Die beste Art von Quarantäneaktivität mit (oder ohne) Kinder

Hej und hallo! Wie war eure Woche? Ihr seid einige die lesen, aber ich weiß so wenig über euch. Fühl dich frei, einen kleinen Kommentar oder eine persönliche Nachricht zu hinterlassen und erzähl mir wer du bist. Nur eine kurze Meldung, woher kommst du? Was machst du heute? Wie hat sich deine Welt in diesem Frühling verändert? Wäre so toll zu wissen! ♡

Letzte Woche war es ziemlich regnerisch, grau und trostlos hier an der Westküste, aber es gab ein paar Lichtschimmer, wie zum Beispiel der diesjährige große Eis-Test aller Neuigkeiten! Es gilt nämlich vorbereitet zu sein, wenn die warmen Sommertage kommen, sodass man nicht riskiert die falsche Eis-Sorte zu wählen. Der Test selbst fand an einem lauwarmen Abend in unserem Garten statt. Die Kinder hatten mit Fahnengirlanden den Garten geschmückt und die Stimmung war feierlich und ernst. Alle fühlten die schwere Verantwortung, den richtigen Sieger zu krönen.

Wir hatten mehrere Stücke aller sechs Eis-Neuigkeiten des Jahres gekauft und in kleine Stücke geteilt.

Trotz des hellen Frühlingsabends hatten die Kinder die Disco-Lampe eingeschaltet, um die Stimmung zu maximieren.

Alle mussten eine Bewertung zwischen 1-10 für jedes Eis setzen. Einige mussten mehrmals probieren, um ein endgültiges Urteil fällen zu können. Der diesjährigen Gewinner in der Kategorie Kinder und Erwachsene wurde *Fanfare* Magnum Salted Caramel & Glazed Almonds.

Eine echte 10-von-10-Aktivität für die ganze Familie. Ich bin davon überzeugt, dass es eine Tradition vor jedem Sommer sein wird.

Wünsche euch einen schönen Start in die Woche! Wir hören uns morgen. ♡

Für alle Herzen

Morgen ist Valentinstag, der hier in Schweden Alla hjärtans dag („Tag aller Herzen“) genannt wird. Ein Tag mit einem bitteren Nachgeschmack, finde ich. Teilweise erinnere ich mich an die Schulzeit, als wir Schüler einander Nelken schicken konnten. (Es war also die Schule, die dies arrangiert hat, hoffentlich sind solche idiotischen Arrangements bereits ausgerottet?) Einige bekamen nicht eine einzige, andere trugen einen großen Blumenstrauß nach Hause, wie eine Art Beliebtheitstrophäe. Die Tatsache, das zusätzlich ein Haufen Produkte hergestellt werden, die nur für diesen einzigen Tag verkauft und dann verstaut oder weggeworfen werden, ist wohl die Höhe der Verschwendung? Mit all dem gesagt, kann es nie falsch sein, sich ein wenig extra um seine Liebsten zu kümmern. Es muss nicht schwierig oder teuer sein.

Ich habe herzförmige Zimtschnecken für die Kinder gebacken, die wir morgen im Zug nach Stockholm haben werden.

Hallo, geliebtes Kind ♡

Und Julius, der zum Frühstück immer Joghurt mit Honig isst, kann es ein wenig extra schön bekommen. (Super einfach, tröpfle einfach kleine Tropfen rauf und ziehe einen Zahnstocher hindurch, beginne in der Mitte und nicht anhalten, bis alle Tropfen durchgezogen sind.)

Funktioniert genauso gut mit der Lieblingsmarmelade des kleinen Mannes, Himbeermarmelade.

So jetzt packen wir, weil morgen früh fahren die großen Kinder und ich nach Stockholm, um meinen Bruder und seinen Sohn zu besuchen. Natürlich bekommt ihr bald einen Bericht von dort. ♡

Was die Mutterschaft mit mir machte

Auf meinem Nachttisch liegt ein süßes kleines Büchlein. Es enthält 365 Fragen, die Mütter fünf Jahre lang täglich beantworten können. Ich schummle manchmal und überspringe ein paar Seiten, aber ich mag die Idee, jeden Tag etwas Kleines über die Kinder zu schreiben. Es können banale Fragen sein, wie „Was ist dein Lieblingsgegenstand im Zimmer deines Kindes?“ oder „Wie sieht ein Montagmorgen bei euch zu Hause aus?“ aber die heutige Frage ließ mich innehalten. „Hat dich die Mutterschaft stärker oder verletzlicher gemacht?“

Mutterschaft hat eine Art Heiligkeit über sich, als wäre es die eigentliche und einzig wichtige Aufgabe und Bestimmung der Frau. Es geht weit zurück. Mütter müssen da sein und sich aufopfern, während Väter, die für die Schöpfung und das Leben eines Kindes gleichermaßen wichtig sind, sind nicht so heilig und haben nicht auf die gleiche Weise eine Anwesenheitspflicht. Die Mutter der Mütter, die Jungfrau Maria, war für ihren Sohn da, bis er am Kreuz starb, während der Vater seinerseits, gelinde gesagt, abwesend war.

Schon bevor ich Mutter wurde, befand sich in mir eine ganze Vorstellungswelt darüber, was das für mich bedeuten sollte. Die größte Aufgabe meines Lebens und etwas, das alles verändern würde. Und so war es auch, obwohl es seine Zeit brauchte. Als ich nach einem langen und anstrengendem Kampf meinen Erstgeborenen auf die Brust bekam, war es nicht grenzenlose Liebe und Glück, die ich fühlte. Ich war so unsäglich müde, erschöpft in jeder Zelle und hatte den Schmerz und eine Ausgesetztheit in meinem Körper. Aber ich hielt diesen kleinen, warmen Knopf so hart und dachte, dir darf nie etwas passieren. Ich hatte so viel Angst, ihn zu verlieren oder ihn in irgendeiner Weise zu verletzen. Und als er weinte, wollte ich auch weinen, weil ich nicht wusste, wie ich ihn trösten sollte. Aber dann kamen wir nach Hause, er und ich, und langsam begann wir uns kennen zu lernen. Bald begegnete er meinem Blick, seine braunen Augen waren wie tiefe Brunnen der Weisheit. Ich habe dieses besondere Glitzern gesehen, das immer noch kommt, wenn er glücklich ist. Jeden Tag säte er neue kleine Liebessamen in mein Herzen und eine Mutter wuchs langsam heran.

Heute ist mein Herz eine große und üppige Blumenwiese und als die anderen Kinder kamen, war der Weg zu dieser Wiese bereits offen. Und alle drei haben alle Gefühle und Emotionen tausendfach größer gemacht. Ich war noch nie so wütend, verzweifelt und traurig wie in meinen Jahren als Mutter. Und auch nie so aufrichtig glücklich, stolz und liebte so bedingungslos.

Was ist also die Antwort auf die heutige Frage? Mutter zu sein hat mich stärker gemacht, weil ich alles tun werde, um meine kleine Herde zu schützen. Aber ich war noch nie verletzlicher, weil ich so viel mehr zu verlieren habe.

Elisabeths Schachbrettkekse

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Einige haben nach dem Rezept für die Schachbrettkekse gefragt, die die Kinder und ich vor einer Woche gebacken haben, hier kommt es. Kindisch einfach und schnell gebacken und besonders lustig, wenn du, so wie ich eine kleine Schachliebhaberin zu Hause hast. ♡

Zutaten:
– 125 g Butter
– 1/2 dl Zucker
– 2 1/2 dl Weizenmehl (2,5 dl entspricht 150 g)

Für den hellem Teig:
– 2 TL Vanillezucker

Für den dunklen Teig:
– 1 EL Kakao

Zubereitung:

  • Butter, Zucker und Mehl schnell zu einem Teig vermischen, vorzugsweise in einer Küchenmaschine.
  • Teile den Teig in zwei gleiche Teile. Vanillezucker in die eine Teighälfte und Kakao in die anderen mischen.
  • Teile sowohl den hellen als auch den dunklen Teig in zwei Teile. Rolle den Teig auf eine Länge von ca. 30 cm aus. Drücke und forme die Rollen vierkantig.
  • Lege die vier Längen zusammen, eine helle und eine dunkle ganz unten und ein dunkle und eine helle ganz oben, so dass sie ein Gittermuster bilden. Stelle alles für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank, damit es einfacher zu schneiden ist.
  • Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
  • Die Form in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Kekse in der Mitte des Ofens für ca. 10 Minuten backen. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen und genießen.

Iss dein Unkraut auf!

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Ist dein Garten überfüllt mit Giersch? So auch bei uns, überall findet er seinen Weg dieser kleiner Schurke. Aber Giersch, das viele Namen wie zum Beispiel Dreiblatt, Geißfuß oder Ziegenkraut hat, ist nicht wirklich ein Unkraut, sondern ein Wildgemüse, das beispielsweise in Klostergärten verwendet wurde. Die Blätter sind reich an Eisen, so ist es perfekt für mich als Vegetarier, es zu nutzen. Es geht leicht Spinat in allen Gerichten mit Giersch zu ersetzen und die neuen zarten Triebe sind die leckersten. Da sie sich so rasch und reichlich ausbreiten, geht es schnell, große Mengen zu ernten.

Die Kinder und ich haben uns letzte Woche Mühe gegeben und einen großen Korb mit Gierschblättern gepflückt, die wir blanchiert und eingefroren haben. Ich habe eine Handvoll gehackter Blätter in einem Couscous Salat mit Zitrone, Olivenöl und Walnüssen verwendet. Außerdem haben wir zusammen eine Quiche gemacht mit ein einem Briekäse, den ich im Kühlschrank hatte. Es war wirklich gut und ich fühlte mich wie eine prächtige Hausfrau, die meine Urgroßmutter stolz gemacht hätte, haha.

Hier ist das Rezept für den Kuchen, wenn du auch versuchen möchtest, Unkraut zu essen:

Kuchenteig:
– 2 1/2 dl Weizenmehl
– 1 Prise Salz
– 125 g gekühlte Butter in Würfeln
– 2 EL eiskaltes Wasser

Füllung:
– 300-400 g Giersche
– 1 rote Zwiebel
– 2 EL Butter zum Braten
– 1-2 Prisen Salz
– 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– 1 TL getrockneter Thymian
– 150-200 g Briekäse
– 2 Eier
– 2 dl Sahne
– 3-4 EL gehacktes Schnittlauch

Zubereitung:

1. Mehl, Salz und Butter schnell vermischen, vorzugsweise in der Küchenmaschine. Wasser hinzufügen und schnell zu einem Teig mischen. Mindestens eine halbe Stunde abkühlen lassen.

2. Den Giersch säubern und hacken. Die Zwiebel fein hacken (i nahm hier sogar eine Knoblauchzehe dazu). Zwiebel und Giersch in Butter anbraten, bis die Flüssigkeit eingekocht ist, mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.

3. Drücke den Teig in eine Form mit einer abnehmbaren Kante ca. 22 cm, mach Löcher in den Teig mit einer Gabel. Im Ofen bei 200 Grad ca. 10 Minuten vorbacken, herausnehmen und auf 225 Grad erhitzen.

4. Den Giersch und die Zwiebeln in der Kuchenschale verteilen. Den Briekäse in Scheiben schneiden und oben drauf legen. Die Eier und die Sahne zusammenrühren, Schnittlauch dazugeben und über das Ganze gießen.

5. In der Mitte des Ofens ca. 25 Minuten backen, bis das Eigemisch fest ist und der Kuchen eine schöne Farbe hat. Nehme den Kuchen heraus und lasse ihn ca. 5-10 Minuten stehen bevor du mit Salat servierst.

Hoffe, es schmeckt dir! Wünsche euch allen einen guten Start in die Woche. ♡

Weihnachten in Liseberg

Jedes Jahr zu Weihnachten fahren wir nach Liseberg und essen „Julbord“ (Weihnachtstisch) mit der ganzen Familie meiner Seite. Leider konnten mein Bruder mit Familie in diesem Jahr nicht dabei sein, so dass es ein kleiner Kreis mit meinen Eltern und uns wurde. Liseberg ist ein wunderschöner Vergnügungspark aus den 1920er Jahren, eine wahre Oase mitten in der Innenstadt von Göteborg. Zu Weihnachten ist es besonders schön, wenn der ganze Park bis zu den Zähnen mit Lichtern, frostigen Tannen und vielen Marktständen mit Weihnachtlichen Waren geschmückt ist. Wenn man hier nicht in Weihnachtsstimmung kommt, mit all den wärmenden Lagerfeuern und dem Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln, tut man es wahrscheinlich nie. Die Kinder wollten sofort auf den Schokoladenglücksrädern spielen, als wir in den Park kamen, ein Unterfangen das normalerweise mit weinen und verspieltem Geld endet. Aber da sie ihr eigenes Taschengeld hatten, ließen wir sie machen. Diesmal hatten sie ganz unwahrscheinliches Glück, gewannen bei jedem Glücksrad und bekamen Hybris.

Sogar der Großvater freute sich wie ein Kind über die riesige Schokoladenschachtel.

Mit dem Kinderwagen vollgepackt mit Preisen ging es weiter durch den Park. Diese Laternen fand ich so schön. Denk dir sie zu Hause im Garten zu haben!

Bald war es Zeit für das Weihnachtsessen. Ich bin draufgekommen, dass ich das Mittagessen heute wegen dem Fahren zwischen verschiedenen Kinderfesten verpasst habe, daher das müde und ein wenig hungrig-wütende Gesicht.

So kamen wir im Restaurant Hamnkrogen an, das sich in Lisebergs kleinem, stimmungsvollen Hafen befindet.

Bevor wir hineingingen, habe ich versucht, ein Foto für die diesjährige Weihnachtskarte aller drei Kinder zu machen. Es ging so lala. Im Hintergrund ist übrigens die Polketten-Tanzbahn zu sehen, wo sich meine Großmutter und mein Großvater an einem Sommerabend Ende der 1940er Jahre trafen. ♡

Jetzt waren wir in der Wärme und bekamen einen guten Tisch in der Nähe des Buffets. In Schweden ist „Julbord“ ein Begriff, wie ein Smör­gås­bord mit all dem Essen, das wir mit Weihnachten verbinden. Habe leider keine Bilder vom eigentlichen Essen, denn ich war damit beschäftigt, den Kindern zu helfen und selbst zu essen. Auf jeden Fall essen die meisten Schweden jedes Jahr etwa die gleichen Gerichte und der Weihnachtstisch (Julbord) sieht schon lange gleich aus. Es ist etwas Schönes daran, denke ich, das Essen verbindet uns mit früheren Generationen. Obwohl einiges weggefallen ist und etwas anderes hinzugefügt wurde, bin ich überzeugt, dass die Mutter meiner Großmutter den heutigen Julbord wiederkennen würde. Und meine kleine Tochter, die 115 Jahre nach ihr geboren wurde, weiß auch genau, welche Gerichte zu Weihnachten gehören.

Als wir wieder draußen waren durchsuchte Elisabeth ihre Tasche, um zu sehen, ob es noch ein wenig mehr Geld zum verpulvern gab…

…und das hat es natürlich getan. Die Wahl fiel auf eine dieser Maschinen, wo man versuchen sollte, ein ausgestopftes Tier mit einer Metallkralle zu fischen. Es muss wirklich ein Glückstag gewesen sein. Gegen alle Gesetze der Natur und trotz all meiner Versuche ihnen abzuraten, gelang es den Kindern, die kleine Paillettenmaus, die sie anstrebten, hochzuziehen. Etwas, das ungefähr alle tausend Jahre mal passiert. Schwer das Glück mit der Paillettenmaus zu toppen, gingen wir nach Hause, gesättigt und müde, aber glücklich. Nächste Weihnachten sind wir natürlich wieder da. 🎄

Eine Quarantänewoche in Bildern

Wir gehen jetzt in die zweite Woche, in der wir zu Hause bleiben, weil die Kinder immer noch eine Erkältung haben. Es ist schwer, mit allen Kindern zu Hause zu bloggen, aber ich dachte ich kann euch zumindest einen kleinen Bildregen anbieten, mit Fotos der vergangenen Woche. Trotz der schwierigen Umstände hatten wir eine sehr schöne Zeit zusammen. Die Sonne strahlte auf unserer Straße, unser Haus ist das graue auf der linken Seite.

Heute ist mein Geburtstag und ich bin auf die allerbeste Art und Weise geweckt worden. Mit singenden Kindern in Pyjamas und zerzausten Haaren. Gibt es was süßeres als das?

Aber jetzt zurück zur vergangen Woche, die wir mit Backen eingeleitet haben. Wir haben die Tiefkühltruhe für unsere Ausflüge im Frühling gefüllt.

Und Edward kümmerte sich um den rest des Teiges.

Die Kinder durften Themen wählen. Sie wollten versuchen, ein 💩-Emoji zu backen. Okay, einen Versuch wert!

Elisabeth ist in einem Schachclub und möchte etwas Schach inspiriertes machen. Ich selbst bin leider keine gute Spielerin, aber ich liebe diese kleinen karierten Kekse. Sie sind ein guter Trost, wenn man beim Schach von einer Siebenjährigen geschlagen wird. ♡

Als das Backen abgeschlossen war, wandten sich die Kinder dem Hüttenbau zu. Mit Edward als Sprecher.

Wir waren viel draußen in unserem Garten. Er ist alt und aufgewachsen und ein bisschen „lagom“ (gerade recht) wild.

Mit Blick auf unser schönes, sonnengelbes Nachbarhaus…

…und voller Frühlingsblumen und niedlicher Jungs.

Elisabeth hat selber Vogelfutter aus Kokosfett und Körnern gemacht und hängt es unter der Aufsicht des kleinen Bruders auf.

An einem Tag habe ich Waffeln zum Mittagessen gebacken, die wir mit Marmelade und Sahne aßen, im Freien gegen eine sonnengewärmte Südwand.

Sie erhielten die Bewertung „sehr gut“ von Edward.

Wir waren auch auf Orust, wo sich die Welt wie gewohnt anfühlt. Dort ist es immer leer von Menschen und kommt jemanden, haltet man in der Regel sowieso Abstand. Hier hat die Südwand der Hütte, eine neue Fassade erhalten. Die Kinder halfen mit der typisch roten Farbe zu malen…

…mit Ausnahme von Edward, der versuchte zu lernen, wie man ein Dreirad fährt.

Das war unsere Woche, ich wünsche euch einen guten Start für die kommende. Und viel Kraft für diese besondere Zeit, die wir vor uns haben. ♡

Wanderungen auf historischem Land

Jetzt sind wir zurück in der täglichen Routine, die Kinder sind in der Schule und ich bin wieder in meinem kleinen Büro. Lange Wochenende, Ferien und Feste zu Ehren, aber ich liebe den Alltag. Und zum Glück ist es so, denn diese Tage gibt es soviel mehr. Lange gemeinsame Ferien können, hm, eine Herausforderung sein, mit allen Kindern und ihren unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen. Wir haben herausgefunden, dass wir morgens so schnell wie möglich raus müssen um die Kinder physisch zu aktivieren, dann fließt der Tag besser.

Jenseits unseres kleinen Dorfplatzes befindet sich ein Hügel, mit einem Wanderweg rundum. Der ist genau das Richtige auch für Edwards kleine Beine. Das ganze Wetter, das hässlich und grau in der Stadt ist, wird schön in der Natur, finde ich. Die Natur kann nie hässlich sein, sie existiert einfach. Genau an diesem Tag, gleicht sie einem fließenden Aquarell.

Edward testete ob die Stiefel das Verkaufsversprechen wasserdicht einhalten.

Im 17. Jahrhundert lag unsere kleine Stadt auf diesem Hügel, und unter diesen moosigen Hügeln kocht es von Geschichte. 1658 begann ein Umzug der gesamten Stadt an seinen heutigen Standort. Um den Umzug vorwärts zu treiben hat man große Teile der Stadt einfach niedergebrannt. Doch gibt es immer noch die prächtige Festung aus dem 14. Jahrhundert, die hinter den Bäumen hervor schaut.

Wir haben weitergekämpft mit unseren Wanderungen und Spaziergängen. Am nächsten Tag schien endlich wieder mal die Sonne, zum ersten Mal seit Wochen fühlte es sich an. Gestern, als wir zur Schule gingen, sagte Julius: Endlich fängt die Schule an, keine Spaziergänge und keine Flohmärkte mehr die ganzen Tage. ♡

Gottes Gedanke mit dem Mensch

Letzte Woche, als Elisabeth krank war und anfing sich besser zu fühlen, musste sie einen Tag mit mir ins Büro kommen. Zu sehen, wie ein Kind einen Bürotag angeht, gibt einem unbestreitbar Perspektive.

Erstmal begann sie damit, zu testen, wie sprungfähig die Sofas waren. (Ein wenig schlechter Sprung in ihnen, aber Test bestanden). Etwas, von dem ich keine Ahnung hatte, obwohl ich viele Jahre hier gearbeitet habe. Sie fuhr mit intensivem Schreiben auf der alten Schreibmaschine fort, die ich hier als Dekoration habe. Wusste gar nicht, dass sie funktionierte! Dann ging sie rasch zur Kaffeemaschine und schäumte dort eine Menge Milch im Milchschäumer. Die sie dann mit viel Zucker drauf genossen hat, mehr als zufrieden mit ihrem neu erfundenen „Rezept“.

Schließlich ging sie auf das Kopiergerät los. Zuerst kopierte sie ihre weichen Plüschtiere, dann drückte sie ihr gesamtes Gesicht auf die Glasscheibe und kopierte es in verschiedenen Posen. Ich werde diese Kopien einrahmen, als eine Erinnerung, wie lustig, lustvoll und neugierig der Mensch geboren wird. Kinder müssen Gottes Gedanke mit dem Mensch sein. Wir Erwachsenen sind für immer zu blassen Kopien degradiert.

Mein Geburtstag

Ich hatte einen sehr schönen Tag, obwohl ich noch nie meinen Geburtstag in einer so seltsamen Zeit gefeiert habe. Die ganze Familie hat zusammengeholfen und die Feierlichkeiten organisiert. Die Kinder hatten kleine niedliche Karten mit weitschweifiger Handschrift und einigen spiegelverkehrten Buchstaben geschrieben. Mario kochte eine große Form mit einer fantastisch guten vegetarischen Lasagne.

Zum Nachtisch hatten die Kinder und ich eine Pavlova, mit Schokoladen-Meringue, Sahne und Erdbeeren gebacken. Ich habe die Torte dieses Mal als Kranz geformt, ich finde es ist leichter Stücke zu schneiden und sieht zudem auch sehr schön aus.

Außerdem habe ich so schöne Geschenke bekommen. Von Mario erhielt ich einen der schönsten Blumensträuße, den ich je gesehen habe, und von meinen Eltern erhielt ich die Savoy-Vase von Alvar Aalto, nach der ich mich schon lange sehnte. Abends ging ich mit großer Dankbarkeit für meine Familie ins Bett. ♡

Guten Morgen Montag!

Heute ist es sonnig und eiskalt und die Welt fühlt sich wieder richtig an. Weiß nicht ob ich jemals einen so grauen, warmen, windigen und regnerischen Winter erlebt habe? Um ehrlich zu sein, habe ich mich ziemlich niedergeschlagen gefühlt, eine Sorge und Unruhe im Körper, vielleicht sowohl wegen Lichtmangel als auch wegen Gedanken über die Zukunft. Aber heute ist unser kleiner Marktplatz zur Gänze in Sonne getränkt, man hört Vogelgezwitscher vom Berg hier hinten und die dunklen Gedanken sind wieder verflogen.

Toll, dass so viele hier reinschauen, herzlich willkommen! Ich glaube, einige von euch haben hierher gefunden durch meine Zusammenarbeit mit Schwedenstube. Bitte werft doch einen Blick dorthin, mein erster Beitrag handelt über Stockholm, Skansen und einem weiteren Ausflug, über den ich hier im Blog nicht geschrieben habe. In Kürze wird dort auch ein zweiter Teil über Stockholm mit Kinder veröffentlicht.

Wir hatten ein schönes Wochenende. Elisabeths Chor hatte einen Auftritt in der Kirche gehabt und die sind so süß, dass man fast umfällt. Sie singen laut und mit so viel Stolz und Einfühlungsvermögen. ♡

Edward seinerseits war voll beschäftig mit seinem Baby. Er legt es ins Bett und hebt es auf, wechselt die Windeln und sucht nach dem Schnuller. Ist es nicht seltsam, dass viele mit Spielzeugen konservativer sind als mit der Realität selbst? Ich meine, für die meisten Leute ist es klar, dass sich ihre Söhne um die eigenen Kinder kümmern werden aber eine Puppe kaufen sitzt noch tief innen. Oder umgekehrt, eine Tochter wird wahrscheinlich den Führerschein machen, aber für alle ist es nicht selbstverständlich seiner Tochter ein Spielzeugauto zu schenken. Spielzeug ist ja ein Training für das kommende Leben.

Und ich habe an diesem Wochenende eine große und wichtige Entdeckung gemacht! Fratelli Girdellis Pistaziencreme. Oh, mein Gott, so gut. Ich genoss sie auf einem Sauerteigbrot mit Preiselbeeren und dunkler Schokolade. Und einen starken Kaffee mit Milch, einen besseren Start an einen freien Tag ist schwer zu finden. Genug darüber, jetzt wünsche ich euch eine schöne Woche und vergesst nicht, von Zeit zu Zeit bei mir vorbeizuschauen. Ich habe viel für euch geplant! ♡

Freitagsfeeling

Guten Morgen, endlich Freitag! Ich habe mich wirklich auf dieses Wochenende gefreut, nach zwei Wochen mit kranken Kindern. Aber jetzt ist die ganze Familie wieder gesund und wir haben lustige Dinge geplant. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin Emmy in der Stadt (d.h. in Göteborg), wir essen Brunch und schlendern durch die Stadt. Obwohl wir nur zwanzig Minuten außerhalb der Stadt leben, bin ich heutzutage nur selten dort.

Göteborg ist die Stadt meiner Jugend, so viel Spaß habe ich im Laufe der Jahre dort gehabt und ich finde es immer noch wunderbar, dort zu sein. Ich hoffe, ich kann dir bald einen wirklich guten Ratgeber zusammenstellen!

Am Wochenende habe ich mehr Inspiration mit dem Kochen als unter der Woche. In dieser Jahreszeit habe ich am meisten Lust nach warmen, muffigen und bunten Eintöpfen. Richtig spannend klang dieser in Apfelwein angeschmorter Wirsing mit Estragon. Estragon ist wahrscheinlich mein neues Lieblingskraut, so erstaunlich gut und ein eigener Geschmack.

Dazu serviere ich eine dampfend heiße Focaccia, die im Mund zergeht.

Bild von Blogspot.

Als Kind begleitete ich meine Oma manchmal in ihr Büro, sie war eine Art Sekretärin. Meine nachhaltigsten Erinnerungen an diese Besuche sind Omas weibliche Kollegen. Sie waren immer so schön und fein, dachte ich, mit Blusen, Röcken, Stöckelschuhe und ähnlichen Perlenketten. Sie waren freundlich, warm und hatten Würde, genau wie Oma.

Bild von Mitt Kök.

Und dann boten sie immer hausgemachte Kekse an. Die besten waren Strassburgare (Straßburger Plätzchen), ein federleichter, luftiger Keks, der in Schokolade getaucht war. Ich habe sie noch nie selbst gebacken, aber dieses Wochenende wird es passieren! Der Sonntag wird ein schöner ungeplanter Tag, die großen Kinder werden mit Mario Tennis spielen, sonst haben wir noch nichts entschieden. Vielleicht wird es eine Runde auf dem Flohmarkt. (Julius sucht eine Vitrine für seine Lego-Kreationen) oder warum nicht ein Museum? Bohusläns Museum in Uddevalla ist sehr schön und da gibt es viel zu tun für die Kinder. Freier Eintritt noch dazu und immer interessante Ausstellungen, es ist wirklich einen Besuch wert.

Was hast du vor am Wochenende? Hoffe du hast auf jeden Fall ein richtig schönes Wochenende. ♡

Historische Frauen: Siri Sundström

Eine Hebamme in den Bergen

In Zeiten wie diesen kann es doch passen mit einem kleinen medizinischen Thema bei unseren historischen Frauen? Darf ich vorstellen Siri Sundström, 1892-1976, eine Pionierin in einem Beruf, für den ich große Bewunderung habe, nämlich Hebamme. Siri wuchs auf einem Bauernhof weit oben in den Bergen Lapplands in Schwedens nördlichster Provinz auf. Als sie 22 Jahre alt war, beendete sie ihre Hebammenausbildung in Stockholm und ging wieder nach Hause, um ihren neuen Beruf in ihrer Heimatregion auszuüben.

Sie war die erste professionelle Geburtshelferin in Lappland und zu jeder Tageszeit konnte das Telefon klingeln mit der Ankündigung, dass ein Kind geboren werden würde. Sie arbeitete unter extremen Bedingungen, wenn sie Glück hatte wurde sie mit einem Pferd abgeholt oder durfte auf dem Schlitten von einem Rentier gezogen werden, um die entbindende Frau zu erreichen. Andere Male musste sie auf Skier durch kilometerlange Wälder in beißender Kälte laufen und sich einen Weg bahnen. Oft musste sie mehrere Tage bei der neuen Mutter bleiben, um Sicherheit rund um das Neugeborene und den Rest der Familie zu schaffen. Siri beschrieb die miserablen Bedingungen, die sie oft in den Hütten erwarteten. Manchmal gab es keine Kleider für das Baby oder keine Laken in den Betten.

Siri musste mit dem Hacken und Tragen von Brennholz beginnen, um Wasser zu erhitzen und den Raum zu reinigen, in dem die Geburt stattfinden würde. Gestern in den Nachrichten hörte ich, wie schwedisches Krankenpflegepersonal sich Sorgen machte, dass Einwegschürzen in Schweden knapp werden. Siris Geschichte relativiert die Dinge wirklich.

Etwas später in ihrer Karriere war Siri an der Eröffnung eines Entbindungsheim im Krankenhaus in ihrem Heimatdorf beteiligt und nun war sie es, die mit Pferd und Kutsche hinausging, um die Frauen abzuholen, die entbinden sollten. Siri kämpfte ihr ganzes Leben lang dafür, dass Frauen sicherere Geburten und mehr Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder hatten. Sie half über 3.000 Kindern in die Welt.

„Kein Reichtum der Welt kann sich mit der Freude messen, die ich nach einer komplizierten Geburt mit glücklichem Ausgang empfunden habe.“

Siri Sundström

Bilder: TT/Lennart Nilsson

Willkommen März und das ultimative Freiheitsgefühl

Gestern begrüßten wir den März mit einem kleinen Spaziergang rund um unseren nächsten See. In unserer kleinen Stadt gibt es einen sehr zentralen Freiluftbereich mit Wanderwegen und Joggingstrecken in einer wirklich ursprünglichen Umgebung. So schön, die Stadt nicht verlassen zu müssen, um in die Wildnis zu gelangen.

Zum ersten Mal ließen wir Edwards Kinderwagen zu Hause. Das muss wohl das ultimative Freiheitsgefühl eines Elternteils sein? Ich hätte mich zu Tode gelacht, wenn ich das mit zwanzig gehört hätte.

Edward kämpfte und stampfte den kleinen Weg um den See, einen knappen Kilometer.

Wenn man sein großen Geschwister und ihre Freunde dabei hat, geht es definitiv einfacher, die Kleinen vorwärts zu locken…

Und wenn man etwas weiter vorne einige Tiere sieht, hilft das auch als Motivation.

Diese waren zu 100 Prozent farblich mit den Graustufen der Umgebung abgestimmt. Die letzten Meter mussten wir mit einem Imbiss locken. Wir haben uns in das kleine Café am See gesetzt.

Mit roten Wangen vom Wind und mit zerzauster Frisur von der Mütze.

Die Kinder bestellten das wohl beste Comfort Food, das es gibt. Heiße Schokolade und Toast. Weich, freundlich und warm, kann nichts schief gehen.

Willkommen März, einer meiner Lieblingsmonate (vielleicht ein wenig, weil ich da Geburtstag habe), aber auch, weil es der erste Frühlingsmonat ist, mit all den schönen Dingen die vor uns liegen. ♡

Ist es mit der Gleichstellung zu weit gegangen?

Der Herbst 2017 mit #metoo und all den Millionen von Geschichten die an die Oberfläche kamen, führte in vielen Teilen der Gesellschaft zu einem Aufwachen. Ich habe Hoffnung für die Zukunft meiner eigenen Kinder und ihre Möglichkeit sich anders miteinander zu verhalten als wir es taten als ich aufgewachsen bin.

Aber hin und wieder taucht jemand in der Debatte auf, der behauptet, dass dieses Ding mit Feminismus und Gleichstellung der Geschlechter wirklich zu weit gegangen ist! Ich frage mich, kann es wirklich zu weit gegangen sein? Ja, möglicherweise, fall eines oder mehrere der folgenden Dinge passiert sind, nämlich:

  • dass Frauen deutlich mehr verdienen als Männer.
  • dass es mehr Frauen als Männer gibt, die sich zu wichtigen Themen in den Nachrichten äußern.
  • dass Männer viel mehr Verantwortung für das Heim und die Kinder übernehmen als Frauen.
  • dass Frauen in mächtigen Geschäftsführerpositionen häufiger sind als Männer.
  • dass es für eine Frau im Allgemeinen einfacher ist, in angesehenen Berufen an die Spitze zu gelangen.
  • dass Frauen die Kriminalstatistik dominieren und dass der gefährlichste Aufenthaltsort für einen Mann sein eigenes Zuhause ist.

Soweit ich weiß, ist nichts davon passiert. Jeder von euch, der sich also fragt ob die Gleichstellung der Geschlechter möglicherweise außer Kontrolle geraten ist, kann in Ruhe jegliche Besorgnis loslassen.

PS: Ich weiß, dass Geschlechterrollen auch Männer negativ beeinflussen. Ich schreibe zum Beispiel mehr darüber in diesem früheren Beitrag.

Zeit um kreativ zu sein

Als ich ein Kind war, liebte ich den Kindergarten, weil es dort so viel Bastelmaterial gab. Und ich erlebte es immer so, als hätten die Fräulein Ozeane der Zeit und Energie für das Basteln und das Kreieren. Als ich mit der Schule begann und schreiben lernte, wollte ich irgendwie nie aufhören (ich will es immer noch nicht). Ich musste meine eigenen Welten erschaffen: Bücher, Theaterstücke oder Gedichte. Die Form spielte weniger eine Rolle, ich liebte und liebe immer noch das Gefühl, dass etwas, das in meinem Kopf geboren wurde, zu etwas Physischem heranwächst. Ein Buch oder ein Text, der (im besten Fall) auch andere und nicht nur mich ansprechen kann. Da wo ich mich gerade im Leben befinde, bekommt das Schöpfen nicht so viel Platz wie früher aus verständlichen Gründen. Das Familienleben nimmt die meiste Zeit in Anspruch und so darf es natürlich auch sein. Dennoch sehne ich mich nach einem kleinen kreativen Projekt (das kein Job ist), mit der Betonung auf klein. Wenn ich zu große Ambitionen habe, passiert irgendwie nie etwas.

Also vielleicht wäre ein wenig brodieren genau das richtige Projekt? Wenn man am Abend vor dem Fernseher landet, um ein halb schlechtes Programm zu sehen. Blumen wie diese sind doch ziemlich süß.

Aber am Lustigsten ist doch eine kleine Botschaft. Schön, auf einem Stoffrest zu brodieren anstatt auf einem Kanevas…

Oder eine notwendige Erinnerung für mich selbst machen, auf einem blauen Hintergrund.

Vielleicht etwas für das Kinderzimmer. Wie dieses…

Oder dieses.

Und schließlich vielleicht das kleinste, aber beste Projekt. Ein Fuchs, der alles sagt. ♡

Galeriebilder von Pinterest-Frau Schweden.

Corona: Dinge die ich vermisse, nicht vermisse, nicht vermissen werde und nicht vergessen werde

Die sehr inspirierende Seite manrepeller.com machte eine Art Liste, die die Gefühle rund um Corona zusammenfasste und ich denke dieses Konzept schlicht und einfach zu stehlen.

Hier ist meine Liste, Bitteschön:

Dinge, die ich vermisse:

  • An einem sonnigen Sommerabend auf einer überfüllten Restaurantterrasse zu sitzen, ohne mehr darüber nachzudenken.
  • Die Hände schütteln, wenn man eine neue Person trifft. Es ist irgendwie so menschlich und es gibt nichts, was es ersetzen kann.
  • Seine engen Freunde zu umarmen.
  • Soziale Zusammenkünfte, spontane und geplante, die eine Menge neue Energie geben.
  • Glückliche Menschen auf der Straße.
  • Das Gemurmel vieler Leute, die eine nette Zeit in einem Restaurant haben.

Dinge die ich nicht vermisse:

  • Menschen umarmen, die man kaum kennt.
  • Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die mehr Stress als Bedeutung erzeugen.
  • Updates auf Instagram mit Fotos von weit entfernten Reisen.
  • Das Gefühl, Dinge zu versäumen, nicht ausreichend zu sein für alles was man machen will für andere und für einen selbst.

Dinge die ich nicht vermissen werde:

  • Den Atem anzuhalten, wenn man an einem Fremden vorbei läuft.
  • Umwege im Kaufhaus gehen, um mit niemanden zusammen zu stoßen.
  • Die trockenen und aufgesprungenen Hände der Kinder.
  • Das Gefühl von Handdesinfektionsmittel in blutenden rissigen Wunden.
  • Der polarisierende und gehässige Ton, der überall aussickert, wo jeder denkt zu wissen, was niemand wirklich weiß.

Dinge die ich nicht vergessen werde:

  • Als ich, an einen frühen Zeitpunkt der Pandemie die Hand ausstreckte, um einen neuen Bekannten zu begrüßen, und ich auf einen Ellenbogen traf.
  • Als meine Tochter mich fragte, ob ich an Corona sterben würde.
  • Wie die Menschen sich gegenseitig in der Krise unterstützen, all die schönen Initiativen die überall gestartet werden, all den Einfallsreichtum den wir alle in uns haben.
  • Dass, wenn sich die Dinge zuspitzen, es so unglaublich deutlich wird, was wirklich etwas bedeutet.

Wie sieht deine Liste aus? ♡

Eiersuche beim schönen Schloss Tjolöholm

Während der Osterwoche fuhren wir nach Kungsbacka zum Schloss Tjolöholm, ein Platz zu dem wir oft zurückkehren. Der ganze Ort ist wirklich eine Bombe der Inspiration und ich finde jedes Mal etwas Neues, das mich fasziniert. Das Schloss wurde 1904 fertiggestellt, ist im Tudorstil erbaut und die führende Arts and Crafts-Eintrichtung der nordischen Region. Während das Schloss gebaut wurde, starb der Baumeister, was dazu führte, dass seine Frau Blanche Dickson das Kommando übernahm. Sie vervollständigte das gesamte Gebäude, den fantastischen Schlosspark und ein eigenes kleines Dorf für die Arbeiter des Schlosses.

So schön durften die Familien, die für Blanche arbeiteten wohnen. Blanche hatte ein großes soziales Engagement und den Familien wurden sowohl Gesundheits- als auch Pensionsansprüche gewährt, was damals ungewöhnlich war. Jedes im Bauerndorf geborene Kind bekam sein eigenes Sparbuch mit einem kleinen Kapital darauf und die Arbeiter betrieben ihr eigenes Lebensmittelgeschäft, in dem sie alle einen Teil des Gewinnes teilten.

Rund um das Dorf und das Schloss gibt es schöne kleine Naturpfade, die perfekt sind, um dort mit der Familie zu spazieren. Normalerweise gibt es hier zu Ostern ein großes Fest, die Kinder treffen den Osterhasen und die Restaurants sind in der Regel voll von Menschen. Das meiste davon wurde in diesem Jahr natürlich eingestellt, mit Ausnahme der Eiersuche, auf die sich unsere Kinder am meisten freuen. Man wählt den Schwierigkeitsgrad…

… bekommt eine Karte und macht sich auf den Weg.

Jedes Ei enthält einen Buchstaben und zusammen bilden sie ein Wort. Dieses Ei war gut getarnt gegen den klaren Aprilhimmel. Hier siehst du auch Tjolöholms schöne Kirche, die Blanche erbauen ließ, damit die Arbeiter sonntags nicht so weit gehen mussten.

Als die Hälfte der Eier gefunden wurde, brauchten wir eine Pause. Wir fanden einen schönen windgeschützten Platz außerhalb des Versammlungsraums des Dorfes, wo man damals Feste und Veranstaltungen feierte.

Wir packten mitgebrachte Zimtschnecken, Saft und Kaffee aus.

Julius hatte jedoch nicht viel Zeit zum Ausruhen, sondern studierte die Karte sorgfältig, um den richtigen Weg zum nächsten Ei zu finden.

Bevor wir das schöne Häuschen verließen, nutzten Elisabeth und Edward die Gelegenheit, die große Eiche zu erklimmen.

Wir setzten unsere Wanderung fort und erreichten schließlich das fantastischen Haus des Torwächters. Das Häuschen sieht wirklich aus wie aus einem Märchen und hier lebte der Kutscher und Pförtner des Schlosses mit seiner Familie.

Genau wie die Hütten im Bauerndorf kann man dieses Wächterhaus für Übernachtungen mieten. Was für ein Traum!

Das war alles mit unseren Besuch für dieses Mal, aber wir kommen wieder, sei so sicher. ♡

Der erste Schnee ist gefallen + Schau rein in unser Esszimmer

Hej zusammen! So sah es aus, als die Kinder und ich heute Morgen zur Schule gingen. Nachdem ich die Woche damit begonnen hatte zu schreiben, dass dies der wärmste Winter war den ich je erlebt habe, kam die Kälte direkt mit einer Nachricht. Seitdem hat es immer wieder geschneit. Die Kinder versuchen, Schneebälle zu formen und wollen die Schlitten herausziehen, aber die Schneedecke ist noch nicht tief genug.

Wir haben den Speisesaal fertig eingerichtet und jetzt ich wollte euch zeigen, wie der Rest des Raumes aussieht.

Hier steht der Schrank der Schränke an seinem Platz. Und hier habe ich eine Zeichnung eingerahmt die Julius gemacht hat, ich fand sie so schön. Die Tür geht in Richtung Küche.

Zwei große Fensterbereiche sorgen dafür, dass der Raum jetzt immer heller und heller wird, wenn die Sonne es schafft zu scheinen.

In der anderen Ecke ist die Tür zu unserem Schlafzimmer.

Das ist Marios Stolz, ein Barschrank, den er für 40 Euro auf einem Flohmarkt gekauft hat. Die Kerosinlampe und Messingkerzen sind auch Flohmarktfunde und das Gemälde sowie die Vase stammen aus einem unserer ehemaligen Häuser. Es ist wirklich ein behagliches Zimmer und bald zünden wir alle Kerzen an und haben bald unseren gemütlichen Freitagabend mit den Kindern! ♡

Mein Leben als Butler, Salzkrähe und neue Lampen

Diese Woche hat nicht so richtig begonnen wie geplant. Elisabeth ist verkühlt und ein wenig zu krank für die Schule, aber immer noch gesund genug um zu Hause zu sehr gelangweilt zu sein. Ich versuche, etwas Arbeit zu erledigen, muss aber dauernd unterbrechen, um ihr Eis, heißen Saft oder Pepparkakor zu servieren. Mit anderen Worten genauso wie es sein sollte, ein eigener Butler ist ein Muss für ein Krankes Kind und es gelten keine üblichen Regeln. Essen was man will und Filme den ganzen Tag.

Draußen regnete es in Strömen und hat es den ganzen Tag getan. Es ist kaum Tageslicht, aber wir haben es weich und warm hier drinnen. Ich zünde Kerzen und kleine Lichter an, trinke heißen Kaffee und habe lediglich eine dicke Strickjacke über meinen Pyjamas angezogen. Im Fernseher läuft Astrid Lindgrens Ferien auf der Kräheninsel (Vi på Saltkråkan) auf Repeat. Bin so froh, dass Elisabeth den gewählt hat und keinen der heutigen stressigen, blinkenden Kinderfilme mit schreienden, lauten Stimmen. Bei Ferien auf Saltkroken passiert im Grunde genommen nichts und die Kamera verweilt lange auf Schwanenfamilien die am Strand schwimmen oder der Wind der im Gras weiht. Schön, dass sie es zu schätzen weiß, für sie wo in einer Welt aufwächst in dem die meisten Medien auf die sie stößt ein ganz anderes Tempo aufweisen.

Diese Lampe (und noch eine Gleiche) ist der neueste Flohmarktfund. Der Rest der Familie zögerte ein wenig, aber jetzt scheinen sie sich daran gewöhnt zu haben. Ich mag die Kombination des Lampenschirms mit einem Bordell-Gefühl und dem strammen Marmorfuß, wir gaben knapp 10 Euro per Stück. Hoffe du hast eine schöne Woche, schauen von Zeit zu Zeit vorbei, denn ich habe mehr lustige Sachen im Gange. ♡

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