecke ist noch nicht tief genug.

Wir haben den Speisesaal fertig eingerichtet und jetzt ich wollte euch zeigen, wie der Rest des Raumes aussieht.

Hier steht der Schrank der Schränke an seinem Platz. Und hier habe ich eine Zeichnung eingerahmt die Julius gemacht hat, ich fand sie so schön. Die Tür geht in Richtung Küche.

Zwei große Fensterbereiche sorgen dafür, dass der Raum jetzt immer heller und heller wird, wenn die Sonne es schafft zu scheinen.

In der anderen Ecke ist die Tür zu unserem Schlafzimmer.

Das ist Marios Stolz, ein Barschrank, den er für 40 Euro auf einem Flohmarkt gekauft hat. Die Kerosinlampe und Messingkerzen sind auch Flohmarktfunde und das Gemälde sowie die Vase stammen aus einem unserer ehemaligen Häuser. Es ist wirklich ein behagliches Zimmer und bald zünden wir alle Kerzen an und haben bald unseren gemütlichen Freitagabend mit den Kindern! ♡

Für alle Herzen

Morgen ist Valentinstag, der hier in Schweden Alla hjärtans dag („Tag aller Herzen“) genannt wird. Ein Tag mit einem bitteren Nachgeschmack, finde ich. Teilweise erinnere ich mich an die Schulzeit, als wir Schüler einander Nelken schicken konnten. (Es war also die Schule, die dies arrangiert hat, hoffentlich sind solche idiotischen Arrangements bereits ausgerottet?) Einige bekamen nicht eine einzige, andere trugen einen großen Blumenstrauß nach Hause, wie eine Art Beliebtheitstrophäe. Die Tatsache, das zusätzlich ein Haufen Produkte hergestellt werden, die nur für diesen einzigen Tag verkauft und dann verstaut oder weggeworfen werden, ist wohl die Höhe der Verschwendung? Mit all dem gesagt, kann es nie falsch sein, sich ein wenig extra um seine Liebsten zu kümmern. Es muss nicht schwierig oder teuer sein.

Ich habe herzförmige Zimtschnecken für die Kinder gebacken, die wir morgen im Zug nach Stockholm haben werden.

Hallo, geliebtes Kind ♡

Und Julius, der zum Frühstück immer Joghurt mit Honig isst, kann es ein wenig extra schön bekommen. (Super einfach, tröpfle einfach kleine Tropfen rauf und ziehe einen Zahnstocher hindurch, beginne in der Mitte und nicht anhalten, bis alle Tropfen durchgezogen sind.)

Funktioniert genauso gut mit der Lieblingsmarmelade des kleinen Mannes, Himbeermarmelade.

So jetzt packen wir, weil morgen früh fahren die großen Kinder und ich nach Stockholm, um meinen Bruder und seinen Sohn zu besuchen. Natürlich bekommt ihr bald einen Bericht von dort. ♡

Die Woche in Bildern

Schon wieder Freitag? Fühlt sich an, als hätte ich nur Zeit gehabt um einmal zu blinzeln seit letzten Freitag. Wie auch immer, es war eine schöne Woche, mit einer Menge lang ersehnter Sonne und Licht.

Wenn die Kinder und ich morgens zur Schule gehen, ist es nicht mehr eine schwarze Wand die uns begegnet, was unsere Schritte so viel leichter macht. Heute Morgen sind wir fast dahingehüpft und haben Pläne für den Abend gemacht. (Vergleiche das mit Dezember, wenn wir in aller Stille aufbrechen, mit dem Gefühl als wären wir drei Nachtwanderer).

Wir kommen am alten Kaufmannshaus vorbei. Heutzutage beherbergt es Wohnungen, aber was würde man nicht alles geben für eine Zeitreise, in die Zeit zurück als es noch ein Kaufhaus war?

Wir begrüßten das kleine Mädchen, welches das Tor schmückte. Warum sollte es auch nur schön im Bücherregal sein? Hier draußen haben doch so viele mehr Freude daran.

Jetzt haben wir nicht mehr viele Schritte bis zur langen Treppe, wo wir uns verabschieden und ich wieder umkehre in Richtung Büro.

Zeit für mich die Arbeit zu beginnen. Diese Woche habe ich geschrieben und geschrieben, viele lustige, aber bisher geheime Projekte in der Pipeline.

An einem Tag fuhr ich nach Alingsås, um meine Kusine Åsa zu sehen. Bin immer zu 100 Prozent glücklich, sie zu treffen, obwohl die Gesprächsthemen von traurigster Trauer bis hin zu Zukunftsträumen und Pep reichen können. ♡

Wir spazierten in der hohen Wintersonne über gefrorene Felder. Einer war leider nicht gefroren genug und ich sank mit meinen ganz neuen Stiefel in den Sumpf.

Zum zweiten Mal in Folge im Februar (kann wohl jetzt als Tradition angesehen werden?) besuchten wir Nolbygårds Ekocafé. Dort gibt es wie bekannt Semlor und hier habe ich den schmackhaftesten besten Semla bekommen den ich je gegessen habe. Mit extra feiner Mandelmasse, perfektem Hefebrötchen und auch gerösteten ganzen Mandeln, die in der Sahne stecken. Oh mein Gott, so gut.

Es ist wirklich ein Fünf-Plus-Café.

Sehr schön dekoriert und so feines, handwerkliches Gebäck mit Biozutaten. Hier auf dem Holzofen servieren sie den Kaffee in älteren Porzellantassen, und man kann nachfüllen so lange man will.

Nebenan befindet sich das Baudenkmal-Geschäft Haus zu Haus (byggnadsvårdsbutiken Hus till Hus). Vollgepackt mit Sachen für alte Häuser. Es bietet alles von renovierten Holzöfen, Straßenlaternen, Möbeln und alten Fenstern mit mundgeblasenem Glas. Ich suchte eine Tür für unsere Sommerhütte, aber ich konnte dieses Mal keine finden.

Es war dennoch wunderbar dort herumzulaufen und alles Schöne zu betrachten, das man gepflegt hat und das jetzt neues Leben in ein anderes Haus bringen kann. Jetzt ist es bald an der Zeit, die Kinder abzuholen und Freitagabend zu arrangieren. Der eine will absolut Pizza haben und der andere nichts als Tacos. Also Taco-Pizza zum Abendessen jemand? Wie auch immer, ich wünsche dir einen richtig schönen Freitag. Morgen schreibe ich über mein großes Vorbild, wir hören uns dann!

Edward 2 Jahre – das i-Tüpfelchen

Gestern wurde er, wie bekannt, zwei Jahre alt, unser verwöhnter kleiner Troll mit zerzauster Frisur und molligen Fingern. Es ist leicht sentimental zu werden, wenn ich über alles nachdenke, was er für unsere Familie bedeutet. Er ist von uns allen so von Liebe überschwemmt, dass man darüber nachdenken kann, was es mit seinem Selbstbild macht. Wird es vielleicht zu grandios? Mit den beiden älteren Kindern, erinnere ich mich, dass diese Zeit mehr anstrengend war, mit all dem Trotz und Müdigkeit. Das ewige Aus- und Anziehen (unter ständigen Protesten), Windeln wechseln, trocknen, waschen. Es spielte sicher eine Rolle, dass ich da zwei hatte, die etwa das gleiche erforderten. Aber dieses Mal weiß ich auch, dass diese Zeit bald vorbei ist, er ist auch mein letztes Baby und kann übrigens nicht einmal mehr Baby genannt werden. Die großen Kinder (die ungefähr einmal pro Minute eine Auseinandersetzung haben) weisen unendlich viel Geduld mit ihrem kleinen Bruder auf. Sie zeigen und erklären, wie die Welt zusammenhängt. Sie lassen ihn machen, wenn er ihre Sachen kaputt macht und geben ihm viel zu komplizierte Anweisungen, wie man sie wieder repariert. Sie halten seine kleine Hand, während er mühsam seinen Weg über unsere Steintreppe zur Straße hinunter geht, und schauen genau, dass kein Auto kommt, bevor sie ihn loslassen. Wenn er seine Wutanfälle bekommt, ist es schwer, sich das Lachen zu verkneifen. Die Wut kommt nicht mehr so ​​zu mir wie früher, wir lächeln meistens darüber wie süß er aussieht wenn er wütend ist. Manchmal ist er beleidigt und sieht mich mit seiner runzligen Stirn und dem rebellischen Blick in seinen Augen an, den nur Zweijährige haben. „Aufhören Mama“.

Unser i-Tüpfelchen -> Edward 2 Jahre -> jetzt auf dem Blog

Edward wurde königlich gefeiert, mit einer Meringue-Torte, Luftballons und Paketen. Seine Geschwister sind viel besser vorbereitet als wir, seit Wochen haben sie unter großer Geheimhaltung in ihren Zimmern gebastelt. Perlenketten, selbstgemachte Karten und Zeichnungen mit allen seinen Lieblingssachen drauf. Zu meinem großen Stolz gingen sie sogar eines Tages auf den Flohmarkt und kauften ihm ein schönes Puzzle. Das haben sie mit soviel Klebeband eingewickelt, dass es für Edward unmöglich war zu öffnen. An diesem Wochenende setzen wir das Feiern unseres kleinen Mannes fort, der unsere Familie komplett gemacht hat, das i-Tüpfelchen. Und der mein Herz in seiner kleinen knubbeligen Hand hält. ♡

Willkommen März und das ultimative Freiheitsgefühl

Gestern begrüßten wir den März mit einem kleinen Spaziergang rund um unseren nächsten See. In unserer kleinen Stadt gibt es einen sehr zentralen Freiluftbereich mit Wanderwegen und Joggingstrecken in einer wirklich ursprünglichen Umgebung. So schön, die Stadt nicht verlassen zu müssen, um in die Wildnis zu gelangen.

Zum ersten Mal ließen wir Edwards Kinderwagen zu Hause. Das muss wohl das ultimative Freiheitsgefühl eines Elternteils sein? Ich hätte mich zu Tode gelacht, wenn ich das mit zwanzig gehört hätte.

Edward kämpfte und stampfte den kleinen Weg um den See, einen knappen Kilometer.

Wenn man sein großen Geschwister und ihre Freunde dabei hat, geht es definitiv einfacher, die Kleinen vorwärts zu locken…

Und wenn man etwas weiter vorne einige Tiere sieht, hilft das auch als Motivation.

Diese waren zu 100 Prozent farblich mit den Graustufen der Umgebung abgestimmt. Die letzten Meter mussten wir mit einem Imbiss locken. Wir haben uns in das kleine Café am See gesetzt.

Mit roten Wangen vom Wind und mit zerzauster Frisur von der Mütze.

Die Kinder bestellten das wohl beste Comfort Food, das es gibt. Heiße Schokolade und Toast. Weich, freundlich und warm, kann nichts schief gehen.

Willkommen März, einer meiner Lieblingsmonate (vielleicht ein wenig, weil ich da Geburtstag habe), aber auch, weil es der erste Frühlingsmonat ist, mit all den schönen Dingen die vor uns liegen. ♡

Du sollst ein Panoramafenster bekommen

An diesem Wochenende ist eine der bedeutendsten Schwedischen Dichterinnen gestorben, Kristina Lugn. Dies ist mein Lieblingsgedicht von ihr, das alles zusammenfasst, was wichtig ist und das ich meinen Kindern geben möchte. Ich habe versucht, es für euch zu übersetzen (kann bereits existieren, aber ich kann keine Übersetzung finden), in der Hoffnung, dass es ihre erstaunliche Sprache und Weisheit vermitteln kann. Das Bild zeigt Elisabeth, 2 Tage alt. ♡

Du sollst ein Panoramafenster
als Kindergeld bekommen.
Der Sternenhimmel wird
deine Wohnzimmertapete sein
und Mozart schreibt die Musik.

Du wirst ein Zuhause bekommen,
dass dich liebt.
Du wirst einen Sinn
für Humor bekommen.
Und Strindbergs
gesammelte Werke.

Mein Geschenk an dich ist,
dass du viele Sprachen sprechen
wirst und alle verschiedenen
Wetterbedingungen ertragen kannst.

Du wirst guten Bodenkontakt bekommen
und eine schwindelerregende
Deckenhöhe mit Stuckaturen.
Du sollst ein Leben haben,
das dir alles vergibt.

Du sollst stets klar denken können.
Und stark im Gefühl.
Du sollst Spaß haben.
All das steht in der
Hausratversicherung.
Ich werde dich in Ruhe lassen.

Meine Unterhaltszahlung
an dich ist, dass du niemals
aufhörst zu hoffen.
Du sollst ein mutiges Herz bekommen.
Und einen freimütigen Intellekt.

Und gutes Urteilsvermögen.

Diejenigen denen du vertraust
lassen deine Hand nicht los.
Mein Weihnachtsgeschenk für dich ist,
dass, falls du fällst sich die Mitmenschen
darüber freuen werden
dich auffangen zu können.

Ein freundliches Lächeln soll
durch deine gesamte Reise gehen.
Einen Freibrief werde ich senden
von meiner Einsamkeit.
Du sollst überhaupt nichts
von mir erben müssen.
Aber du sollst das
ganze Geld bekommen.

Wünsche dir einen schönen Start in die Woche, wir hören uns morgen! ♡

Wenn die Sonne die Juninacht färbt

Elisabeth und ich bleiben heute noch zu Hause. Das gemütliche Gefühl von gestern ist jedoch weg, da unsere Wärmepumpe gestern Abend beschlossen hat aufzugeben. Also gehen wir umher und frieren ein wenig, aber versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Elisabeth trinkt heiße Schokolade und versteckt sich unter tausend Decken und Kissen auf der Couch. Trotzdem sehnt sie sich immer noch nach Eis, warum haben Kinder immer Lust auf Eis unabhängig der Temperatur? Wie auch immer, die Kälte sowohl drinnen als auch draußen lässt mich vom Sommer träumen und so bin ich beim Durchschauen von Sommerbildern stecken geblieben. Denk dir, all das Wunderbare wo vor uns liegt. In nur fünf Monaten sind wir da, die Natur die jetzt noch reserviert ist, schlägt da aus in vollem Grün und lädt zum Fest des Jahres ein. Wir ziehen dann nach Orust, wo sich das Leben ein bisschen mehr anfühlt. Salzige Bäder, sonnengewärmte Steine, Mückenstiche auf schmale Kinderbeinen und Sonnenuntergänge über goldenen Feldern. Wo wir das Lied hören können, das die Erde singt. Ein Pferd wo seufzt, das Gezwitscher der Vögel als Fond für das Frühstück und die beharrliche Arbeit der Bienen. Schön mit den Veränderungen der Jahreszeiten, das führt dazu das man sich sehnen kann. Und jetzt sehne ich mich nach Sommer und hier kommer einige Bilder von unserem Paradies auf Orust.

Ich bin echt stolz über meine Pfingstrosen die den Umzug von unserem alten Garten in den neuen überlebt haben.

Typischer Sommerlook: Mein randiges Baumwollkleid, Ray-Bans Clubmaster und Baby mit Sonnenhut.

Typischer Sommerlook #2: Gepunkteter Badeanzug, Tattoos und blaue Flecken.

Sommerferien bedeutet Zeit. Zeit, einen Käfig für seinen Tiger zu bauen…

…oder Pfannkuchen zum Frühstück zu machen.

Sonnenschein im Gesicht.

Manchmal verlassen wir unser Paradies um zum Beispiel auf unseren jährlichen Ausflug in das Restaurant Musselbaren in Ljungskile zu gehen…

oder in den Freizeitpark Liseberg in Göteborg.

Zurück auf unserer Veranda…

…und dieser Aussicht. Hier geht die Sonne unter und färbt den ganzen Himmel rosa. Wir sehen die abendlichen Flüge der Schwalben und mit etwas Glück, einige andere Tieren die sich über die Felder bewegen. Elche, Rehe, Füchse oder Kanadagänse. Ein Spektakel, das tausendmal besser ist, als alles was Netflix produzieren kann. ♡

Meine drei Schätze

Seit Jahren habe ich eine große Schachtel gefüllt mit Zeichnungen, Bildern und kleinen losen Notizen über die Kinder und ihren Taten. Kein direktes System, sondern nur eine kleine chaotische Schatztruhe der Erinnerungen. Im Laufe der Jahre hat sich diese Kiste gefüllt und ich habe lange überlegt, etwas mehr strukturierteres zu organisieren. Endlich beschloss ich der Sache ein Ende zu machen und bestellte drei schöne Bücher, eines für jedes Kind.

Ich finde sie sind echt nett geworden! Der Umschlag ist mit einem Gewebe aus 100% Baumwolle eingekleidet und drinnen sind sowohl Plastiktaschen als auch leere Seiten zu füllen. Ich wählte die Lieblingsfarbe jedes Kindes (okay, Edwards musste ich ein bisschen raten) und ihre Namen in Goldtext geprägt. Sie stammen von der schwedischen Firma Bookbinders Design, die schwedisches Design und hohe Qualität vereint. Fühlt sich gut an, dass die Bücher klimafreundlich produziert und alterungsbeständig sind, so dass es den Kindern lange Freude bereiten kann.

Jetzt gilt es nur noch, die Bücher zu füllen. Normalerweise schreibe ich den Kindern jedes Jahr einen kleinen Jahresbrief, also denke ich, dass sie jetzt einen gegebenen Platz hier bekommen. Ich spare auch einige besonders schöne oder wichtige Zeichnungen von jedem Kind. (Wenn ich alle Zeichnungen und Handarbeiten der Kinder, die im Laufe der Jahre vom Kindergarten und Schule nach Hause getragen wurden aufbewahrt hätte, hätte ich ein zusätzliches Zimmer gebraucht.) Gestern Abend habe ich angefangen, durch meine Schatztruhe zu wühlen und war in Gedanken und Erinnerungen versunken. Leicht, nostalgisch zu werden, über die verflogene Zeit. All die süßen Dinge die sie einst sagten und wie klein sie einmal waren. Dies wird wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen, fühlt sich aber völlig okay an. ♡♡♡

Jetzt strömt endlich Licht bei uns zuhause

Hallo Montag! Die Woche begann auf die allerbeste Weise mit der Sonne die in unser Schlafzimmerfenster und durch das ganze Haus strömte. Seit wir im November eingezogen sind, konnte die Sonne nur zwei (!) Mal eindringen. Wir haben einen Berg direkt hinter dem Haus, der viel Licht nimmt und als Schwede ist man ein klein wenig besessen davon, das Licht zu sehen, weil wir es große Teile des Jahres so dunkle haben.

So glücklich werde ich wenn das Sonnenlicht durch unsere alten Fenster reflektiert. Ich habe auch die Gelegenheit genutzt, um ein paar Fotos zu machen, um dir zu zeigen, wie weit wir mit dem Einrichten gekommen sind. Am Samstag hatten wir Gäste und das ist immer eine große Motivation um aufzuräumen und einige nette Details zu verbessern, wo man vorher noch keine Energie hatte.

Erinnerst du dich noch an den Beitrag über meine Inspiration für das Wohnzimmer? Hier ist eine kleine Ecke, wie es geworden ist. Es sind eine Menge Muster, aber das Zimmer ist so groß und hell und kann das schön handhaben, denke ich. Darüber hinaus nahm ich mich selbst beim Wort und kaufte unser erstes großes Ölgemälde. Ich liebe dieses Gemälde von Bobo Wallmansson, der letzten Herbst in Göteborg ausgestellt hat, gerade rechtzeitig zu Marios Geburtstag. Kannst du alle fünf Schimpanse finden? Wir dachten, es sei unsere Familie. ♡

In unserem Esszimmer haben wir einen Spiegel und zwei Wandleuchten anmontiert. Es ist echt toll, wenn man die Kerzen am Abend anzündet, das Messing reflektiert die Flammen wunderschön. Der Kerzenhalter, der auf dem Sideboard steht, ist ein Weihnachtsgeschenk von meinem großen Bruder. Er kommt aus meinem Lieblingsgeschäft in Stockholm, Svenskt Tenn.

Im Anschluss zum Esszimmer liegt die Küche, die ziemlich klein ist. Hier haben wir nur Platz für einen kleineren Tisch mit zwei Stühlen und hier frühstücken die Kinder wochentags. Diese Woche habe ich hauchdünne Vorhänge und eine grüne Schusterlampe aufgehängt, also haben die Kinder es jetzt ein bisschen gemütlicher.

Der Kerzenleuchter in Bronze ist ein Flohmarktfund und das Glas mit Kirschzweige drin kommt aus dem Keller. Unser Haus war ursprünglich eine Apotheke und der Keller ist voll von alten und schönen Gläsern aus dieser Zeit.

Jetzt ist es bald zehn Uhr und ich habe langsam Lust auf das Frühstück. Es ist so schön, erwachsen zu sein und selbst zu entscheiden, wann und was man isst. Von Kindesbeinen an wurde uns eingebrannt, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist und man etwas Gesundes essen sollte. Aber ich bin morgens nie hungrig und es war so befreiend, als ich drauf kam, dass ich selbst entscheiden kann, haha. Heute wird es eine Kardamom-Schnecke und Kaffee, zumindest gesund für die Seele, wenn sonst nichts anderes. Ich hoffe, du hast einen guten Start in diese Woche. ♡

Julius neun Jahre – die Welt wird immer mehr zu deiner eigenen

Heute feiere ich neun Jahre als Mutter. Du und ich, Julius, wir haben als eins angefangen. Haben alles geteilt, sogar den Blutkreislauf. Von diesem umwälzenden Moment, als du auf meiner Brust lagst, waren wir einander immer nahe. Meine Welt war deine Welt. Ich lernte einen klugen Jungen kennen, mit samtigen Augen, unerschöpflicher Energie und starken Gefühlen. Du hast viel und früh geredet und wie wir geredet haben, du und ich. Wie bekannt, so vergeht die Zeit und jetzt lebst du ein wenig mehr in einer Welt, die nicht mir gehört. Genauso wie es sein sollte, werden jetzt andere Personen wichtig für dich. Und für jeden Tag der vergeht wirst du mehr und mehr deine eigene Person.

Aber manchmal bekomme ich einen Einblick in diesen schönen Geist, den du hast. Worüber du nachdenkst, was dich beunruhigt, nach was du dich sehnst. Ich beobachte dich von Zeit zu Zeit, sehe dir zu, wie zärtlich du bist, wenn du deinem kleinen Bruder hilfst, wenn er hinfällt. Oder wie du gewissenhaft eine Fliege vor dem Ertrinken in einer Pfütze rettest. Du befindest dich zwischen der magischen Welt des Kindes und der ernüchternden Sicht des Erwachsenen auf die Existenz. So groß und so klein. Sicherheitshalber und nur für den Fall, schreibst du einen Brief an den Osterhasen und sagst ihm, dass du dieses Jahr keine Süßigkeiten isst und dass du deshalb lieber Geld im Osternest haben möchtest falls das in Ordnung geht. Die Nachttischlampe sollte am Abend eingeschaltet sein, einen Scheinwerfer direkt ins Gesicht brauchst du um einschlafen zu können, um die Monster auf Distanz zu halten.

Gleichzeitig bist du dir auf einer neuen Weise bewusst was in der Welt geschieht, und du kämpft darum, deinen kleinen Teil davon zu erobern. Ich denke an all die Gefühle, die du hast, die ich nicht mehr teile, Gedanken die nicht immer auf die gleiche Weise aus dir sprudeln. Wie du vielleicht manchmal jemand anderes sein musst. Du schließt dich ein, hörst ein Hörbuch in deinem Zimmer, spielst einen Ball gegen die Wand. Denkst nach. Dennoch glaube ich, dass unsere Liebe zu dir genug ist, damit du dich getragen fühlen kannst, das Gefühl hast, dass du so sein kannst wie du bist, hier bei uns.

Heute Morgen weckten wir dich mit Gesang und Frühstück im Bett. Und du dachtest, es wäre der beste Tag der Welt…

…weil du die lang ersehnte Ronaldo Fußballkarte bekommen hast.

Herzlichen Glückwunsch an dich, Julius, und an mich, wo schon seit neun Jahren deine Mama sein darf. Du hast mich verändert, meine ganze Welt in jeder erdenklichen Farbe gemalt. Und erfüllte sie mit mehr Angst und mehr Liebe, als ich es mir an diesem kalten Donnerstag vor neun Jahren jemals vorstellen konnte.

Aktuell