Mein Donnerstagmorgen

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Der Tag begann damit, dass wir alle etwas zu spät aufwachten und ich fühlte mich die ganze Zeit einen Schritt hinterher. Da wir gestern Abend nicht zu Hause waren, hatte ich nicht die üblichen Vorbereitungen getroffen, welche den Morgen etwas erleichtern und reibungsloser machen. Oh Gott, was für einen Unterschied das macht, habe ich entdeckt. Musste gefrorenes Brot für das Kinderfrühstück direkt auf dem Herd erhitzen (warum haben wir keinen Toaster?), herumlaufen und die Turnbeutel der Kinder suchen, den Julius nach den neuen Worten von der Hausaufgabe befragen, und gleichzeitig Handschuhe, Mützen und Jacken finden, die wie eine Hindernisbahn im ganzen Haus verstreut lagen. Puh. Kurz bevor wir gingen, schaute ich in den Spiegel, bemerkte dass ich eine total komische Frisur hatte. Ich konnte aber keinen Mütze oder Schal finden, um sie zu verstecken, also versuchte ich, das Schlimmste flach zu drücken und so waren wir auf dem Weg. Als ich den Kinder auf Wiedersehen winkte, traf ich natürlich einen Bekannten, der in die gleiche Richtung musste und von seinem Fahrrad absprang, um mit mir zu gehen. Ganz nett, aber gerade heute fühlte ich mich wie eine Mischung aus der Mutter in den Simpsons und einem Troll mit meiner Frisur und wäre am liebsten allein gewesen.

Jetzt bin ich auf jeden Fall zu Hause, habe mich gekämmt und ein paar Liter Kaffee gekocht. Werde versuchen, den Tag mit effektiver Arbeit zu beginnen, weil am Nachmittag um 14 Uhr in Edwards Kindergarten ein Luciafest ist. Unser Kleiner Mann sollte da Lebkuchenmann spielen, es wird so niedlich werden alle die kleinen Leben zu sehen. Ich möchte morgen ein wenig mehr über die Lucia Feierlichkeiten schreiben, da ist ja der eigentliche „Luciatag“, schau doch gerne dann wieder vorbei. ♡

Bericht von der anderen Seite

Ja, Freitag, Freitag, Freitag!!! Heute ist die Welt wieder weich, einladend und hoffnungsvoll. Nach dem Neujahr bin ich oft so motiviert für das neue Jahr und all die Veränderungen die stattfinden sollten. Ich vergesse, dass Januar und Februar hauptsächlich aus dem Bekämpfen von Erkältungen und anderen Viren bestehen. Kälte und Dunkelheit sowohl am frühen Abend als auch morgens, wenn wir uns auf den Weg machen.

Aber jetzt sind wir drüben auf der anderen Seite! Es ist hell, wenn wir von zu Hause gehen und hell am Nachmittag, wenn die Kinder von der Schule kommen. Wollte dieses weiche Gefühl einfangen, dass alles in Ordnung ist und gehe ohne Make-up in Marios altem Pullover und mit einem schlampigen Knoten in den Haaren herum. Sitze an unserem sonnigsten Fenster und arbeite, aber lasse die Gedanken frei wandern. Ich bekomme wieder Lust, Dinge zu tun. Raus und hier in der Nähe von uns aufs Land radeln, einen Baum auf Orust pflanzen, auf neue Sachen zum Backen und Kochen kommen, Schlittschuhlaufen,…

Dieses Wochenende werden wir ein wenig mehr für unseren kleinen Mann feiern. Vielleicht werde ich meinen Zitronenkuchen mit Meringue-Decke backen? Gehört zu den schmackhaftesten Kuchen die ich kenne, ist so frühlingshaft und luftig.

Komme drauf, dass ich vergessen habe, euch zu sagen, dass mein zweiter Beitrag als Gastblogger schon seit einer Weile draußen liegt. Einige weitere Tipps für Stockholm, über die ich hier nicht geschrieben habe, sind dort zu finden, also schaut doch gerne hier bei Schwedenstube nach. Damit wünsche ich euch ein tolles Wochenende! ♡

Letzte Woche in Bildern

Ich begann die Arbeitswoche in einer neuen Bluse, die trotz des kalten Wetters, das wir in letzter Zeit hier oben hatten, ein wenig Frühlingsgefühle hervorrief. Abgesehen vom Nachholen der Arbeit von der letzten Woche als die Kinder krank waren, habe ich auch zuhause ein wenig eingerichtet…

…und endlich einen Vorhang im Schlafzimmer aufgehängt, den ich schon länger Daheim liegen hatte.

Bei unserem kleinen Flohmarkt hier auf der Straße fand ich etwas, das ich schon lange gesucht hatte, nämlich zwei kleine Nachttischlampen zum auf die Wand montieren.

Finde sie sehr nett und sie atmen ein wenig 1930-Jahre in ihrem Design. Eine einfache Möglichkeit, ein Hotelgefühl im Schlafzimmer zu schaffen. Knapp 5 Euro für beide, die ich bezahlt habe, also ein echtes Schnäppchen.

Ein kleiner Spiegel durfte auch daneben an die Wand kommen und jetzt fühlt es sich hier ein bisschen schöner an, etwas mehr gemütlicher.

Die Kinder haben gespielt und verwüstet wie nie zuvor, als ob sie alles einholen mussten nach einer Woche verpasster Bewegung zu Hause. Der Höhepunkt für Elisabeth war die Steckenpferd-Party im Garten einer Freundin…

…und das Highlight für mich war dieser Strauß aus Vergissmeinnicht, den sie am vergangenen Freitag auf Orust für mich gepflückt hatte.

Muss wohl eine der schönsten Blumen sein, die es gibt, schlägt alle Schnittblumen der Welt. ♡

Ein Kindheitstraum wird wahr

Hej zusammen! Wie geht es euch? Hier bei uns merken wir, dass jetzt in der zweiten Welle mit strengeren Einschränkungen viele traurig und hoffnungslos sind. Im Frühjahr konnte man noch draußen sein, sich treffen und sich auf das Licht und den Sommer freuen. Es fühlt sich schwer an, in die dunkelste Zeit des Jahres zu kommen, mit Dunkelheit sowohl in der Weltsituation als auch im Geist. ABER auch wenn nicht alles wie gewohnt ist, gibt es sehr viel Schönes auf das man sich konzentrieren kann, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Ich denke, es könnte ein eigener Beitrag werden, über alles, was wir noch haben und genießen können. Es gibt eine Zeit jenseits der Pandemie, es gibt helle Lichtpunkte, die die Dunkelheit vertreiben.

Heute wollte ich euch einfach nur Hallo sagen von Orust und meinem Aussicht vom Arbeitstisch.

Es ist heute hier draußen sonnig, frostig und atemberaubend schön.

Auch die runtergefallen Äste und das Unkraut hinter der Hütte ist schön in seinem Frostkleid.

Ich sitze und schreibe mitten in der Bauunordnung…

…aber das spielt keine Rolle, weil unser Holzofen endlich installiert und fertig ist! Wir brennen mit voller Fahrt, und jetzt holt das Knistern des Feuer mein Tastaturgeklapper ein. Ich habe von einem Holzofen geträumt, seit ich ein Kind war (ich weiß, seltsamer Traum für ein Kind, aber ich dachte, es sah so gemütlich aus in den Filmen über die Bullerbü-Kinder.) Hoffe, ihr habt einen wirklich schönen Freitag! ♡

Sinnloses Bloggen in Corona-Zeiten?

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Es ist schwer, jetzt zu schreiben. Ich schreibe und lösche, schreibe und lösche wieder. So viele Menschen auf der ganzen Welt, die leiden und ihre Lieben verlieren. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen, die ihren selbstverständlichen Platz als die größten Helden der Gesellschaft zurückerobern, die aber auch mit knappen Ressourcen und Überbelegung zu kämpfen haben. Da fühlt es sich so lächerlich an, über unseren Alltag hier zu schreiben, der zwar begrenzt ist, aber im Großen und Ganzen privilegiert und verschont.

In den sozialen Medien verbreiten viele Menschen ihre Sorgen und Ängste. In bösartigen Kommentaren und ermahnenden Forderungen an Fremde. Ich mache mir auch Sorgen um meine Lieben die zur Risikogruppe gehören. Für die Kinder und ihre Zukunft, und welche Konsequenzen noch kommen, abgesehen von ihren trockenen, kaputtgewaschenen Händen.

Aber meine Stärke war immer schon, die Schönheit der Existenz zu sehen. Die Lichtschimmer, die es trotz allem gibt. Wie Menschen einander zu Hilfe eilen, Initiativen starten, um denjenigen zu helfen, die ihre Häuser nicht verlassen können. Wie viele Familien kommen einander näher, weil es nicht mehr viele Pflichten gibt, keine Aktivitäten, zu denen man sich beeilen muss. Es geht nicht irgendwelche Pläne zu machen, niemand muss Angst davor haben, etwas zu verpassen, denn es gibt nicht viel zu verpassen. Vielleicht zwingt uns diese abscheuliche Pandemie, die Veränderungen, die wir ohnehin vornehmen mussten, schneller durchzuführen. Weniger Fliegen, die lokalen Lebensmittelproduktion unterstützen und das Beste aus den Ressourcen machen, die wir in unserer Nähe haben. Diejenigen die wir am meisten lieben nahe bei uns zu halten und das andere wegräumen das unsere Kraft beansprucht.

Ich glaube auch nicht, dass sich Leute an Blogs wie meinen wenden, um Informationen über Covid-19 zu erhalten, sondern eher um an etwas anderes zu denken. Deshalb möchte ich dies weiterhin zu einem sicheren und schönen Ort mit Inspiration und Hoffnung machen, ein wenig Ruhe von den Turbulenzen. Was meinst du, was würdest du gerne hier lesen? ♡

Die erste Juniwoche in Bildern

Die Welt steht in Flammen, sowohl mit der Pandemie als auch mit dem verzweifelten Kampf gegen Rassismus und für etwas so Grundlegendes wie das Recht zu leben. Wir diskutieren natürlich das was geschieht, versuchen es zu verstehen und den Kinder zu erklären. Wie privilegiert wir sind, wir, die mit dem offensichtlichen Recht zum Existieren geboren wurden und die selten oder vielleicht nie mit Skepsis und Misstrauen begegnet werden, von Menschen die wir nicht kennen, einfach weil wir aussehen wie wir aussehen. Die Kinder hinterfragen das alles sehr. Sie haben Freunde aus der ganzen Welt, wäre einer von ihnen weniger wert? Es ist ein absurder Gedanke, den sie nie zuvor gedacht haben.

Gleichzeitig geht unser tuckerndes Leben im Kleinen hier in der Kleinstadt weiter. Es war eine Woche mit warmem Sommerwetter und wir haben uns die Zeit genommen, nach der Schule zu unserem kleinen Badesee zu fahren. Zu dieser Jahreszeit bekommen wir so viele Extrastunden hier oben, die Sonne will nie untergehen und alles ist möglich. Ich habe eine Pie gebacken, die wir mitgebracht haben, und das Abendessen wurde mit einem glitzernden Sommersee als Kulisse eingenommen.

Edward, der zuvor sehr abwartend auf Wasser reagiert hatte, genoss es, in das laue Wasser zu tauchen. Es war so viel wärmer als im Meer auf Orust, er hatte sogar Zeit, über andere Dinge nachzudenken, wie zum Beispiel ob der Schnuller fließen kann.

Mir ist sogar etwas gelungen, was ich für unmöglich hielt. Nämlich, mein Kleinster bekam ich zum Friseur. Ich habe bis aufs Letzte gewartet, um seine langen Haare zu schneiden, weil es doch so niedlich mit lockigen Jungs ist. Aber zuletzt war es vor allem ein verworrenes Vogelnest, das nie ausgekämmt werden konnte. Er war traurig, direkt als wir in den Salon kamen, aber mit Hilfe von Pippi im Handy und dass Elisabeth ihm ständig Schokoladenpralinen fütterte, so gelang es uns. Und er wurde so niedlich und plötzlich so groß.

Danach gingen wir zu seinem Lieblingsplatz und schauten uns die Lämmer an. Den ganzen Tag sah er mich von Zeit zu Zeit an und sagte „Haar schneiden“ oder „Friseur“, als ob er verarbeiten würde, was er durchgemacht hatte. Im Kindergarten am nächsten Tag fragte ein Kind in seiner Gruppe, wer der neue Junge sei.

Elisabeth hat mit ihrem Chor Abschluss gehabt und wir waren alle vor Ort, um das Konzert zu hören. Es hat etwas, mit spröden Kinderstimmen, die Lieder über den Sommer singen, die das ganze Herz erfüllt.

Sogar die schelmischen Brüder waren für einen Augenblick still und hörten zu.

Um dort zu enden, wo die Woche begann, war am vergangenen Sonntag Muttertag hier in Schweden. Mario war morgens nicht zu Hause, aber ich hörte, wie die großen Kinder schon um vor Sieben auf waren und in der Küche klapperten. Nach einer sehr langen Zeit, ging die Schlafzimmertür langsam auf und herein kamen die Kinder dieses Tablett tragend. So sorgfältig und schön arrangiert, sie hatten es sogar geschafft, guten (!) Kaffee zu brauen. Ich platzte fast vor Stolz. Edward wachte mit einem leicht überraschten Ausdruck auf, fand sich aber schnell wieder und begann, ein Geburtstagslied zu singen.

Damit wünsche ich dir einen schönen und sonnigen Freitag. ♡

10 Highlights für die Tiere in den 10er Jahren

In der Zukunft werden wir die Behandlung von Tieren durch unsere postmoderne Gesellschaft als eine große Schande ansehen, davon bin ich überzeugt. Die Sklaverei unserer Zeit. Fleisch, das früher ein gewaltiger Luxus war, sieht man heute als absolut normal an und es wird viel und oft konsumiert. Wir leben nicht in der Ungewissheit über die Lebensbedingungen der Tiere in großen Massenproduktionen. Alle haben Bilder von den riesigen „Fabriken“ gesehen, in denen die Tiere gehalten werden. Wo ihnen jede Form von Würde vorenthalten wird und wo sie nur existieren, um so schnell und effektiv wie möglich zu Koteletts oder Filets umgewandelt zu werden. Ich denke, die große Mehrheit scheut diese Bilder. Es tut uns weh zu sehen, wie andere fühlende Lebewesen völlig ohne Respekt behandelt werden. Aber anscheinend nicht genug, um dem ein Ende zu bereiten. Es fühlt sich schwer an daran zu denken, aber es gibt Licht im Dunkeln. Vegetarische und vegane Ernährung wird immer mehr normalisiert und die Möglichkeiten für diejenigen, die weniger Fleisch oder darauf verzichten wollen, nehmen zu. Hier kommen zehn gute Neuigkeiten für die Tiere, aus dem vergangen Jahrzehnt, nämlich:

1. Dass die Käfighaltung von Hühnern weiter abnimmt: Zum ersten Mal in der Neuzeit gibt es in Schweden weniger als eine Million Hühner, die in Käfigen gehalten werden. Mehr als 65 schwedische Unternehmen haben sich gegen Eier entschieden die von Hühnern kommen die es am schlimmsten haben.

2. Dass das schwedische Parlament ein Verbot des sexuellen Missbrauchs von Tieren eingeführt hat.

3. Dass Lex Maja im April 2019 Realität wurde. Das ist ein Gesetz das es Gesundheitsfachleuten (Pflegepersonal) erlaubt, die Schweigepflicht zu verletzen, wenn sie vermuten, dass ein Tier in Schwierigkeiten ist oder nicht artgerecht gehalten wird.

4. Dass Elefanten und Seelöwen in Zirkussen in Schweden verboten wurden.

5. Dass der schwedische Landwirtschaftsrat ein Kompetenzzentrum eröffnete, mit dem Ziel, die Zahl der Tiere, die für Tierversuche ausgesetzt werden, zu reduzieren.

6. Dass die Kastration ohne Betäubung von Schweinen ab dem 1. Januar 2016 in Schweden verboten ist.

7. Dass die EU ein Handelsverbot für tiergeprüfte Kosmetika eingeführt hat.

8. Dass mehr als die Hälfte der schwedischen Gemeinden am Ende des Jahrzehnts auf der „Pang-Liste“ stehen, eine Liste von Gemeinden, die sich der Verwendung von Feuerwerkskörpern enthalten oder diese einschränken.

9. Dass mehr als 750 Unternehmen dem „Fur Free Retailer Program“ beigetreten sind, oder der pelzfreien Liste, wie es in Schweden genannt wird.

10. Dass die Bürgerinitiative „End the Cage Age“ mehr als 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat, eine der größten Kraftansammlungen für Nutztiere in Europa überhaupt.

(Quelle: Djurens Rätt, Schweden.)

Hoffe auf viele mehr gute Neuigkeiten in den 2020er Jahren für die Tiere! Alles andere wäre völlig undenkbar, oder?

Was möchtest du in diesem Sommer hier lesen?

Jetzt ist die Planung in vollem Gange für alle Sommerbeiträge. Und ich möchte diesen Blog für euch LeserInnen natürlich so gut wie möglich machen und brauche deshalb eure Hilfe! Was willst du diesen Sommer hier lesen? Etwas Besonderes wo du Tipps haben willst oder worauf du neugierig bist? Welche Sorte von Beiträgen gefällt dir am besten? Du kannst mir auch eine Frage stellen, so kann ich eine kleine Frage-und-Antwort-Liste zusammenstellen. Kommentiere direkt hier oder auf Facebook oder schreib mir ein Mail an info [at] frauschweden [Punkt] de. Wäre dir sehr dankbar für deine Antwort. ♡

Mit dem Partner zusammen arbeiten

Mario und ich haben sieben Jahre lang zusammen gearbeitet, zunächst als Einzelunternehmen und jetzt als Aktiengesellschaft. Mit seinem Partner zusammen zu arbeiten ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber für uns funktioniert es in der Regel sehr gut. Der Nachteil ist, dass man finanziell mehr exponiert sein kann, weil keiner von uns einen normalen Gehalt mit einem sicheren Einkommen hat. Bisher hat es gut funktioniert, aber mein bester Tipp als Selbständige ist eine gute Versicherung, die bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdeckt. Natürlich gibt es Abende, nach dem die Kinder im Bett sind, wo wir arbeiten und auch manchmal am Wochenende um eine Deadline einzuhalten.

Aber es gibt viele und vielfältige Vorteile. Wir beide lieben es, zur Arbeit zu gehen, und ich habe nie Sonntagsangst, die ich haben konnte als ich noch angestellt war. Ich liebe die Freiheit über meine Zeit selbst zu verfügen, und auch wenn ich es nicht tue, könnte ich mir frei nehmen, wann immer ich wollte. Diese Illusion, selbst zu bestimmen, ist erstaunlich. Seitdem hat es uns das Familienleben enorm erleichtert. Wir hatten relativ kurze Tage im Kindergarten und konnten die Kinder an sonnigen Tagen früher abholen. Oder wie in dieser Woche, als wir die Verstärkung eines leicht erkälteten Edward im Home Office hatten. Wenn die Kinder zu Hause sein müssen, gibt es keine Diskussionen darüber, wer zu Hause bleiben soll. Sie müssen einfach bei uns bei der Arbeit sein und wir kümmern uns abwechselnd um sie.

Jetzt sind Sommerferien!

Heute haben die Kinder ihren lang ersehnten Sommerurlaub bekommen! Zum ersten Mal durften wir Eltern nicht an den Schulabschlussfeiern teilnehmen, sondern wurden auf ein Video verwiesen wo unsere Kinder ihre Lieder singen. So traurig und ungewohnt, aber so süß waren sie doch, als sie heute Morgen mit wassergekämmten Haaren und frisch gebügelter Sommerkleidung davonstapften.

Dies haben wir diesen Sommer vor:

Fühlt sich an wie ein ausgezeichneter Plan. ♡

Die Welt verdient dich nicht

Heute ist dein 3. Geburtstag, Edward, unser geliebter kleiner Wirbelwind. Ich kenne kein Kind, das mit so viel Sonnenschein geboren wurde wie du. Du bist fast immer glücklich und froh, du suchst alle Blicke, schmunzelst, lachst und willst überall dabei sein. Du sitzt oft allein und bastelst mit deinen Sachen, singst und erfindest kleine Spiele. Und das alles mit einer offensichtlichen Überzeugung von deiner eigenen Exzellenz. Vielleicht bist du so zuversichtlich und sicher in deinem eigenen Wert, weil du von einer Familie umgeben bist, in der jeder dich absolut vergöttert. Deine älteren Geschwister können miteinander streiten bis die Haarbüschel fliegen, aber sie lassen dich in Ruhe, mit dir haben sie Nachsicht und Geduld. Manchmal versuchst du, jeder Entscheidung zu trotzen und deinen Willen durchzusetzen, aber es ist nie von ganzem Herzen. Es ist, als ob du nicht wirklich für schlechte Stimmung gebaut bist. Du zuckst mit den Schultern und sagst „okay“, wenn wir dich überzeugen, deine Mütze anzuziehen, obwohl du nicht willst. Das einzige Mal, wo du wirklich traurig bist, ist wenn du deine Haare waschen musst, weil es nichts gibt was du mehr hasst.

Neulich waren wir draußen in der Sonne, du und ich. Du bist mit deinem Laufrad schnell, schnell über die kopfsteingepflasterte Straße gefahren. Ich musste joggen, um dich einzuholen. Glücklicherweise bist du manchmal stehen geblieben, wenn jemand vorbeikam. „Hej, Hej!“, riefst du laut und deutlich mit hektisch winkender kleiner Hand. Oft bekamst du ein Lächeln und Grüße zurück, aber genauso oft wechselten die Leute die Straßenseite, als ob du die Pest hättest. Du bist dagestanden und hast dich zu ihnen umgedreht und noch lauter „HEJ, HEJ!“ gerufen. Das macht mich so unglaublich wütend und traurig, weil ich sowas die ganze Zeit sehe. Und ich frage mich, was es für Auswirkungen auf die Kinder haben wird, die jetzt aufwachsen, diejenigen, die sich nicht an eine Zeit vor Corona erinnern. Natürlich verstehe ich, dass man Abstand halten muss, aber ehrlich gesagt, was ist los mit den Menschen? Den Blick eines Kindes zu erwidern, zu winken oder zu lächeln, ist nicht ansteckend.

Manchmal denke ich, dass die Welt dich nicht verdient. Aber ich möchte alles in meiner Macht Stehende tun, um all den Sonnenschein zu verdienen, den du in diesen dunklen Zeiten nur so auf uns gießst.

Herzlichen Glückwunsch, kleiner Goldjunge, du bist das Schönste und Feinste, was ich kenne. ♡

Mein Geburtstag

Ich hatte einen sehr schönen Tag, obwohl ich noch nie meinen Geburtstag in einer so seltsamen Zeit gefeiert habe. Die ganze Familie hat zusammengeholfen und die Feierlichkeiten organisiert. Die Kinder hatten kleine niedliche Karten mit weitschweifiger Handschrift und einigen spiegelverkehrten Buchstaben geschrieben. Mario kochte eine große Form mit einer fantastisch guten vegetarischen Lasagne.

Zum Nachtisch hatten die Kinder und ich eine Pavlova, mit Schokoladen-Meringue, Sahne und Erdbeeren gebacken. Ich habe die Torte dieses Mal als Kranz geformt, ich finde es ist leichter Stücke zu schneiden und sieht zudem auch sehr schön aus.

Außerdem habe ich so schöne Geschenke bekommen. Von Mario erhielt ich einen der schönsten Blumensträuße, den ich je gesehen habe, und von meinen Eltern erhielt ich die Savoy-Vase von Alvar Aalto, nach der ich mich schon lange sehnte. Abends ging ich mit großer Dankbarkeit für meine Familie ins Bett. ♡

Eine Quarantänewoche in Bildern

Wir gehen jetzt in die zweite Woche, in der wir zu Hause bleiben, weil die Kinder immer noch eine Erkältung haben. Es ist schwer, mit allen Kindern zu Hause zu bloggen, aber ich dachte ich kann euch zumindest einen kleinen Bildregen anbieten, mit Fotos der vergangenen Woche. Trotz der schwierigen Umstände hatten wir eine sehr schöne Zeit zusammen. Die Sonne strahlte auf unserer Straße, unser Haus ist das graue auf der linken Seite.

Heute ist mein Geburtstag und ich bin auf die allerbeste Art und Weise geweckt worden. Mit singenden Kindern in Pyjamas und zerzausten Haaren. Gibt es was süßeres als das?

Aber jetzt zurück zur vergangen Woche, die wir mit Backen eingeleitet haben. Wir haben die Tiefkühltruhe für unsere Ausflüge im Frühling gefüllt.

Und Edward kümmerte sich um den rest des Teiges.

Die Kinder durften Themen wählen. Sie wollten versuchen, ein 💩-Emoji zu backen. Okay, einen Versuch wert!

Elisabeth ist in einem Schachclub und möchte etwas Schach inspiriertes machen. Ich selbst bin leider keine gute Spielerin, aber ich liebe diese kleinen karierten Kekse. Sie sind ein guter Trost, wenn man beim Schach von einer Siebenjährigen geschlagen wird. ♡

Als das Backen abgeschlossen war, wandten sich die Kinder dem Hüttenbau zu. Mit Edward als Sprecher.

Wir waren viel draußen in unserem Garten. Er ist alt und aufgewachsen und ein bisschen „lagom“ (gerade recht) wild.

Mit Blick auf unser schönes, sonnengelbes Nachbarhaus…

…und voller Frühlingsblumen und niedlicher Jungs.

Elisabeth hat selber Vogelfutter aus Kokosfett und Körnern gemacht und hängt es unter der Aufsicht des kleinen Bruders auf.

An einem Tag habe ich Waffeln zum Mittagessen gebacken, die wir mit Marmelade und Sahne aßen, im Freien gegen eine sonnengewärmte Südwand.

Sie erhielten die Bewertung „sehr gut“ von Edward.

Wir waren auch auf Orust, wo sich die Welt wie gewohnt anfühlt. Dort ist es immer leer von Menschen und kommt jemanden, haltet man in der Regel sowieso Abstand. Hier hat die Südwand der Hütte, eine neue Fassade erhalten. Die Kinder halfen mit der typisch roten Farbe zu malen…

…mit Ausnahme von Edward, der versuchte zu lernen, wie man ein Dreirad fährt.

Das war unsere Woche, ich wünsche euch einen guten Start für die kommende. Und viel Kraft für diese besondere Zeit, die wir vor uns haben. ♡

Alles kehrt zurück, alles fängt von vorne an

”Eine Sache die ist sicher,
und das ist der Lauf des Lebens;
dass alles zurückkehrt,
dass alles von vorne anfängt.”

Hej zusammen! Hoffe es geht euch gut und ihr genießt den Frühling. Das tue wirklich ich. Heute Morgen folgte ich den Kindern zur Schule und alles ist jetzt so atemberaubend schön. Etwas prätentiös fielen mir ein paar Zeilen aus diesem Song ein, den ich liebe, mit Monica Zetterlund. Alles fängt einfach von vorn an wie auf ein gegebenes Signal, es grünt und riecht in jedem Garten und in jeder kleinen Straßenecke hier in unserer kleinen Stadt. Es sind die gleichen Düfte, die jedes Jahr in meinem Leben und in vielen vor mir, über den Frühling plaudern und die ganze warme Mai-Luft füllen. Dem langen Winter ist vergeben und das Leben hat wieder gesiegt.

Auch auf der Schafweide in unserer Nähe hat neues Leben begonnen. Dieses kleine Lamm kann nicht viele Tage alt sein. So wunderbar süß.

Edward nutzte die Gelegenheit, um der stolzen Mutter zur Geburt zu gratulieren.

Sie haben einander gut verstanden, alle Mütter mögen doch diejenigen, die sich sozusagen für die eigenen Kinder interessieren.

”So gewinnt der Tod nicht,
obwohl die Jahre vergehen;
So steht die Zeit nicht still,
sie fängt nur von vorne an.”

Achtet auf euch. ♡

Der erste Schnee ist gefallen + Schau rein in unser Esszimmer

Hej zusammen! So sah es aus, als die Kinder und ich heute Morgen zur Schule gingen. Nachdem ich die Woche damit begonnen hatte zu schreiben, dass dies der wärmste Winter war den ich je erlebt habe, kam die Kälte direkt mit einer Nachricht. Seitdem hat es immer wieder geschneit. Die Kinder versuchen, Schneebälle zu formen und wollen die Schlitten herausziehen, aber die Schneedecke ist noch nicht tief genug.

Wir haben den Speisesaal fertig eingerichtet und jetzt ich wollte euch zeigen, wie der Rest des Raumes aussieht.

Hier steht der Schrank der Schränke an seinem Platz. Und hier habe ich eine Zeichnung eingerahmt die Julius gemacht hat, ich fand sie so schön. Die Tür geht in Richtung Küche.

Zwei große Fensterbereiche sorgen dafür, dass der Raum jetzt immer heller und heller wird, wenn die Sonne es schafft zu scheinen.

In der anderen Ecke ist die Tür zu unserem Schlafzimmer.

Das ist Marios Stolz, ein Barschrank, den er für 40 Euro auf einem Flohmarkt gekauft hat. Die Kerosinlampe und Messingkerzen sind auch Flohmarktfunde und das Gemälde sowie die Vase stammen aus einem unserer ehemaligen Häuser. Es ist wirklich ein behagliches Zimmer und bald zünden wir alle Kerzen an und haben bald unseren gemütlichen Freitagabend mit den Kindern! ♡

Tage zuhause und ein fantastisches Brot

In letzter Zeit wurde es hier auf dem Blog etwas ruhiger, auch dies ist natürlich ein Corona-Effekt. Die Schulen sind hier in Schweden noch geöffnet, aber ich und die Kinder sind seit vier Tagen zu Hause, weil sie ein wenig verkühlt sind. Wir versuchen, die Langeweile mit Baken zu vertreiben und haben eine sichere Wahl getroffen. Denn was schlägt ein gutes, hausgemachtes Brot? Die ganze Familie liebt dieses Rezept und es ist so einfach, dass die ungewohnteste Person es schaffen kann. Das Ergebnis ist jedoch, als ob ein professioneller Bäcker unterwegs wäre.

Hier kommt das Rezept:
– 5 dl fingerwarmes Wasser
– 1 dl Milch (ich nehme in der Regel Hafermilch)
– 25 g Hefe (oder Trockenhefe)
– 2 TL Salz
– 1 EL Honig (oder anderer Süßstoff)
– 12,5 dl Weizenmehl (dieses Mal habe ich die Hälfte mit Durumweizen gebacken, es wurde schmackhaft und ein wenig fester)

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Salz und Honig dazugeben. Gießen Sie über das Milchwasser und rühren, bis die Hefe setzt.
  2. Das Mehl unterrühren. Es sollte ein loser Teig werden.
  3. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch zudecken und 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den Ofen auf 240-250 Grad vorheizen. Zwei Teller mit Olivenöl bestreichen. (Oder Backpapier verwenden)
  5. 1/2-1 Tasse Weizenmehl auf den Backtisch streuen. Den losen Teig über das Mehl kippen, aber NICHT kneten. Weiteres Mehl über den Teig streuen und mit der Hand sanft abflachen. Den Teig in etwa 6 cm schmale Streifen schneiden, dann teile jeden Streifen in etwa 3 Teile „auf der Schräglage“. Nach und nach die Stücke auf die Bleche legen.
  6. Das Brot direkt in der Mitte des Ofens backen (sie müssen nicht wieder gären). Ca. 17-20 Minuten backen. Ohne Handtuch abkühlen lassen so werden die Brote knusprig und fein.

Hoffe, du willst dieses Pangrezept testen, ich komme bald mit mehr Tipps mit Sachen die man, während dieser speziellen Zeit, machen kann. Pass auf dich auf. ♡

Mutter von Söhnen zu sein

Gestern kam Julius von der Schule nach Hause und wurde während eines Fußballspiels von einem älteren Jungen schwer angerempelt und gefault. Julius war traurig, zuerst, weil er sich verletzte und es ihm weh tat, und dann, weil sich der Junge nicht bei ihm entschuldigte, sondern nur weiterlief obwohl er gesehen hatte was passiert war. Ich habe oft gedacht, dass die Gleichstellung der Geschlechter vor allem dazu da ist, die Bedingungen der Frauen zu verbessern. Aber nachdem ich selbst zwei Söhne habe, bekomme ich einen Klumpen im Bauch, wenn ich an Buben denke. Sie sind so verwundbar, vor allem untereinander. Ich denke an meine weichen, kuscheligen Jungs, die von der Kerlenkultur, die oft auf dem Schulhof herrscht, geschliffen werden. Angst vor größeren Kindern, harte Bälle in den Magen, dumme Kommentare in der Umkleidekabine,…

Unsere Töchter werden erzogen, um die Gefühle anderer Menschen zu sehen, fürsorglich zu sein und schon in jungen Jahren Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Die Buben liegen hoffnungslos hinterher und sind es ihr ganzes Leben lang. Männer sind in der Selbstmordstatistik, Drogensucht und Arbeitslosigkeit überrepräsentiert. Sie sind einsamer und haben weniger enge Beziehungen als Frauen. Ich möchte versuchen, meine Söhne auf die gleiche Weise großzuziehen wie meine Tochter. Dass sie Empathie entwickeln, tiefe Beziehungen pflegen und die Fähigkeit haben, ihre eigenen und die Gefühle anderer zu verstehen. Gleichzeitig finde ich es beängstigend, denn die Buben Erziehen wie die Mädchen, birgt das Risiko, den Status der Jungen in den Augen der Gesellschaft zu senken. Hoffentlich landen sie in der wichtigen Jugendzeit in einem toleranten Zusammenhang. Und ich hoffe, sie sehen diesen kleinen Jungen, der zu hart auf dem Fußballplatz angegangen wurde, und gehen nach vorne, um ihm eine tröstende Hand anzubieten. Wenn Buben mehr wie Mädchen aufgezogen werden, werden sie mit Sicherheit ihr ganzes Leben davon profitieren.

Wir haben begonnen, Töchter mehr wie Söhne zu erziehen … aber nur wenige haben den Mut, unsere Söhne mehr wie unsere Töchter zu erziehen.

Gloria Steinem

Corona: Dinge die ich vermisse, nicht vermisse, nicht vermissen werde und nicht vergessen werde

Die sehr inspirierende Seite manrepeller.com machte eine Art Liste, die die Gefühle rund um Corona zusammenfasste und ich denke dieses Konzept schlicht und einfach zu stehlen.

Hier ist meine Liste, Bitteschön:

Dinge, die ich vermisse:

  • An einem sonnigen Sommerabend auf einer überfüllten Restaurantterrasse zu sitzen, ohne mehr darüber nachzudenken.
  • Die Hände schütteln, wenn man eine neue Person trifft. Es ist irgendwie so menschlich und es gibt nichts, was es ersetzen kann.
  • Seine engen Freunde zu umarmen.
  • Soziale Zusammenkünfte, spontane und geplante, die eine Menge neue Energie geben.
  • Glückliche Menschen auf der Straße.
  • Das Gemurmel vieler Leute, die eine nette Zeit in einem Restaurant haben.

Dinge die ich nicht vermisse:

  • Menschen umarmen, die man kaum kennt.
  • Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die mehr Stress als Bedeutung erzeugen.
  • Updates auf Instagram mit Fotos von weit entfernten Reisen.
  • Das Gefühl, Dinge zu versäumen, nicht ausreichend zu sein für alles was man machen will für andere und für einen selbst.

Dinge die ich nicht vermissen werde:

  • Den Atem anzuhalten, wenn man an einem Fremden vorbei läuft.
  • Umwege im Kaufhaus gehen, um mit niemanden zusammen zu stoßen.
  • Die trockenen und aufgesprungenen Hände der Kinder.
  • Das Gefühl von Handdesinfektionsmittel in blutenden rissigen Wunden.
  • Der polarisierende und gehässige Ton, der überall aussickert, wo jeder denkt zu wissen, was niemand wirklich weiß.

Dinge die ich nicht vergessen werde:

  • Als ich, an einen frühen Zeitpunkt der Pandemie die Hand ausstreckte, um einen neuen Bekannten zu begrüßen, und ich auf einen Ellenbogen traf.
  • Als meine Tochter mich fragte, ob ich an Corona sterben würde.
  • Wie die Menschen sich gegenseitig in der Krise unterstützen, all die schönen Initiativen die überall gestartet werden, all den Einfallsreichtum den wir alle in uns haben.
  • Dass, wenn sich die Dinge zuspitzen, es so unglaublich deutlich wird, was wirklich etwas bedeutet.

Wie sieht deine Liste aus? ♡

Gesucht: Deine Kindheitserinnerungen

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Gibt es etwas, das Erinnerungen zurückbringen kann, wie zum Beispiel Geschmäcke und Gerüche? Ein einziger Biss von etwas kann leicht einen Jahrzehnte zurück schleudern. An einen Ort, der vielleicht nicht mehr existiert, an die Gemeinschaft mit Menschen, die gegangen sind, und an sich selbst in einem völlig anderen Alter. Wenn ich jetzt das Brot backe, das meine Oma jede Woche gebacken hat, darf ich für eine Weile zurück in ihre Küche. Zum geschätzten Gefühl der totalen Geborgenheit. Zu meiner Oma, die nicht mehr da ist, in ihrem abgenutzten orangen Morgenmantel und einem Lockenwickler in der Stirn. Oder wenn ich Rhabarbermus esse, dann bin ich plötzlich neun Jahre alt und komme an einem Sommerabend nach Hause in mein Kinderheim (das schon lange verkauft ist). Mit kalten Wangen und glücklich müde nach dem Verstecken spielen mit allen Kindern der Nachbarschaft und da steht Mama am Herd und kocht Mus aus all dem Rhabarber, mit dem der ganze Garten überschwemmt ist.

Als ich über den Madeleine Kuchen schrieb, die in Prousts Klassiker die unterdrückten Kindheitserinnerungen des Protagonisten heraufbeschwören, kam ich auf eine lustige Idee, die ich gerne zusammen mit dir umsetzen würde! Es funktioniert so: Du schickst mir ein Rezept für etwas, das wirklich Kindheitserinnerungen in dir weckt. (Jedoch kein Fleischgericht, weil ich Vegetarier bin) Ich koche oder backe es, mache Bilder und poste es auf dem Blog. Am liebsten zusammen mit einer kleinen Hintergrundgeschichte und einem Foto von dir als Kind. So werde ich meine Kindheitsrezepte mit euren als Feature hier auf dem Blog abwechselnd posten. Was meint ihr, gewiss brauchen wir in diesen Zeiten doch ein wenig Realitätsflucht und Nostalgie?

Sende deinen Beitrag via E-Mail direkt an mich. Ich wäre so, so glücklich, wenn du mitmachen möchtest. ♡

♡ Hier kannst du mehr über Frau Schweden lesen ♡

Meine drei Schätze

Seit Jahren habe ich eine große Schachtel gefüllt mit Zeichnungen, Bildern und kleinen losen Notizen über die Kinder und ihren Taten. Kein direktes System, sondern nur eine kleine chaotische Schatztruhe der Erinnerungen. Im Laufe der Jahre hat sich diese Kiste gefüllt und ich habe lange überlegt, etwas mehr strukturierteres zu organisieren. Endlich beschloss ich der Sache ein Ende zu machen und bestellte drei schöne Bücher, eines für jedes Kind.

Ich finde sie sind echt nett geworden! Der Umschlag ist mit einem Gewebe aus 100% Baumwolle eingekleidet und drinnen sind sowohl Plastiktaschen als auch leere Seiten zu füllen. Ich wählte die Lieblingsfarbe jedes Kindes (okay, Edwards musste ich ein bisschen raten) und ihre Namen in Goldtext geprägt. Sie stammen von der schwedischen Firma Bookbinders Design, die schwedisches Design und hohe Qualität vereint. Fühlt sich gut an, dass die Bücher klimafreundlich produziert und alterungsbeständig sind, so dass es den Kindern lange Freude bereiten kann.

Jetzt gilt es nur noch, die Bücher zu füllen. Normalerweise schreibe ich den Kindern jedes Jahr einen kleinen Jahresbrief, also denke ich, dass sie jetzt einen gegebenen Platz hier bekommen. Ich spare auch einige besonders schöne oder wichtige Zeichnungen von jedem Kind. (Wenn ich alle Zeichnungen und Handarbeiten der Kinder, die im Laufe der Jahre vom Kindergarten und Schule nach Hause getragen wurden aufbewahrt hätte, hätte ich ein zusätzliches Zimmer gebraucht.) Gestern Abend habe ich angefangen, durch meine Schatztruhe zu wühlen und war in Gedanken und Erinnerungen versunken. Leicht, nostalgisch zu werden, über die verflogene Zeit. All die süßen Dinge die sie einst sagten und wie klein sie einmal waren. Dies wird wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen, fühlt sich aber völlig okay an. ♡♡♡

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