Hallo September!

Der September ist wirklich ein echter Lieblingsmonat. Die klare, hohe Luft, all das Gute, das es noch zu ernten gibt, die Sonne, die nicht mehr brennt, sondern schöne, knusprige Herbsttage gibt. Das Meer, das immer noch gewärmt ist. Man muss den Herbstmantel heraus kramen, morgens den Kindern dünne Handschuhe anziehen, mit Äpfeln backen und andere, wärmende Gerichte kochen. Ich merke natürlich, dass ich hier im Blog oft schreibe, dass die beste Zeit gerade jetzt ist. (Außer Januar und Februar, die in vielerlei Hinsicht ziemlich ekelhafte Monate sind.) Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich den Wechsel der Jahreszeiten liebe.

Vielleicht hat es mit meiner Rastlosigkeit zu tun, dass mir die Vielfalt so gut gefällt. Jetzt ist der Sommer vorbei und ich kann es kaum erwarten, wieder drinnen zu sein, es schön zu Hause zu machen, herbstliche Eintöpfe zu kochen, die Familie auf lange Spaziergänge in einen Wald zu ziehen, der nach Herbst und Verwesung riecht.

Jeden Herbst bilde ich mir auch ein, dass dieses Jahr das Jahr sein wird, in dem ich mit Handarbeit beginne. PetiteKnit aus Dänemark haben so schöne Muster, schau dir einfach diesen Pullover an. Aber mein Selbstvertrauen ist im Textilbereich nicht sehr gut. Als ich ein Kind war und ein Handwerken hatte, fragte mein Fräulein, ob ich betrunken war, als ich meine Kreationen vorführte und das sitzt wahrscheinlich immer noch in mir…

… aber hin und wieder stelle ich mir immer noch vor, dass ich es lernen kann. Wenn ja, wäre eine solche Weste vielleicht etwas? An diesem Wochenende wird die Kreativität stattdessen im Essen zum Ausdruck kommen…

…wir werden am Samstag ein paar Freunde zu Gast haben und Italienisch kann doch nie schief gehen. Zuerst ein Aperol Spritz mit ein paar Snacks…

…dann hausgemachte Pizza. Wenige Zutaten ist am besten! Und wirklich knusprige Kanten…

…zum Nachtisch möchte ich mein eigenes Pistaziengelato machen…lecker. Hoffe, dass auch du ein schönes erstes Septemberwochenende bekommst. ♡

Schöner frostiger Morgen

Seit wir umgezogen sind, haben die Kinder nur einen kurzen Gehweg zur Schule. Es ist immer noch dunkel wenn wir uns auf den Weg machen und seit der Frost kam, ist unsere kleine Stadt zur Gänze mit einem Zuckerguss eingebettet. Jedes kleine Haus auf der Straße ist wundervoll mit schönem Weihnachtsschmuck dekoriert.

Wir sehen wie die Leute langsam aufwachen. Sie trinken Kaffee, lesen die Zeitung und jemand hat das erste Kaminfeuer des Tages entzündet.  

Im ältesten Haus unserer Kleinstadt, erbaut 1632, war noch niemand wach.

Also war ich wieder zu Hause und es wird langsam heller. Dies ist unser Kücheneingang mit Blick auf unseren Nachbarn, den botanischen Garten. Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag! ♡

Wenn die Sonne die Juninacht färbt

Elisabeth und ich bleiben heute noch zu Hause. Das gemütliche Gefühl von gestern ist jedoch weg, da unsere Wärmepumpe gestern Abend beschlossen hat aufzugeben. Also gehen wir umher und frieren ein wenig, aber versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Elisabeth trinkt heiße Schokolade und versteckt sich unter tausend Decken und Kissen auf der Couch. Trotzdem sehnt sie sich immer noch nach Eis, warum haben Kinder immer Lust auf Eis unabhängig der Temperatur? Wie auch immer, die Kälte sowohl drinnen als auch draußen lässt mich vom Sommer träumen und so bin ich beim Durchschauen von Sommerbildern stecken geblieben. Denk dir, all das Wunderbare wo vor uns liegt. In nur fünf Monaten sind wir da, die Natur die jetzt noch reserviert ist, schlägt da aus in vollem Grün und lädt zum Fest des Jahres ein. Wir ziehen dann nach Orust, wo sich das Leben ein bisschen mehr anfühlt. Salzige Bäder, sonnengewärmte Steine, Mückenstiche auf schmale Kinderbeinen und Sonnenuntergänge über goldenen Feldern. Wo wir das Lied hören können, das die Erde singt. Ein Pferd wo seufzt, das Gezwitscher der Vögel als Fond für das Frühstück und die beharrliche Arbeit der Bienen. Schön mit den Veränderungen der Jahreszeiten, das führt dazu das man sich sehnen kann. Und jetzt sehne ich mich nach Sommer und hier kommer einige Bilder von unserem Paradies auf Orust.

Ich bin echt stolz über meine Pfingstrosen die den Umzug von unserem alten Garten in den neuen überlebt haben.

Typischer Sommerlook: Mein randiges Baumwollkleid, Ray-Bans Clubmaster und Baby mit Sonnenhut.

Typischer Sommerlook #2: Gepunkteter Badeanzug, Tattoos und blaue Flecken.

Sommerferien bedeutet Zeit. Zeit, einen Käfig für seinen Tiger zu bauen…

…oder Pfannkuchen zum Frühstück zu machen.

Sonnenschein im Gesicht.

Manchmal verlassen wir unser Paradies um zum Beispiel auf unseren jährlichen Ausflug in das Restaurant Musselbaren in Ljungskile zu gehen…

oder in den Freizeitpark Liseberg in Göteborg.

Zurück auf unserer Veranda…

…und dieser Aussicht. Hier geht die Sonne unter und färbt den ganzen Himmel rosa. Wir sehen die abendlichen Flüge der Schwalben und mit etwas Glück, einige andere Tieren die sich über die Felder bewegen. Elche, Rehe, Füchse oder Kanadagänse. Ein Spektakel, das tausendmal besser ist, als alles was Netflix produzieren kann. ♡

Die Woche in Bildern

Schon wieder Freitag? Fühlt sich an, als hätte ich nur Zeit gehabt um einmal zu blinzeln seit letzten Freitag. Wie auch immer, es war eine schöne Woche, mit einer Menge lang ersehnter Sonne und Licht.

Wenn die Kinder und ich morgens zur Schule gehen, ist es nicht mehr eine schwarze Wand die uns begegnet, was unsere Schritte so viel leichter macht. Heute Morgen sind wir fast dahingehüpft und haben Pläne für den Abend gemacht. (Vergleiche das mit Dezember, wenn wir in aller Stille aufbrechen, mit dem Gefühl als wären wir drei Nachtwanderer).

Wir kommen am alten Kaufmannshaus vorbei. Heutzutage beherbergt es Wohnungen, aber was würde man nicht alles geben für eine Zeitreise, in die Zeit zurück als es noch ein Kaufhaus war?

Wir begrüßten das kleine Mädchen, welches das Tor schmückte. Warum sollte es auch nur schön im Bücherregal sein? Hier draußen haben doch so viele mehr Freude daran.

Jetzt haben wir nicht mehr viele Schritte bis zur langen Treppe, wo wir uns verabschieden und ich wieder umkehre in Richtung Büro.

Zeit für mich die Arbeit zu beginnen. Diese Woche habe ich geschrieben und geschrieben, viele lustige, aber bisher geheime Projekte in der Pipeline.

An einem Tag fuhr ich nach Alingsås, um meine Kusine Åsa zu sehen. Bin immer zu 100 Prozent glücklich, sie zu treffen, obwohl die Gesprächsthemen von traurigster Trauer bis hin zu Zukunftsträumen und Pep reichen können. ♡

Wir spazierten in der hohen Wintersonne über gefrorene Felder. Einer war leider nicht gefroren genug und ich sank mit meinen ganz neuen Stiefel in den Sumpf.

Zum zweiten Mal in Folge im Februar (kann wohl jetzt als Tradition angesehen werden?) besuchten wir Nolbygårds Ekocafé. Dort gibt es wie bekannt Semlor und hier habe ich den schmackhaftesten besten Semla bekommen den ich je gegessen habe. Mit extra feiner Mandelmasse, perfektem Hefebrötchen und auch gerösteten ganzen Mandeln, die in der Sahne stecken. Oh mein Gott, so gut.

Es ist wirklich ein Fünf-Plus-Café.

Sehr schön dekoriert und so feines, handwerkliches Gebäck mit Biozutaten. Hier auf dem Holzofen servieren sie den Kaffee in älteren Porzellantassen, und man kann nachfüllen so lange man will.

Nebenan befindet sich das Baudenkmal-Geschäft Haus zu Haus (byggnadsvårdsbutiken Hus till Hus). Vollgepackt mit Sachen für alte Häuser. Es bietet alles von renovierten Holzöfen, Straßenlaternen, Möbeln und alten Fenstern mit mundgeblasenem Glas. Ich suchte eine Tür für unsere Sommerhütte, aber ich konnte dieses Mal keine finden.

Es war dennoch wunderbar dort herumzulaufen und alles Schöne zu betrachten, das man gepflegt hat und das jetzt neues Leben in ein anderes Haus bringen kann. Jetzt ist es bald an der Zeit, die Kinder abzuholen und Freitagabend zu arrangieren. Der eine will absolut Pizza haben und der andere nichts als Tacos. Also Taco-Pizza zum Abendessen jemand? Wie auch immer, ich wünsche dir einen richtig schönen Freitag. Morgen schreibe ich über mein großes Vorbild, wir hören uns dann!

Eine vollgepackte Woche

Ich sage Hej zu euch an diesem Dienstag, mit einem Bild von einem der berühmten Stockholmer Steinlöwen. Hier auf dem Blog war es gestern ein wenig still, wir kamen aus der Hauptstadt nach Hause und sowohl die Kinder als auch ich schienen Jetlag zu haben. Ein bisschen zu wenig Schlaf und vielleicht ein Virus, das sich hier zu Hause herumschleicht. Ich wollte heute einfach reinschauen und Hallo sagen, es macht so viel Spaß, dass immer mehr Leute hier her finden! Jeder Besucher und jedes Klicken auf das Herz macht mich so glücklich. Das gibt mir Lust und den Willen mehr und mehr so lustigen, nachdenklichen und interessanten Inhalt wie möglich zu produzieren. Danke!

Diese Woche erhaltet ihr mehr Tipps und Berichte von unserer Reise nach Stockholm, also haltet ab morgen hier Ausschau. Ich habe auch die Ehre erhalten, als Gastbloggerin auf einer größeren Seite zu schreiben, aber mehr darüber, wenn der Text da draußen ist. Diese Woche beginnt auch die Renovierung unseres Ferienhauses in Orust, hoffe, dass du uns auf dem Weg zu einem funktionierenden Ferienhaus begleiten möchtest? Schließlich werfen wir noch ein paar gute Rezepte rein, ein wenig Auktionsinspiration und vielleicht einen Text über eine brennendes Thema, das in meinem Computer ist und auf den richtigen Zeitpunkt für die Veröffentlichung wartet. Damit wünsche ich dir eine wirklich schöne Woche. ♡

Meine drei Schätze

Seit Jahren habe ich eine große Schachtel gefüllt mit Zeichnungen, Bildern und kleinen losen Notizen über die Kinder und ihren Taten. Kein direktes System, sondern nur eine kleine chaotische Schatztruhe der Erinnerungen. Im Laufe der Jahre hat sich diese Kiste gefüllt und ich habe lange überlegt, etwas mehr strukturierteres zu organisieren. Endlich beschloss ich der Sache ein Ende zu machen und bestellte drei schöne Bücher, eines für jedes Kind.

Ich finde sie sind echt nett geworden! Der Umschlag ist mit einem Gewebe aus 100% Baumwolle eingekleidet und drinnen sind sowohl Plastiktaschen als auch leere Seiten zu füllen. Ich wählte die Lieblingsfarbe jedes Kindes (okay, Edwards musste ich ein bisschen raten) und ihre Namen in Goldtext geprägt. Sie stammen von der schwedischen Firma Bookbinders Design, die schwedisches Design und hohe Qualität vereint. Fühlt sich gut an, dass die Bücher klimafreundlich produziert und alterungsbeständig sind, so dass es den Kindern lange Freude bereiten kann.

Jetzt gilt es nur noch, die Bücher zu füllen. Normalerweise schreibe ich den Kindern jedes Jahr einen kleinen Jahresbrief, also denke ich, dass sie jetzt einen gegebenen Platz hier bekommen. Ich spare auch einige besonders schöne oder wichtige Zeichnungen von jedem Kind. (Wenn ich alle Zeichnungen und Handarbeiten der Kinder, die im Laufe der Jahre vom Kindergarten und Schule nach Hause getragen wurden aufbewahrt hätte, hätte ich ein zusätzliches Zimmer gebraucht.) Gestern Abend habe ich angefangen, durch meine Schatztruhe zu wühlen und war in Gedanken und Erinnerungen versunken. Leicht, nostalgisch zu werden, über die verflogene Zeit. All die süßen Dinge die sie einst sagten und wie klein sie einmal waren. Dies wird wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen, fühlt sich aber völlig okay an. ♡♡♡

König Edward hält Hof

Unser jüngster, Edward, ist 5,5 bzw. 7 Jahre jünger als seine großen Geschwister. Diese Momentaufnahme von gestern ist typisch für das erhabene Leben, das er lebt. Seine Geschwister lieben ihn wirklich und sie machen alles, um den kleinen König bei guter Laune zu halten. Hier haben sie einen „Thron“ aus Kissen angeordnet und ihm sein Lieblingsfrühstück serviert, Joghurt und Omas hausgemachte Himbeermarmelade, auf einem kleinen Holztablett. Und haben ihm den Fernseher eingeschaltet, natürlich mit seiner Lieblingssendung Pippi Langstrumpf. Edward ist nicht besonders beeindruckt oder dankbar, sondern findet das Ganze vollkommen angemessen. Wo wird das alles Enden, kann man sich fragen?

Unser Osterfest in Bildern

Ostern eilte einfach vorbei und ich hatte keine Zeit, über irgendetwas in Echtzeit zu bloggen, solange die Kinder Ferien hatten. Ihr müsst euch also mit einem etwas verzögerten Ostern aus Schweden begnügen. Jetzt sind die Kinder wieder in der Schule und es fühlt sich an, als gäbe es Ozeane voll mit Zeit. Bereitet euch auf eine laaange Bilderserie vor, um alles nachzuholen, was wir verpasst haben!

Trotz den gegebenen Umständen hatten wir einen sehr schönen Osterurlaub. Das Haus war ordentlich und sauber geputzt (zumindest für ein paar Stunden) und Osterdekoriert.

Es ist, als ob das Wetter für die ganze Düsternis kompensieren will und wir haben Tag für Tag strahlende Sonne gehabt. Wir waren so viel wie möglich draußen.

Wenn man unsere alte Straße entlang radelt und über einen Kamm kommt, ist man plötzlich auf dem Land. Hier hat man einen schönen Blick auf den Nordre Älv (den nördlichen Fluss) und es riecht nach Kuhscheiße und Frühlingswind.

Wir hielten auf halbem Weg für Flüssigkeitskontrolle und Versteckspiel an.

Einige fanden bessere Verstecke als andere.

Edward landete mitten auf dem Innenhof eines großen Bauernhauses und hatte Schwierigkeiten ein Versteck zu finden, die gelbe Jacke verursachte ein weiteres Problem.

Wir machten auch lange Wanderungen im Wald…

…mit Ausnahme eines bestimmten Familienmitglieds, das als Trittbrettfahrer unterwegs war.

Die Sonne schien weiter…

… Julius kam vom Fußballtraining nach Hause.

Und wurde von Edward empfangen, der bereits jetzt von Fußball besessen ist. Ball spielen! Ball spielen! Ruft er, sobald er etwas rundes sieht.

Die Kinder haben Eier bemalt.

Einige gingen ernsthafter an die Aufgabe heran als andere. ♡

Wir verbrachten mehrere Tage bei unserer Hütte auf Orust. Gegrillt, Pferde begrüßt und die perfekte Haustür gekauft.

Ist sie nicht wunderschön? Ich schätze etwa einhundertzwanzig Jahre alt.

Die Kinder bauten unter großer Aufregung und mit fieberhaftem Engagement eine Vogelscheuche für das Gemüseland. Sie wurde Pettson (Pettersson) genannt.

Julius und ich schraubten gemeinsam einen neuen Gartenbank zusammen.

Finde dass die grüne Farbe so schön geworden ist vor dem roten Hintergrund. Hier in der besten Art und Weise dekoriert, mit einer ganzen Menge netter, fröhlicher Kinder.

Natürlich haben wir auch eine Menge Gutes gegessen. Es ging in der Regel so rasch, dass ich keine Zeit hatte zu dokumentieren.

Hier sieht man zumindest die Hälfte meines griechischen Eierbrotes, das in diesem Jahr sehr erfolgreich geworden ist. Eine festliche Sache zu Ostern, man drückt rohe Eier rein, die im Brot mitgebacken werden. Ich muss wohl nächstes Jahr mit dem Rezept kommen 🙂

Süßigkeiten gehören zu Ostern. Ich habe zähe, saure Apfelbänder für die Kinder gemacht… (Aber genauso gut für Erwachsene)

Und hausgemachte Raffaellos zum Kaffee. Ich komme bald mit dem Rezept, weil diese müsst ihr einfach probieren!

Edward brach am Osterwochenende eine Art Süße-Rekord. Hier hat er einem müden Morre seine Schmusedecke angeboten, mit der er immer schläft.

Und hier hat er seine feinste hausgemachte Strickjacke angezogen, bereit einen weiteren freien und sonnigen Tag zu begegnen. Das war unser Ostern, einen kleinen Ausflug zu meinem Lieblingsschloss hatten wir auch noch geschafft, aber wir müssen an einem anderen Tag darauf zurückkommen. Achtet auf euch. ♡

Alles kehrt zurück, alles fängt von vorne an

”Eine Sache die ist sicher,
und das ist der Lauf des Lebens;
dass alles zurückkehrt,
dass alles von vorne anfängt.”

Hej zusammen! Hoffe es geht euch gut und ihr genießt den Frühling. Das tue wirklich ich. Heute Morgen folgte ich den Kindern zur Schule und alles ist jetzt so atemberaubend schön. Etwas prätentiös fielen mir ein paar Zeilen aus diesem Song ein, den ich liebe, mit Monica Zetterlund. Alles fängt einfach von vorn an wie auf ein gegebenes Signal, es grünt und riecht in jedem Garten und in jeder kleinen Straßenecke hier in unserer kleinen Stadt. Es sind die gleichen Düfte, die jedes Jahr in meinem Leben und in vielen vor mir, über den Frühling plaudern und die ganze warme Mai-Luft füllen. Dem langen Winter ist vergeben und das Leben hat wieder gesiegt.

Auch auf der Schafweide in unserer Nähe hat neues Leben begonnen. Dieses kleine Lamm kann nicht viele Tage alt sein. So wunderbar süß.

Edward nutzte die Gelegenheit, um der stolzen Mutter zur Geburt zu gratulieren.

Sie haben einander gut verstanden, alle Mütter mögen doch diejenigen, die sich sozusagen für die eigenen Kinder interessieren.

”So gewinnt der Tod nicht,
obwohl die Jahre vergehen;
So steht die Zeit nicht still,
sie fängt nur von vorne an.”

Achtet auf euch. ♡

Edward 2 Jahre – das i-Tüpfelchen

Gestern wurde er, wie bekannt, zwei Jahre alt, unser verwöhnter kleiner Troll mit zerzauster Frisur und molligen Fingern. Es ist leicht sentimental zu werden, wenn ich über alles nachdenke, was er für unsere Familie bedeutet. Er ist von uns allen so von Liebe überschwemmt, dass man darüber nachdenken kann, was es mit seinem Selbstbild macht. Wird es vielleicht zu grandios? Mit den beiden älteren Kindern, erinnere ich mich, dass diese Zeit mehr anstrengend war, mit all dem Trotz und Müdigkeit. Das ewige Aus- und Anziehen (unter ständigen Protesten), Windeln wechseln, trocknen, waschen. Es spielte sicher eine Rolle, dass ich da zwei hatte, die etwa das gleiche erforderten. Aber dieses Mal weiß ich auch, dass diese Zeit bald vorbei ist, er ist auch mein letztes Baby und kann übrigens nicht einmal mehr Baby genannt werden. Die großen Kinder (die ungefähr einmal pro Minute eine Auseinandersetzung haben) weisen unendlich viel Geduld mit ihrem kleinen Bruder auf. Sie zeigen und erklären, wie die Welt zusammenhängt. Sie lassen ihn machen, wenn er ihre Sachen kaputt macht und geben ihm viel zu komplizierte Anweisungen, wie man sie wieder repariert. Sie halten seine kleine Hand, während er mühsam seinen Weg über unsere Steintreppe zur Straße hinunter geht, und schauen genau, dass kein Auto kommt, bevor sie ihn loslassen. Wenn er seine Wutanfälle bekommt, ist es schwer, sich das Lachen zu verkneifen. Die Wut kommt nicht mehr so ​​zu mir wie früher, wir lächeln meistens darüber wie süß er aussieht wenn er wütend ist. Manchmal ist er beleidigt und sieht mich mit seiner runzligen Stirn und dem rebellischen Blick in seinen Augen an, den nur Zweijährige haben. „Aufhören Mama“.

Unser i-Tüpfelchen -> Edward 2 Jahre -> jetzt auf dem Blog

Edward wurde königlich gefeiert, mit einer Meringue-Torte, Luftballons und Paketen. Seine Geschwister sind viel besser vorbereitet als wir, seit Wochen haben sie unter großer Geheimhaltung in ihren Zimmern gebastelt. Perlenketten, selbstgemachte Karten und Zeichnungen mit allen seinen Lieblingssachen drauf. Zu meinem großen Stolz gingen sie sogar eines Tages auf den Flohmarkt und kauften ihm ein schönes Puzzle. Das haben sie mit soviel Klebeband eingewickelt, dass es für Edward unmöglich war zu öffnen. An diesem Wochenende setzen wir das Feiern unseres kleinen Mannes fort, der unsere Familie komplett gemacht hat, das i-Tüpfelchen. Und der mein Herz in seiner kleinen knubbeligen Hand hält. ♡

Montagsgedanken aus dem Herzen einer Mutter

Eines unserer Kinder hat eine Menge Unruhe und Sorgen, die manchmal den Alltag einschränken. Letzte Woche hatten Mario und ich die Gelegenheit, einen Elternkurs zu beginnen, über das Handhaben von Sorgen und Ängsten bei Kindern. Meine Erwartungen, um ehrlich zu sein, waren nicht sehr hoch, wir kamen ein wenig gestresst weg von der Arbeit und dachten, dass es zumindest schön sein wird, sich mit einer Tasse Kaffee für eine Weile hinzusetzen und zuzuhören. Aber ich war wirklich so angenehm überrascht! Praktische und konkrete Tipps, immer mit dem Respekt für die Gefühle des Kindes. Und auch eine Gruppe sehr netter Eltern mit ähnlichen Erfahrungen von Kindern mit unruhigen Gefühlen.

Die Kursleiter sprachen über die Bedeutung der Unruhe und Sorge in der Evolution. Als wir Menschen in der Savanne lebten, war es wichtig, dass es Individuen gab, die die Gefahren vorhersehen und so die Herde alarmieren konnten. Genauso wie es wichtig war, dass es andere, weniger einfühlsame Menschen gab, die Risiken eingehen und auf die Jagd gehen konnten, um Nahrung zu sichern. Unsere moderne Gesellschaft macht es schwer für Menschen mit Unruhe, da wir viele dieser direkten Bedrohungen für unser Überleben beseitigt haben. Ich fand es eine nette Idee zu denken, dass die Sorgen unseres Kindes eine Art genetischer Rest einer sehr wichtigen Eigenschaft ist. Wenn man es so betrachtet, wird es leichter zu verstehen, warum bestimmte und scheinbar harmlose Situationen, Angst beim Kind auslösen können. Und warum Geschwister, die in der gleichen Umgebung aufgewachsen sind, überhaupt nicht die gleichen Schwierigkeiten haben.

Wie immer in der Elternschaft, denke ich, ist der richtige Weg der schwierigste. Es ist viel einfacher und weniger zeitaufwändig, autoritär zu sein und das Kind zu tadeln. Einem besorgten Kind sagen, es soll sich zusammenreißen. Aber ich glaube, es ist die Art von Ansatz, die im Laufe der Jahre eine Distanz zwischen Eltern und Kind schafft, die schließlich schwer zu überbrücken ist.

Eine freie Erziehung, in der alle Gefühle der Kinder existieren dürfen, ist nicht dasselbe wie eine erziehungsfreie Erziehung. Es ist so einfach, die Stimme zu erheben und zu kritisieren, anstatt zu versuchen zu verstehen. Es ist übrigens auch in vielen anderen Kontexten der Fall und nicht nur in der Kindererziehung. Und ich versage oft damit in Bezug auf meine Kinder, weil es so viel Geduld erfordert. Aber ich will nie aufhören es zu versuchen, weil die Belohnung so reich ist. Ihr Vertrauen und ihre Nähe gewinnen, ihre Gedanken hören, ihre Gefühle teilen. Und sich mit ihnen freuen, an jenem Tag, an dem sie ihre Ängste und Sorgen überwinden.

„Kritisieren, verurteilen und sich beschweren kann jeder Narr. Und die meisten Narren tun das auch. Verständnis zu haben und zu verzeihen dagegen erfordert Charakter und Selbstdisziplin.“

Dale Carnegie

♡ Hier kannst du mehr über und von Frau Schweden lesen ♡

Die schönste Zeit des Jahres ist hier

Ich habe Elisabeth gerade zur Schule geschickt, Julius ist mit etwas Fieber zuhause. Der Rest der Familie schläft noch eine kurze Weile. Das Haus ist so ruhig, wie es sonst fast nie ist, und das gibt meinen Gedanken Zeit, sich ein wenig auszudehnen. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Corona-Krise bis hierhin viele Schweden im Allgemeinen glücklicher gemacht hat. Später werden sicherlich andere Informationen kommen, wenn die wirtschaftlichen Konsequenzen klarer werden und die Ängste vielleicht noch greifbarer werden. Aber für viele, auch für uns, hat sich das Leben etwas beruhigt. Fast nichts geschieht, weil so viel eingestellt wurde. Das ewige Jonglieren von Aktivitäten, Arbeit und gesellschaftlichen Treffen wurde gedämpft, die Anforderungen sind so viel geringer. Das Einzige Wichtige wird immer klarer, dass wir zusammenhalten und dass es meiner Familie gut geht.

Ich denke, wir setzen mit den Lichtblicken im Alltag von gestern fort. Wie so oft hier im Norden ist der Frühling in sehr kurzer Zeit explodiert. Zuerst ist es trübe, tot und trostlos für sechs Monate und dann kommt das ganze Grün und die Vegetation in ein paar Tagen und verändert die ganze Stimmung. Jetzt ist die schönste Zeit des ganzen Jahres da. Unsere kleine Stadt ist komplett eingebettet in schieres Blätterwerk, Tulpen und Kirschblüten. Oder wie hier, diese Traubenkirsche, die uns begrüßt, wenn wir die Tür öffnen.

Bei unserem Nachbarn, der ein sehr schöner Park mit mehreren hundert Jahren auf dem Buckel, ist die Aktivität wirklich im Gange.

Die Magnolie ist in voller Blüte, noch ein paar mehr zitternde Tage.

Der Kiesweg wird von den niedlichen Rentnern, die sich um den Park kümmern, ordentlich gerecht. Und so haben sie natürlich Frühlingszwiebeln gepflanzt.

Letzte Woche haben wir ja wie bekannt unseren Hochzeitstag gefeiert. In Österreich und vielleicht auch in den anderen deutschsprachigen Ländern feiert man offenbar die Rosenhochzeit…

… aber in Schweden wird der 10. Hochzeitstag Zinnhochzeit genannt. Ich habe ein Paar sehr schöne Zinnkerzenständer anno 1934 von Mario bekommen. Und ein kleines Paket aus meinem Lieblingsladen, Svenskt Tenn. Konnte nicht besser werden.

Am Hochzeitstag selbst regnete es, genauso wie an unserem Hochzeitstag vor zehn Jahren. Aber wir hatten meine Eltern als Babysitter und gegen Abend klärte es sich auf, so begaben wir es uns auf einen Spaziergang durch ein ödes Göteborg. Im Bältesspännarparken fühlte es sich an, als wären wir in Amsterdam gelandet.

Könnt ihr spüren, wie frisch die Abendluft nach dem Regen ist?

Einer der besten Orte Göteborgs, wenn man mich fragt, der Stadtpark Trädgårdsföreningen. Ich mag den Kontrast zwischen dem neuen und dem alten Schild hier am Eingang. Es ist ein herrlicher Park aus der Jahrhundertwende, mit großen antiken Gewächshäusern, die mit tropischen Pflanzen gefüllt sind, und dann gibt es ein schönes Café, Spielplätze und unglaubliche Bepflanzungen natürlich. Eine perfekte kleine Oase mitten im Zentrum.

Letzten Sonntag waren wir auf Orust, um unsere kleine Baustelle dort zu überprüfen. Die Kinder drehten eine kleine Runde auf der Fähre auf dem Weg nach Orust und wir fühlten, dass der Sommer ganz in Reichweite war.

Unser Kirschbaum, den wir letztes Jahr gepflanzt haben, blüht schon in diesem Jahr und der Ausbau ist langsam fertig, zumindest äußerlich. Wir haben alte Fenster und Türen gekauft, damit es sich gut in den ursprünglichen Teil einfügt.

Drinnen sieht es im Moment so aus. Nicht ganz fertig vielleicht, aber eine schöne alte Tür an Ort und Stelle. Liebe es, dass die Schwelle nach all den Jahren in seinem letzten Haus so abgenutzt ist. Es wird so schön werden. Hoffe ihr habt einen guten Tag. ♡

Ein Paket Liebe aus Österreich

Guten Morgen, so toll, dass gerade du bei mir reinschaust. Heute ist der Geburtstag unseren kleinen Edwards, Hurra! Diese kalte, dunkle Märznacht vor zwei Jahren, als er geboren wurde, fühlt sich beides nah und fern an. Nah, weil ich immer noch das geringe Gewicht seines warmen kleinen Körpers gegen meine Brust spüren kann und seinen leichten Atem und sein rauschendes Herz höre. Fern, weil er ein so offensichtlicher Teil von uns ist und es sich anfühlt, als wäre er immer hier gewesen.

Wie immer zu den Geburtstagen der Kinder kommt ein großes Paket aus Österreich, signiert Oma. Es ist wirklich ein Fest für die Kinder, schau doch einfach auf Julius‘ konzentrierte Körperhaltung. Es gilt, kein Sekunde zu verpassen, wenn Papa aufschneidet und die Schachtel öffnet…

Fieberhafte Aktivität tritt auf, wenn man herausfinden muss, was für wen ist.

Alles ist sorgfältig verpackt und mit den Namen gekennzeichnet. Meistens sind es kleine Spielsachen für die Kinder, Wein und österreichischen Käse für uns und natürlich handgeschriebene Karten. Vor allem aber mag ich die hausgemachten Sachen, die die Oma der Kinder so gut kann.

Schau mal! Dieser schöne, gestrickte Pullover ist für Elisabeths Puppe (!). Ich würde gerne einen solchen in meiner Größe haben, aber ich könnte nie so sticken, auch wenn man mich mit vorgehaltener Waffe bedrohen würde. Darüber hinaus eine neue niedliche Mütze für Edward, weil wir es leider geschafft habe seine ehemalige zu heiß zu waschen. Und natürlich Omas hausgemachte Marmelade, die wir alle lieben. Sachen von Hand gemacht, ohne Stress und mit viel Liebe. Dass jemand so viel von seiner Zeit gibt, die für viele heute eine Mangelware ist, muss sicherlich der größte Luxus unserer Zeit sein? ♡

Die erste Juniwoche in Bildern

Die Welt steht in Flammen, sowohl mit der Pandemie als auch mit dem verzweifelten Kampf gegen Rassismus und für etwas so Grundlegendes wie das Recht zu leben. Wir diskutieren natürlich das was geschieht, versuchen es zu verstehen und den Kinder zu erklären. Wie privilegiert wir sind, wir, die mit dem offensichtlichen Recht zum Existieren geboren wurden und die selten oder vielleicht nie mit Skepsis und Misstrauen begegnet werden, von Menschen die wir nicht kennen, einfach weil wir aussehen wie wir aussehen. Die Kinder hinterfragen das alles sehr. Sie haben Freunde aus der ganzen Welt, wäre einer von ihnen weniger wert? Es ist ein absurder Gedanke, den sie nie zuvor gedacht haben.

Gleichzeitig geht unser tuckerndes Leben im Kleinen hier in der Kleinstadt weiter. Es war eine Woche mit warmem Sommerwetter und wir haben uns die Zeit genommen, nach der Schule zu unserem kleinen Badesee zu fahren. Zu dieser Jahreszeit bekommen wir so viele Extrastunden hier oben, die Sonne will nie untergehen und alles ist möglich. Ich habe eine Pie gebacken, die wir mitgebracht haben, und das Abendessen wurde mit einem glitzernden Sommersee als Kulisse eingenommen.

Edward, der zuvor sehr abwartend auf Wasser reagiert hatte, genoss es, in das laue Wasser zu tauchen. Es war so viel wärmer als im Meer auf Orust, er hatte sogar Zeit, über andere Dinge nachzudenken, wie zum Beispiel ob der Schnuller fließen kann.

Mir ist sogar etwas gelungen, was ich für unmöglich hielt. Nämlich, mein Kleinster bekam ich zum Friseur. Ich habe bis aufs Letzte gewartet, um seine langen Haare zu schneiden, weil es doch so niedlich mit lockigen Jungs ist. Aber zuletzt war es vor allem ein verworrenes Vogelnest, das nie ausgekämmt werden konnte. Er war traurig, direkt als wir in den Salon kamen, aber mit Hilfe von Pippi im Handy und dass Elisabeth ihm ständig Schokoladenpralinen fütterte, so gelang es uns. Und er wurde so niedlich und plötzlich so groß.

Danach gingen wir zu seinem Lieblingsplatz und schauten uns die Lämmer an. Den ganzen Tag sah er mich von Zeit zu Zeit an und sagte „Haar schneiden“ oder „Friseur“, als ob er verarbeiten würde, was er durchgemacht hatte. Im Kindergarten am nächsten Tag fragte ein Kind in seiner Gruppe, wer der neue Junge sei.

Elisabeth hat mit ihrem Chor Abschluss gehabt und wir waren alle vor Ort, um das Konzert zu hören. Es hat etwas, mit spröden Kinderstimmen, die Lieder über den Sommer singen, die das ganze Herz erfüllt.

Sogar die schelmischen Brüder waren für einen Augenblick still und hörten zu.

Um dort zu enden, wo die Woche begann, war am vergangenen Sonntag Muttertag hier in Schweden. Mario war morgens nicht zu Hause, aber ich hörte, wie die großen Kinder schon um vor Sieben auf waren und in der Küche klapperten. Nach einer sehr langen Zeit, ging die Schlafzimmertür langsam auf und herein kamen die Kinder dieses Tablett tragend. So sorgfältig und schön arrangiert, sie hatten es sogar geschafft, guten (!) Kaffee zu brauen. Ich platzte fast vor Stolz. Edward wachte mit einem leicht überraschten Ausdruck auf, fand sich aber schnell wieder und begann, ein Geburtstagslied zu singen.

Damit wünsche ich dir einen schönen und sonnigen Freitag. ♡

Tage zuhause und ein fantastisches Brot

In letzter Zeit wurde es hier auf dem Blog etwas ruhiger, auch dies ist natürlich ein Corona-Effekt. Die Schulen sind hier in Schweden noch geöffnet, aber ich und die Kinder sind seit vier Tagen zu Hause, weil sie ein wenig verkühlt sind. Wir versuchen, die Langeweile mit Baken zu vertreiben und haben eine sichere Wahl getroffen. Denn was schlägt ein gutes, hausgemachtes Brot? Die ganze Familie liebt dieses Rezept und es ist so einfach, dass die ungewohnteste Person es schaffen kann. Das Ergebnis ist jedoch, als ob ein professioneller Bäcker unterwegs wäre.

Hier kommt das Rezept:
– 5 dl fingerwarmes Wasser
– 1 dl Milch (ich nehme in der Regel Hafermilch)
– 25 g Hefe (oder Trockenhefe)
– 2 TL Salz
– 1 EL Honig (oder anderer Süßstoff)
– 12,5 dl Weizenmehl (dieses Mal habe ich die Hälfte mit Durumweizen gebacken, es wurde schmackhaft und ein wenig fester)

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Salz und Honig dazugeben. Gießen Sie über das Milchwasser und rühren, bis die Hefe setzt.
  2. Das Mehl unterrühren. Es sollte ein loser Teig werden.
  3. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch zudecken und 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den Ofen auf 240-250 Grad vorheizen. Zwei Teller mit Olivenöl bestreichen. (Oder Backpapier verwenden)
  5. 1/2-1 Tasse Weizenmehl auf den Backtisch streuen. Den losen Teig über das Mehl kippen, aber NICHT kneten. Weiteres Mehl über den Teig streuen und mit der Hand sanft abflachen. Den Teig in etwa 6 cm schmale Streifen schneiden, dann teile jeden Streifen in etwa 3 Teile „auf der Schräglage“. Nach und nach die Stücke auf die Bleche legen.
  6. Das Brot direkt in der Mitte des Ofens backen (sie müssen nicht wieder gären). Ca. 17-20 Minuten backen. Ohne Handtuch abkühlen lassen so werden die Brote knusprig und fein.

Hoffe, du willst dieses Pangrezept testen, ich komme bald mit mehr Tipps mit Sachen die man, während dieser speziellen Zeit, machen kann. Pass auf dich auf. ♡

Schwedin sein in Corona-Zeiten

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Gestern, als die Kinder in der Schule waren, machten ich und Mario eine Mittagspause in unserem nächsten Restaurant im Freien. Es waren einige Meter zwischen den verschiedenen Tischen und wir sahen, dass die Eigentümer alle Anstrengungen unternahmen, um den Empfehlungen der Behörden zu folgen. Es war zwanzig Grad, wir hörten den Frühling mit den Hummeln die brummten und sahen die Bäume in schierem Grün vor uns. Ich war froh, Schwedin zu sein. Dass meine Kinder in der Schule sein können, dass wir die lokalen Händler unterstützen konnten, wenn auch in einem anderen Alltag. Und dass Schweden, Schweden war. Ein kleines Land, das aber oft einen anderen Weg geht. Wir sind ein Ingenieurland mit hohem Vertrauen in die Wissenschaft, hören gerne auf Experten und die meisten folgen ihren Ratschlägen. Wir haben eine lange Geschichte von Volksbewegungen und Freiwilligkeit. (Als ich ein Kind war, gab es zum Beispiel eine Kampagne gegen Müll in der Natur und bis heute erinnere ich mich an die Slogans und würde in meinem Leben nie auch nur einen Kaugummi in die Natur werfen.)

Ich bin keine Epi­de­mio­lo­gin, ich bin keine Virusexpertin. Ich habe keine Ahnung, wie man mit der Corona-Epidemie umgehen sollte. Schwedens Staatsepidemiologe, Anders Tegnell, hat im Gegensatz zu vielen anderen, sein gesamtes Berufsleben den Epidemien gewidmet. Er sagt, er habe nicht gewusst, dass er so viele Kollegen hatte. Dass es vor der Corona-Krise nur wenige waren, die auf seinem Gebiet arbeiteten. Plötzlich sind alle Experten. Anders Tegnell steht jeden Tag bei der Pressekonferenz und sagt dasselbe. Hände waschen, Abstand halten, die Risikogruppen schützen. Ich finde es fühlt sich zuversichtlich und sicher an, weil die Wissenschaft sollte sich ja nicht ändern, nur weil der Druck von außen größer wird. Der Ruf nach härteren Maßnahmen und dem Lock-down. Die Angst, die sich schneller ausbreitet als das Virus selbst.

Schweden hat bisher eine höhere Sterberate per Einwohner als unsere Nachbarländer, aber wenn ich etwas vom Statistikkurs auf der Universität aufgegriffen habe, dann ist es, dass man aus unvollständigen Daten keine Schlüsse ziehen kann. Wir können nicht wissen, wie sich die Zahl der Todesopfer international vergleicht, bis wir alle Daten haben, das heißt, erst wenn die Pandemie vorbei ist. Erst dann können wir wissen, wer die Krise am besten überstanden hat. Bis dahin bin ich froh, dass Schweden weiterhin Schweden verbleibt.

Jetzt sind Sommerferien!

Heute haben die Kinder ihren lang ersehnten Sommerurlaub bekommen! Zum ersten Mal durften wir Eltern nicht an den Schulabschlussfeiern teilnehmen, sondern wurden auf ein Video verwiesen wo unsere Kinder ihre Lieder singen. So traurig und ungewohnt, aber so süß waren sie doch, als sie heute Morgen mit wassergekämmten Haaren und frisch gebügelter Sommerkleidung davonstapften.

Dies haben wir diesen Sommer vor:

Fühlt sich an wie ein ausgezeichneter Plan. ♡

Wanderungen auf historischem Land

Jetzt sind wir zurück in der täglichen Routine, die Kinder sind in der Schule und ich bin wieder in meinem kleinen Büro. Lange Wochenende, Ferien und Feste zu Ehren, aber ich liebe den Alltag. Und zum Glück ist es so, denn diese Tage gibt es soviel mehr. Lange gemeinsame Ferien können, hm, eine Herausforderung sein, mit allen Kindern und ihren unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen. Wir haben herausgefunden, dass wir morgens so schnell wie möglich raus müssen um die Kinder physisch zu aktivieren, dann fließt der Tag besser.

Jenseits unseres kleinen Dorfplatzes befindet sich ein Hügel, mit einem Wanderweg rundum. Der ist genau das Richtige auch für Edwards kleine Beine. Das ganze Wetter, das hässlich und grau in der Stadt ist, wird schön in der Natur, finde ich. Die Natur kann nie hässlich sein, sie existiert einfach. Genau an diesem Tag, gleicht sie einem fließenden Aquarell.

Edward testete ob die Stiefel das Verkaufsversprechen wasserdicht einhalten.

Im 17. Jahrhundert lag unsere kleine Stadt auf diesem Hügel, und unter diesen moosigen Hügeln kocht es von Geschichte. 1658 begann ein Umzug der gesamten Stadt an seinen heutigen Standort. Um den Umzug vorwärts zu treiben hat man große Teile der Stadt einfach niedergebrannt. Doch gibt es immer noch die prächtige Festung aus dem 14. Jahrhundert, die hinter den Bäumen hervor schaut.

Wir haben weitergekämpft mit unseren Wanderungen und Spaziergängen. Am nächsten Tag schien endlich wieder mal die Sonne, zum ersten Mal seit Wochen fühlte es sich an. Gestern, als wir zur Schule gingen, sagte Julius: Endlich fängt die Schule an, keine Spaziergänge und keine Flohmärkte mehr die ganzen Tage. ♡

Mein Donnerstagmorgen

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Der Tag begann damit, dass wir alle etwas zu spät aufwachten und ich fühlte mich die ganze Zeit einen Schritt hinterher. Da wir gestern Abend nicht zu Hause waren, hatte ich nicht die üblichen Vorbereitungen getroffen, welche den Morgen etwas erleichtern und reibungsloser machen. Oh Gott, was für einen Unterschied das macht, habe ich entdeckt. Musste gefrorenes Brot für das Kinderfrühstück direkt auf dem Herd erhitzen (warum haben wir keinen Toaster?), herumlaufen und die Turnbeutel der Kinder suchen, den Julius nach den neuen Worten von der Hausaufgabe befragen, und gleichzeitig Handschuhe, Mützen und Jacken finden, die wie eine Hindernisbahn im ganzen Haus verstreut lagen. Puh. Kurz bevor wir gingen, schaute ich in den Spiegel, bemerkte dass ich eine total komische Frisur hatte. Ich konnte aber keinen Mütze oder Schal finden, um sie zu verstecken, also versuchte ich, das Schlimmste flach zu drücken und so waren wir auf dem Weg. Als ich den Kinder auf Wiedersehen winkte, traf ich natürlich einen Bekannten, der in die gleiche Richtung musste und von seinem Fahrrad absprang, um mit mir zu gehen. Ganz nett, aber gerade heute fühlte ich mich wie eine Mischung aus der Mutter in den Simpsons und einem Troll mit meiner Frisur und wäre am liebsten allein gewesen.

Jetzt bin ich auf jeden Fall zu Hause, habe mich gekämmt und ein paar Liter Kaffee gekocht. Werde versuchen, den Tag mit effektiver Arbeit zu beginnen, weil am Nachmittag um 14 Uhr in Edwards Kindergarten ein Luciafest ist. Unser Kleiner Mann sollte da Lebkuchenmann spielen, es wird so niedlich werden alle die kleinen Leben zu sehen. Ich möchte morgen ein wenig mehr über die Lucia Feierlichkeiten schreiben, da ist ja der eigentliche „Luciatag“, schau doch gerne dann wieder vorbei. ♡

Mit dem Partner zusammen arbeiten

Mario und ich haben sieben Jahre lang zusammen gearbeitet, zunächst als Einzelunternehmen und jetzt als Aktiengesellschaft. Mit seinem Partner zusammen zu arbeiten ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber für uns funktioniert es in der Regel sehr gut. Der Nachteil ist, dass man finanziell mehr exponiert sein kann, weil keiner von uns einen normalen Gehalt mit einem sicheren Einkommen hat. Bisher hat es gut funktioniert, aber mein bester Tipp als Selbständige ist eine gute Versicherung, die bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdeckt. Natürlich gibt es Abende, nach dem die Kinder im Bett sind, wo wir arbeiten und auch manchmal am Wochenende um eine Deadline einzuhalten.

Aber es gibt viele und vielfältige Vorteile. Wir beide lieben es, zur Arbeit zu gehen, und ich habe nie Sonntagsangst, die ich haben konnte als ich noch angestellt war. Ich liebe die Freiheit über meine Zeit selbst zu verfügen, und auch wenn ich es nicht tue, könnte ich mir frei nehmen, wann immer ich wollte. Diese Illusion, selbst zu bestimmen, ist erstaunlich. Seitdem hat es uns das Familienleben enorm erleichtert. Wir hatten relativ kurze Tage im Kindergarten und konnten die Kinder an sonnigen Tagen früher abholen. Oder wie in dieser Woche, als wir die Verstärkung eines leicht erkälteten Edward im Home Office hatten. Wenn die Kinder zu Hause sein müssen, gibt es keine Diskussionen darüber, wer zu Hause bleiben soll. Sie müssen einfach bei uns bei der Arbeit sein und wir kümmern uns abwechselnd um sie.

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