Hönökaka aus Hönö

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Im nördlichen Schärengarten von Göteborg liegt die schöne Insel Hönö. Der Name stammt offenbar von dem altnordischen Wort, hein, was Wetzstein bedeutet und sich auf die runden, abgeschliffenen Felsen der Insel bezieht. Das ist eines von den vielen schönen Dingen mit Bohusläns Inseln, die weichen runden Felsen die leise ins Meer verschwinden. Als wir zuletzt Hönö besuchten stürmte es und das Meer schäumte und war so herrlich smaragdgrün.

kaka bedeutet Kuchen oder Kecks auf Schwedisch“

Von Hönö kommt eines der beliebtesten Brote Schwedens, das so genannte Hönökakan. (Keine Sorge, kaka bedeutet Kuchen oder Kecks auf Schwedisch und kann entweder ein süßer Kuchen oder ein Stück Brot sein). Ursprünglich wurde das Brot von der Bevölkerung auf Hönö und den Inseln in der Nähe gebacken, aber heute steht die Industrie für die größte Produktion. Als ich klein war gab es das Brot oft bei uns zuhause. Das industriell produzierte Brot ist zwar recht süß und sehr weich, aber für mich ist es wie ein Stück Kindheit. Es versetzt mich zurück auf den weißen Rodelhang mit heißer Schokolade und dazu die eiskalten Hönökaka-brötchen.

Teig in vier respektive acht Stücke teilen.

Ich vermute, dass das Brot welches wir heutzutage in Schweden kaufen können nicht mehr soviel mit dem Original gemeinsam hat. Also habe ich versucht mein eigenes zu backen und es war echt gut! Es erinnerte mich an meine Kindheit, nur hatte es einen besseren Kauwiderstand und war zudem voller im Geschmack. Hier kommt das Rezept, ich habe gleich die doppelten Zutaten genommen um den Gefrierschrank zu füllen. (Leider war er nicht sehr lange gefüllt, weil die Kinder das Brot JEDEN Tag zum Frühstück wollten bis das Lager aufgegessen war.

Ungefähr 27 cm im Durchmesser.


Hausgemachte hönökaka

Die fertigen Brote in der Mitte schneiden und abkühlen lassen.

Zutaten für ca. 4 große runde Kuchen:

25 g Hefe
300 ml Milch, lauwarm
50 g Butter
2 EL Sirup (auch gut geht mit Honig)
1 TL Salz
150-200 g Roggenmehl (Type 610)
250-350 g Weizenmehl

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Milch hinzufügen und umrühren, bis die Hefe sich auflöst. Gib unter laufendem Rühren Butter, Sirup, Salz, Roggen- und Weizenmehl. Rühre alles zu einem glatten Teig und knete ihn stark für ein paar Minuten. Den Teig unter einem Tuch für 50-60 Minuten gehen lassen.
  2. Teile den Teig in ca. 4 Stücke. Rolle den Teig in ca 27 cm große runde Formen aus. Als letztes mit einer genoppten Teigrolle rüber rollen. Falls keine „Knäckebrott“-Teigrolle vorhanden ist, mit einer Gabel ordentlich einstechen.
  3. Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitzevorheizen.
  4. Lege den platten Teigkuchen auf ein Backblech mit Backpapier und lasse sie erneut abgedeckt 25 Minuten lang gehen.
  5. Backen Sie die Brote in dem Ofen für 6-8 Minuten bis sie eine feine Farbe haben. Auf einem Ofenrost unter einem Tuch abkühlen lassen.

Mit Butter bestreichen, Käse und Marmelade drauf. Zusammen mit einer Tasse Tee genießen!

Sonntag am Strand

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Am Sonntag packten wir den Picknickkorb und gingen zu unserem kleinen Strand. Es dauert ungefähr fünf Minuten zu Fuß und ist wirklich ein Luxus.

Zu Hause waren die Kinder wild gewesen, haben einander an den Haaren gezogen und jedes Spielzeug war nur MEIN. Aber immer, wenn wir an den Strand kommen, passiert etwas magisches. Ich weiß nicht, ob die Kinder einen Respekt vor dem Meer fühlen, aber irgendwie ist es selten dass sie streiten.

Julius als älterer Bruder agierend, erklärt pädagogisch zu was das Treibgut und die sonstigen Fundgegenstände da sind. Elisabeth hört mit Interesse zu und ergänzt mit ihren Standpunkten.

Am Strand haben wir eine kleine Hütte die fast gleich alt ist wie unser Haus – „but still standing“. (Nächstes Jahr wollen wir sie renovieren, unser Traum ist einen kleinen Badesteg dran zubauen). Aber bis jetzt taugt es wunderbar um die Spielsachen der Kinder zu verstauen oder um sich vor dem Baden umzuziehen.

Es ist echt wunderbar nicht jedes Mal die ganzen Sachen an den Strand schleppen zu müsse. Im Sommer wird dadurch die Startstrecke um schwimmen zu gehen viel kürzer. Einfach den Schlüssel für unser Badehaus mitnehmen und los geht’s. Es scheint manchmal so, dass man als Familie mit Kleinkindern nur damit beschäftigt ist, die Sachen der Kinder in eine Tasche rein und wieder raus zu packen.

Dann gab es Kaffee für uns Erwachsene und heiße Hagebuttensuppe für die Kinder. Die Hagebutte ist ja vollgestopft mit Vitamin C, es fühlt sich gut an wenn die Kinder ihr Lager vor dem Winter auffüllen. Bevor wir nach Hause gingen nutzten wir die Gelegenheit die letzten Sonnenstrahlen zu fangen, es wird jetzt nämlich immer früher dunkel.

Alle Bilder in diesem Beitrag sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

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