24 Stunden Helsingborg

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Vor ein paar Wochen bin ich am Wochenende mit Mario nach Helsingborg gefahren. Erste Nacht ohne unseren Kleinen, seit seiner Geburt (!) Ich erinnere mich, dass die anderen beiden viel früher weggeschlafen haben, aber ich bin mit dem Kleinen extrem lächerlich geworden. Ich möchte nur, dass er mein kleines Baby ist. Wie auch immer, ich habe vor tausend Jahren in Helsingborg studiert, also hat es Spaß gemacht, wiederzukommen. Helsingborg ist die zweitgrößte Stadt Skånes nach Malmö und liegt am schmalsten Teil der Meerenge Öresund. Es ist nur etwa 4 km über die Meerenge bis nach Helsingör in Dänemark.

Wir begannen mit einem Besuch im Freilichtmuseum Fredriksdal. Wirklich ein fantastischer Ort, den ich völlig verpasst hatte als ich in der Stadt lebte. Weiß gar nicht wie das überhaupt möglich ist, denn das muss der schönste Platz in der Stadt sein. Es ist wie eine kleine Mini-Welt von früher. Im Zentrum gibt es ein schönes Herrschaftshaus, umgeben von Wiesen und Weiden, die in einer ökologischen und historischen Art und Weise gepflegt werden.

Einer der alten Ställe des Herrschaftshauses wurde zu einem Gartencafé eingerichtet. Hier haben wir zu Mittag gegessen.

Sehr gute Blumenkohlsuppe.

 

Zu einem Geschäft umgebauter Stall.

Ich bin total begeistert von älterer Ästhetik und liebe die alten Stadtviertel. In Schweden hat man unglaublich viele alte Stadtzentren abgerissen. Als die schwedische Wirtschaft in der Nachkriegszeit steil nach oben ging, wollte man weg mit dem Alten und rein mit der Zukunft. Das Ergebnis war, in etwa 100 Prozent der Fällen, hässlicher als zuvor, wenn auch vielleicht praktischer. In Helsingborg wollte man das Alte wenigstens bewahren und hast es in Fredriksdal wieder aufgebaut.


Hier in Fredriksdal gibt es kleine Läden so wie früher…


…man kann zum Arzt und Zahnarzt gehen…

…oder zum Friseur.


Ein herrlicher Schnurrbart passt allen. Oder? 

Gestärkt vom Mittagessen und Spaziergängen in Fredriksdal, checkten wir im The Vault Hotel in der Innenstadt ein. Es ist ein relativ neues Hotel in einem sehr alten Gebäude, das früher eine Bank war.  


Wir wurden von einem Blumendach begrüßt.


Hallo Rezeption – du bist schön!


Das Zimmer war genauso luxuriös, wie man es gerne haben möchte, wenn man mal ohne die Kids unterwegs ist und Zeit für sich selber hat.


Ich liebe diese Farbkombination!


Schöne Aussicht über die Stadt. Das schöne neugotische Gebäude auf der rechten Seite ist das Rathaus. Am Horizont sieht man Dänisches Helsingör.

„Ein totaler Traum für müde Eltern.“

Am Abend testeten wir das hoteleigene Restaurant Venti, super gute Trüffelpizza, die im Handumdrehen verputzt wurde. Der Service war jedoch der langsamste der Welt an diesem Abend, so dass wir es nicht erwarten konnten, ein Dessert zu bestellen. Stattdessen kauften wir Schokoladeneis und andere Gutsachen in einem Supermarkt, haben uns unter die Decke gekuschelt und schauten uns Serien an. Ein totaler Traum für müde Eltern. Wir konnten sogar total wild and crazy sein und eine zusätzliche Episode ansehen, denn kein kleines Schweinchen (Edward) würde am nächsten Morgen da stehen und nach uns rufen.

Liebe alles an diesem Bild: Fenster, Vorhänge, Lampe, Panel.

Nach einem guten Hotelfrühstück (nicht so riesig und plump, wo es unmöglich ist zu wählen, sondern klein, aber mit feinen Zutaten) begaben wir uns raus in die Stadt.


Wir sahen die schöne Sankt-Marien-Kriche und schlüpften dort hinein. Ich liebe Kirchen, sie sind wie eine Zeitkapsel. Trotz all des Stresses draußen, kann man in den gleichen Frieden eintreten, den jemand vor Hunderten von Jahren an genau demselben Ort verspürt hat. Diese besondere Backsteinkirche wurde um 1450 (!) erbaut, unter einer Zeit, als Skåne dänisch und die Kirche katholisch war.

Sobald man wieder draußen ist, ist man immer genauso überrascht, was für ein Leben und Lärm es ist und dass niemand anders den gleichen Frieden zu fühlen scheint wie man selbst. Wie auch immer, wir hatte Lust auf einen Kaffee und ging in Richtung Ebbas Fik, das ich noch aus meiner Studienzeit kannte. So cool, mit vollständigem Interieur aus den 50er Jahren. Allerdings sehr voll an diesem Samstag, so dass wir stattdessen ein neues Café gegenüber testeten, Bruket Kaffebar. Wir fragten, ob es irgendwas veganes gibt, natürlich, alles ist vegan, also einfach frei wählen. So etwas muss man doch einfach lieben, dass pflanzenbasiert die Norm darstellt.

Brukets veganer Schokoladenkuchen eine klare Wahl!

In einem kleinen Antiquitätengeschäft fand ich diesen Kürbis für 20 SEK. Die einzige schöne Halloween-Dekoration die ich bisher gesehen habe.

Da wir sowohl nach dem Hotelfrühstück als auch nach Kaffe und Kuchen ziemlich satt waren, bestand das Mittagessen Pommes Frites beim Freakin‘ Fries, ein Restaurant, das sich voll auf die perfekten Pommes konzentrierte. Hier müssen wir unsere Tochter mitbringen, die ein Pommes-Liebhaber von Rang ist. Es ist ziemlich typisch, wenn man weggeht, um etwas anderes als ein Elternteil zu sein, dass man ständig darüber spricht, was die Kinder gerne hätten und was wir tun könnten, wenn sie mit wären. Wenn wir das nächste Mal nach Helsingborg fahren, dachten wir, würden wir die beiden großen Kinder mitbringen, ich glaube es würde ihnen gut gefallen.

Die Treppe des Lebens.

Das waren unsere 24 Stunden, Zeit nach Hause zu gehen und die Kinder zu umarmen. Hejdå Helsingborg, wir kommen wieder. Und dann werde ich die ganze Familie zwingen, eines der drei Kaltbadehäuser der Stadt zu besuchen. (Mario gab diesmal vor, verkühlt zu sein, nur um nicht im kalten Meer baden zu müssen).

Update: Lyckebo

Erinnert ihr euch, als ich schrieb, dass unser kleines Häuschen auf Orust neues Leben eingehaucht bekommen würde? Wie immer bei Renovierungen dauert es tausendmal länger als man denkt und kostet mindestens doppelt so viel. Aber wir (lest hier Mario und die Tischler) sind jetzt ein gutes Stück weit gekommen und bald ist es Zeit für das Lustige. Alle Tapeten und Farben auswählen und vielleicht sogar beginnen, ein wenig über Möbel zu träumen. Unser Schlafzimmer ist eigentlich schon fast fertig und deshalb müssen wir bald nicht mehr die rosa Sonnenuntergänge abends verlassen und nach Hause eilen. Und wir werden auch nicht mehr die Wanderungen der Elche über die Felder oder den Klang der totalen Stille verpassen.

Ich habe euch schon den Anbau gezeigt, aber wir sind so glücklich für unsere kleine Hütte, dass ich es wieder mache 🙂

Hier fehlt ein wenig Farbe wie ihr sehen könnt (und ein oder zwei Runden zur Müllhalde), aber vor allem wird ein Zaun benötigt, der an unseren kleinen Platz einrahmt und Edward an Ort und Stelle hält, so dass wir etwas arbeiten können, ohne das er die ganze Zeit zum Pferdegehege abhaut.

Ich bin hier zu Hause durch unsere Nachbarschaft gelaufen und habe mir verschiedene Variationen von Zäunen angeschaut. Dieser Zaun mit den zugehörigen Pflanzen, bei unseren Nachbarn, ist Perfektion…

…oder der auf der linken Seite, ein einfacher, aber schöner roter Zaun. (Obwohl nicht ganz fluchtsicher denke ich.)

In der Nähe der Hütte wäre es schön, mit einigen Mustern auf den Brettern.

Ich habe mir auch ländlichere Lösungen angesehen.

Das Schönste auf dem Land ist wohl eigentlich ein altmodischer Holzzaun aus Fichtenholz. Aber das erfordert natürlich seinen Handwerker. Was ist dein Favorit?

Wir ziehen um!

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In der gleichen Straße, wo sich mein Büro befindet, gibt es ein so wunderschönes altes Haus. Ich bin tausendmal dort vorbeigegangen und habe die alten, mundgeblasenen Fenster angesehen und fantasiert, wie es wäre, dort zu leben. Plötzlich in diesem Sommer, offenbarte sich eine Chance für uns und in dieser Woche ziehen wir ein! Kann kaum glauben das es wahr ist. Jetzt werden wir dort ein Zuhause schaffen, mit unseren eigenen Lampen in den schönen Fenstern und vielleicht geht jemand anderes vorbei und denkt, es sieht warm und gemütlich aus.

Da wir jetzt mehr Quadratmeter bekommen, fehlen uns einige Möbel. Ein Großteil der Zeit vergeht mit dem Durchsuchen von verschiedenen Auktionsseiten. Das Haus möchte nicht unbedingt Neuproduziertes haben und auch ich nicht. Ältere Möbel haben zudem meistens fantastische Qualität und sehen auch besser aus. Das Haus wurde 1928 erbaut, im neoklassizistischen Stil und mit vielen Merkmalen von Swedish Grace. Ich bin von der Ästhetik inspiriert, aber nicht slawisch. Ich denke immer, das es zuhause am gemütlichste ist mit einer Mischung aus allem was man mag. Ich habe eine kleine Collage für das Wohnzimmer zusammengestellt, das ziemlich groß ist und deshalb viele Möbel und andere Einrichtungsgegenstände erfordert. Aber nur zum Hinweis! Es ist eine Liste zur Inspiration, keine Einkaufsliste.

Echte Kunst an den Wänden ist ein so großer Unterschied, so eine Power-Lady signiert Einar Hjort, hätte ich nicht abgelehnt. Aber auch mit meinem Budget kann man bei Flohmärkten Kunstschnäppchen machen, oft billiger als neugedruckte Plakate. Unser Sofa haben wir bereits gefunden, es ist mindestens so blumig, aber viel größer und familienfreundlicher als dieses. Ein weicher Teppich unter der Couch ist ein Muss auf alten, kalten Böden und etwas in diesem Stil wäre schön. Da wir in diesem Land ein halbes Jahr Dunkelheit haben, benötigen wir viele kleine Lampen in den Fenstern. Wie schön sind diese im Funktionalismus-Stil? Ein bisschen 17. Jahrhundert ist auch nie falsch, feine kleine blau-weiße Töpfe habe ich von meiner Oma geerbt. Es braucht auch etwas dunkles Holz, für die Balans mit all dem Hellen. Diese Sessel fand ich super schön und der Kaffeetisch signiert Josef Frank ist ein Traum, von dem ich weiter träumen kann. Schließlich etwas, das ich sogar schon zuhause habe, die perfekte Deckenleuchte von Lampverket. Und natürlich noch ein großer Baum, vorzugsweise Feige wie dieser. Was denkst du, kann das schön werden?

Mutter von Söhnen zu sein

Gestern kam Julius von der Schule nach Hause und wurde während eines Fußballspiels von einem älteren Jungen schwer angerempelt und gefault. Julius war traurig, zuerst, weil er sich verletzte und es ihm weh tat, und dann, weil sich der Junge nicht bei ihm entschuldigte, sondern nur weiterlief obwohl er gesehen hatte was passiert war. Ich habe oft gedacht, dass die Gleichstellung der Geschlechter vor allem dazu da ist, die Bedingungen der Frauen zu verbessern. Aber nachdem ich selbst zwei Söhne habe, bekomme ich einen Klumpen im Bauch, wenn ich an Buben denke. Sie sind so verwundbar, vor allem untereinander. Ich denke an meine weichen, kuscheligen Jungs, die von der Kerlenkultur, die oft auf dem Schulhof herrscht, geschliffen werden. Angst vor größeren Kindern, harte Bälle in den Magen, dumme Kommentare in der Umkleidekabine,…

Unsere Töchter werden erzogen, um die Gefühle anderer Menschen zu sehen, fürsorglich zu sein und schon in jungen Jahren Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Die Buben liegen hoffnungslos hinterher und sind es ihr ganzes Leben lang. Männer sind in der Selbstmordstatistik, Drogensucht und Arbeitslosigkeit überrepräsentiert. Sie sind einsamer und haben weniger enge Beziehungen als Frauen. Ich möchte versuchen, meine Söhne auf die gleiche Weise großzuziehen wie meine Tochter. Dass sie Empathie entwickeln, tiefe Beziehungen pflegen und die Fähigkeit haben, ihre eigenen und die Gefühle anderer zu verstehen. Gleichzeitig finde ich es beängstigend, denn die Buben Erziehen wie die Mädchen, birgt das Risiko, den Status der Jungen in den Augen der Gesellschaft zu senken. Hoffentlich landen sie in der wichtigen Jugendzeit in einem toleranten Zusammenhang. Und ich hoffe, sie sehen diesen kleinen Jungen, der zu hart auf dem Fußballplatz angegangen wurde, und gehen nach vorne, um ihm eine tröstende Hand anzubieten. Wenn Buben mehr wie Mädchen aufgezogen werden, werden sie mit Sicherheit ihr ganzes Leben davon profitieren.

Wir haben begonnen, Töchter mehr wie Söhne zu erziehen … aber nur wenige haben den Mut, unsere Söhne mehr wie unsere Töchter zu erziehen.

Gloria Steinem

Was die Mutterschaft mit mir machte

Auf meinem Nachttisch liegt ein süßes kleines Büchlein. Es enthält 365 Fragen, die Mütter fünf Jahre lang täglich beantworten können. Ich schummle manchmal und überspringe ein paar Seiten, aber ich mag die Idee, jeden Tag etwas Kleines über die Kinder zu schreiben. Es können banale Fragen sein, wie „Was ist dein Lieblingsgegenstand im Zimmer deines Kindes?“ oder „Wie sieht ein Montagmorgen bei euch zu Hause aus?“ aber die heutige Frage ließ mich innehalten. „Hat dich die Mutterschaft stärker oder verletzlicher gemacht?“

Mutterschaft hat eine Art Heiligkeit über sich, als wäre es die eigentliche und einzig wichtige Aufgabe und Bestimmung der Frau. Es geht weit zurück. Mütter müssen da sein und sich aufopfern, während Väter, die für die Schöpfung und das Leben eines Kindes gleichermaßen wichtig sind, sind nicht so heilig und haben nicht auf die gleiche Weise eine Anwesenheitspflicht. Die Mutter der Mütter, die Jungfrau Maria, war für ihren Sohn da, bis er am Kreuz starb, während der Vater seinerseits, gelinde gesagt, abwesend war.

Schon bevor ich Mutter wurde, befand sich in mir eine ganze Vorstellungswelt darüber, was das für mich bedeuten sollte. Die größte Aufgabe meines Lebens und etwas, das alles verändern würde. Und so war es auch, obwohl es seine Zeit brauchte. Als ich nach einem langen und anstrengendem Kampf meinen Erstgeborenen auf die Brust bekam, war es nicht grenzenlose Liebe und Glück, die ich fühlte. Ich war so unsäglich müde, erschöpft in jeder Zelle und hatte den Schmerz und eine Ausgesetztheit in meinem Körper. Aber ich hielt diesen kleinen, warmen Knopf so hart und dachte, dir darf nie etwas passieren. Ich hatte so viel Angst, ihn zu verlieren oder ihn in irgendeiner Weise zu verletzen. Und als er weinte, wollte ich auch weinen, weil ich nicht wusste, wie ich ihn trösten sollte. Aber dann kamen wir nach Hause, er und ich, und langsam begann wir uns kennen zu lernen. Bald begegnete er meinem Blick, seine braunen Augen waren wie tiefe Brunnen der Weisheit. Ich habe dieses besondere Glitzern gesehen, das immer noch kommt, wenn er glücklich ist. Jeden Tag säte er neue kleine Liebessamen in mein Herzen und eine Mutter wuchs langsam heran.

Heute ist mein Herz eine große und üppige Blumenwiese und als die anderen Kinder kamen, war der Weg zu dieser Wiese bereits offen. Und alle drei haben alle Gefühle und Emotionen tausendfach größer gemacht. Ich war noch nie so wütend, verzweifelt und traurig wie in meinen Jahren als Mutter. Und auch nie so aufrichtig glücklich, stolz und liebte so bedingungslos.

Was ist also die Antwort auf die heutige Frage? Mutter zu sein hat mich stärker gemacht, weil ich alles tun werde, um meine kleine Herde zu schützen. Aber ich war noch nie verletzlicher, weil ich so viel mehr zu verlieren habe.

Fettisdagen – Der fette Faschingsdienstag

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Heute ist Fettisdagen und fünfzig Prozent aller Schweden verschlingen eine Semla. Die Fastenzeit wurde mit diesem Gebäck eingeleitet, da es wichtig war, viel Fett zu sich zu nehmen um während der Hungerzeit leben zu können. Heute sind es nicht mehr viele die fasten, aber wir brauchen immer noch die Semla, um die triste Zeit zu beleben, bevor der Frühling beginnt. Hier im Büro gab es natürlich Semlor zum Frühstück.

Aber vielleicht ist das Allerleckerste, wenn man seine eigenen backt. Schaue mal welche kleine Elisabeth hier Semlor anbietet! Hier war sie vier Jahre alt. ♡


Wenn du mal versuchen möchtest Semlor zu machen, kommt hier ein Top-Rezept! Es kommt von der Tössebageriet, welche wir in Stockholm besucht haben:

12 Bullar – 12 Hefebrötchen:

Zutaten:
1,5 dl Milch
60 g Butter
25 g Hefe
7 dl (420 g) Weizenmehl
1 TL Backpulver
3 EL Zucker
0,5 TL Salz
1 Ei
(Ich zermahle immer viel mit Kardamomkernen im Teig.)

Füllung:
2 EL süße Mandeln
250 g Mandelpaste
1,5 EL Zucker
0,5 dl Wasser
3 dl Schlagsahne
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
1. Milch und Butter auf 37° C erhitzen. Die Hefe in eine Schüssel zerbröseln und die Milchmischung drüber gießen. Das Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen und in die Schüssel dazu geben. Gib das Ei dazu. Den Teig ca. 15 min von Hand oder ca. 10 min maschinell bearbeiten. Den Teig unter einem Tuch ca. 40 min. gehen lassen.

2. Nimm den Teig aus der Schüssel und teile ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 12 Stücke. Die Stücke in glatte Brötchen formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Nochmals ca 40 Minuten abdecken stehen lassen. Ofen auf 225° C vorheizen.

3. Füllung: Schäle die Mandeln. In einer trockenen Pfanne rösten, bis sie eine schöne Farbe bekommen. Erkälten lassen. Die Mandel grob hacken.

4. Die Mandelpaste reiben und mit dem Zucker in einer Küchenmaschine vermischen. Mit dem Wasser nach und nach verdünnen, für eine glatte Konsistenz. Sahne steif schlagen. Die Füllung und die Sahne in je einen Spritzbeutel füllen.

5. Die Brötchen mit Ei und etwas Sahne bestreichen und im unteren Teil des Ofens ca 10-12 min backen. Die Brötchen abkühlen lassen.

6. Einen Deckel aus den Brötchen schneiden und zur Seite legen. Die Mandelfüllung in den Brötchen verteilen und die Sahne kreisförmig darauf spritzen. Dann den Deckel wieder auflegen und das Ganze mit reichlich Puderzucker bestäuben.

Tage zuhause und ein fantastisches Brot

In letzter Zeit wurde es hier auf dem Blog etwas ruhiger, auch dies ist natürlich ein Corona-Effekt. Die Schulen sind hier in Schweden noch geöffnet, aber ich und die Kinder sind seit vier Tagen zu Hause, weil sie ein wenig verkühlt sind. Wir versuchen, die Langeweile mit Baken zu vertreiben und haben eine sichere Wahl getroffen. Denn was schlägt ein gutes, hausgemachtes Brot? Die ganze Familie liebt dieses Rezept und es ist so einfach, dass die ungewohnteste Person es schaffen kann. Das Ergebnis ist jedoch, als ob ein professioneller Bäcker unterwegs wäre.

Hier kommt das Rezept:
– 5 dl fingerwarmes Wasser
– 1 dl Milch (ich nehme in der Regel Hafermilch)
– 25 g Hefe (oder Trockenhefe)
– 2 TL Salz
– 1 EL Honig (oder anderer Süßstoff)
– 12,5 dl Weizenmehl (dieses Mal habe ich die Hälfte mit Durumweizen gebacken, es wurde schmackhaft und ein wenig fester)

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Salz und Honig dazugeben. Gießen Sie über das Milchwasser und rühren, bis die Hefe setzt.
  2. Das Mehl unterrühren. Es sollte ein loser Teig werden.
  3. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch zudecken und 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den Ofen auf 240-250 Grad vorheizen. Zwei Teller mit Olivenöl bestreichen. (Oder Backpapier verwenden)
  5. 1/2-1 Tasse Weizenmehl auf den Backtisch streuen. Den losen Teig über das Mehl kippen, aber NICHT kneten. Weiteres Mehl über den Teig streuen und mit der Hand sanft abflachen. Den Teig in etwa 6 cm schmale Streifen schneiden, dann teile jeden Streifen in etwa 3 Teile „auf der Schräglage“. Nach und nach die Stücke auf die Bleche legen.
  6. Das Brot direkt in der Mitte des Ofens backen (sie müssen nicht wieder gären). Ca. 17-20 Minuten backen. Ohne Handtuch abkühlen lassen so werden die Brote knusprig und fein.

Hoffe, du willst dieses Pangrezept testen, ich komme bald mit mehr Tipps mit Sachen die man, während dieser speziellen Zeit, machen kann. Pass auf dich auf. ♡

Der erste Schnee ist gefallen + Schau rein in unser Esszimmer

Hej zusammen! So sah es aus, als die Kinder und ich heute Morgen zur Schule gingen. Nachdem ich die Woche damit begonnen hatte zu schreiben, dass dies der wärmste Winter war den ich je erlebt habe, kam die Kälte direkt mit einer Nachricht. Seitdem hat es immer wieder geschneit. Die Kinder versuchen, Schneebälle zu formen und wollen die Schlitten herausziehen, aber die Schneedecke ist noch nicht tief genug.

Wir haben den Speisesaal fertig eingerichtet und jetzt ich wollte euch zeigen, wie der Rest des Raumes aussieht.

Hier steht der Schrank der Schränke an seinem Platz. Und hier habe ich eine Zeichnung eingerahmt die Julius gemacht hat, ich fand sie so schön. Die Tür geht in Richtung Küche.

Zwei große Fensterbereiche sorgen dafür, dass der Raum jetzt immer heller und heller wird, wenn die Sonne es schafft zu scheinen.

In der anderen Ecke ist die Tür zu unserem Schlafzimmer.

Das ist Marios Stolz, ein Barschrank, den er für 40 Euro auf einem Flohmarkt gekauft hat. Die Kerosinlampe und Messingkerzen sind auch Flohmarktfunde und das Gemälde sowie die Vase stammen aus einem unserer ehemaligen Häuser. Es ist wirklich ein behagliches Zimmer und bald zünden wir alle Kerzen an und haben bald unseren gemütlichen Freitagabend mit den Kindern! ♡

Mit dem Partner zusammen arbeiten

Mario und ich haben sieben Jahre lang zusammen gearbeitet, zunächst als Einzelunternehmen und jetzt als Aktiengesellschaft. Mit seinem Partner zusammen zu arbeiten ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber für uns funktioniert es in der Regel sehr gut. Der Nachteil ist, dass man finanziell mehr exponiert sein kann, weil keiner von uns einen normalen Gehalt mit einem sicheren Einkommen hat. Bisher hat es gut funktioniert, aber mein bester Tipp als Selbständige ist eine gute Versicherung, die bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdeckt. Natürlich gibt es Abende, nach dem die Kinder im Bett sind, wo wir arbeiten und auch manchmal am Wochenende um eine Deadline einzuhalten.

Aber es gibt viele und vielfältige Vorteile. Wir beide lieben es, zur Arbeit zu gehen, und ich habe nie Sonntagsangst, die ich haben konnte als ich noch angestellt war. Ich liebe die Freiheit über meine Zeit selbst zu verfügen, und auch wenn ich es nicht tue, könnte ich mir frei nehmen, wann immer ich wollte. Diese Illusion, selbst zu bestimmen, ist erstaunlich. Seitdem hat es uns das Familienleben enorm erleichtert. Wir hatten relativ kurze Tage im Kindergarten und konnten die Kinder an sonnigen Tagen früher abholen. Oder wie in dieser Woche, als wir die Verstärkung eines leicht erkälteten Edward im Home Office hatten. Wenn die Kinder zu Hause sein müssen, gibt es keine Diskussionen darüber, wer zu Hause bleiben soll. Sie müssen einfach bei uns bei der Arbeit sein und wir kümmern uns abwechselnd um sie.

Madeleine Kuchen – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

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Seit ich Marcel Prousts Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit gelesen habe, wollte ich Madeleine Kuchen backen. Es ist eine zentrale Szene, in der die Hauptfigur gerade ein solches Gebäck in Lindenblütentee taucht und der Geschmack und Geruch verborgene Kindheitserinnerungen hervor ruft. Der Madeleine Kuchen ist daher zu einer Art allgemeiner Metapher für etwas geworden, das unterdrückte Erinnerungen hervorruft. Aber um diese Köstlichkeiten zu backen, muss man doch auch die charakteristische Backform für die kleinen muschelförmigen Kekse haben. Ich habe schon ewig Ausschau gehalten, aber erst vor kurzem bin ich in einem kleinen Antiquitätengeschäft auf eine solche Form gestoßen.

Jetzt konnten wir endlich loslegen und backen. Edward holte sich einen Stuhl und war natürlich eine sehr große Hilfe. Die klassischen Madeleine Kuchen haben eine zuckerkuchenähnliche Konsistenz und werden oft mit Zitrone gewürzt. Ich habe mich auch für blauen Mohn entschieden, weil er so schön und lecker ist. Hier ist das Rezept:

Zutaten für 12 kleine Kuchen:

– 100g Butter
– 2 Eier
– 1 dl Zucker
– 2 TL Vanillezucker mit echtem Vanille
– 2 dl Weizenmehl
– 1 TL Backpulver
– 2 EL fettiges Joghurt
– Schale und Saft von ½ Zitrone
– 2 TL blaue Mohnsamen

Zuckermischung:
– 3 EL Zucker
– Schale von 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. eine Madeleine-Form mit Butter und Mehl bestreichen. (Natürlich ist es möglich, eine andere Blechformen oder Muffinformen aus Papier zu verwenden). Schlage die Eier und den Zucker porös. Mische die trockenen Zutaten zusammen und rühre sie langsam in die Ei-Zuckermischung. Das Joghurt sowie den Saft und die Schale der Zitrone reingeben. Die Butter stark anbraten, so dass sie eine schöne braune Farbe bekommt und langsam in den Teig gießen. In die Formen verteilen und für ca. 8 Minuten im Rohr backen.

Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die Kuchen vorsichtig mit einer Gabel aus der Form fischen. Mit der Zuckermischung einreiben, während die Kekse noch etwas warm sind. Mit Lindenblütentee für echtes Proust-Feeling servieren.

Ehrlich gesagt, weckten sie keine verdrängten Erinnerungen, aber sie waren wirklich gut! Wünsch dir einen schönen Dienstag. ♡

Februar Inspiration: Blumenpracht und Auktionsvasen

Oh, natürlich sehnt man sich jetzt nach Licht, Vogelgezwitscher und bunten Blumen? Schnittblumen sind wunderbar, aber leider ein großer Umweltschurke, weil sie oft lange transportiert und hart besprüht wurden. Also habe ich eine kleine Collage mit drei verschiedenen Möglichkeiten zusammengestellt, um eine klimasmarte Blumenpracht zu bekommen. Natürlich werden Vasen benötigt, da ist der Secondhand-Markt eine Goldgrube! Ich sehe keinen Grund, eine neu produzierte Vase zu kaufen, wenn die Auktionsseiten so viele schöne und erschwingliche Möglichkeiten bieten.

Bilder der drei Vasen von Auktionshaus Bukowskis.

1. Die Savoy-Vase steht seit langem auf meiner Wunschliste. Finde die ist so schön in all ihrer Einfachheit. Sie stammt von der finnischen Glasmanufaktur Iittala und wurde bereits 1936 von Alvar Aalto entworfen. Sie werden immer noch von Iittala produziert, und jede Vase erfordert sieben Handwerker bei zwölf verschiedenen Arbeitsmomenten, also eine erschwingliche Handwerkskunst. Perfekt für ein bunt gemischtes Tulpenbouquet. Unser Lebensmittelgeschäft hier zu Hause um die Ecke verkauft Tulpen, die direkt in der Nähe gezüchtet werden.

2. Keramikschale aus Gustavsbergs Porzellanfabrik von Wilhelm Kåge um 1940 entworfen. Kåge ist einer der bedeutendsten Keramiker Schwedens und wollte mit Leidenschaft schöne Alltagsgegenstände für normale Menschen herstellen. Diese wäre so schön, in Erwartung auf den Frühling, ein paar einfache Perlmutthyazinthen zu pflanzen.

3. Die Glasvase „Optical glass“ aus den späten 1930er Jahren von Göran Hongell, ebenfalls ein finnischer Glaskünstler. Sehr reines, aber doch spannendes Design und die kleine Blase im Glas macht sie meiner Meinung nach nur noch interessanter. In diesem würde ich ein paar Kirschzweige und vielleicht ein paar andere Immergrün aus dem Garten setzen.

Wünsche dir einen schönen Tag mit der Hoffnung auf den Frühling. 🌷♡

Die Lichtpunkte des Alltags in Bildern

Die Märzsonne ist nicht gnädig, wenn man merkt, was der Winter einem angetan hat. Blasse und fahle Haut, die sich verzweifelt nach Sonne sehnt und das Haar wie ein trockener Osterzweig. Zumindest fand ich eine schöne Haarspange, die das Haar zurück hielt.

Und mein müdes Gesicht spielt eigentlich keine Rolle, wir sind gesund und der Frühling ist auf dem Weg. Während dem Wochenendputz hatten wir die Schlafzimmerfenster weit geöffnet. Liebe die Aussicht, die hier vielleicht nicht so sichtbar ist. Die alte 20er Jahre Villa des Kapitäns auf der linken Seite und das gelbe Haus dahinter wo sich unser Büro befindet.

Nach den ersten Monaten des Jahres mit vielen Krankheitstagen mag ich die Werktage noch mehr. Das Repetitive, wenn die Tage nur nach dem ungefähr gleichen Muster fließen dürfen. Und die Kinder fühlen sich dadurch sicher, wenn sie wissen, was passieren wird. Elisabeth und Edward malen jeden Tag nach der Schule zusammen. Edward sichert sich ab und macht einen ganzheitlichen Ansatz mit allen Farben und beiden Hände. Elisabeth arbeitet etwas präziser, schneidet und klebt, füllt sorgfältig aus.

Julius saß mit seinen Hausaufgaben neben mir, und ich schaute ein wenig zu. Sie sollten Helden auflisten, die sie kannten. Papa ist in guter Gesellschaft mit Batman und Superman. ♡

Wir versuchen jeden Tag rauszukommen und das zunehmende Licht aufzunehmen. Habe die beiden Buben auf diesem Bild eingefangen, inmitten einer Umarmung.

Es ist nicht nur Sonne und Frühling hier an der Westküste. Es regnet auch. Ziemlich oft und viel. Gestern, als ich Edward vom Kindergarten abholte, regnete es wirklich in Strömen. Ausnahmsweise sprang er freiwillig mit seinem Pippi-Pferd in seinen regengeschützten Kinderwagen und konstatierte krass: „Meine Hütte“. „Mama nass.“

Historische Frauen: Monica Zetterlund

Ein Preiselbeer-Reis in einem Cocktailglas

Als ich in der Schule war, hatten wir natürlich Geschichte auf dem Programm. Aber es hätte genauso gut in die Geschichte des Mannes (oder möglicherweise die Geschichte des Krieges) umbenannt werden können. Wir mussten schwedische und ausländische Könige rattern, über Entdecker, Kriegsherren und endlose Schlachten und Eroberungen lernen. Selten traten die gewöhnlichen menschlichen Lebensbedingungen der verschiedenen Epochen auf und noch seltener erfuhren wir über bedeutende und einflussreiche Frauen. Traurig, dass die Geschichtsforschung unter so langer Zeit oft die Hälfte der Erdbevölkerung ausschloss, das macht es sozusagen schwierig, sich ein ganzheitliches Bild zu machen. Hoffentlich sieht es in der heutigen Schule besser aus, aber das Ändern der Normen für die Geschichtsschreibung nimmt wahrscheinlich eine lange Zeit in Anspruch.

Aber in meinem Blog kann ich zumindest schreiben, wie ich will. So wird es zu 100 Prozent ungleichmäßig, in die andere Richtung, jede Woche werde ich nämlich über eine historische Frau schreiben. Bekannt oder nicht. Klingt das nicht gut?

Als Erste, einer meiner größten Favoriten: Monica Zetterlund. Eine der größten Schwedischen Künstlerin aller Zeiten, wenn du mich fragst. Sie wurde 1937 geboren und war eine Jazzsängerin aus dem ländlichen Värmland mit der magischsten, samtigsten Stimme. (Hör dir, um Gottes Willen, ihre Stimme an – hier unten). Neben Jazz beherrschte sie viele andere Genres wie Revue, Comedy und war auch eine tolle Schauspielerin. Sie machte keinen Unterschied von Mensch zu Mensch, ließ sich nicht kleinkriegen und hatte immer eine Antwort parat. Monica hatte lauter Einzeiler auf Lager, also sie war so gedankenschnell, wie ich selbst nur immer hinterher drauf komme. Und es war ihr völlig gleichgültig wie diese aufgefasst wurden. Jemand beschrieb sie als „ein Preiselbeer-Reis in einem Cocktailglas“ für ihre Fähigkeit, das Bodenständige mit Eleganz und Glamour zu kombinieren. Monica starb 2005, aber ihre Stimme und Coolness gehen nie aus der Zeit.

Du sollst ein Panoramafenster bekommen

An diesem Wochenende ist eine der bedeutendsten Schwedischen Dichterinnen gestorben, Kristina Lugn. Dies ist mein Lieblingsgedicht von ihr, das alles zusammenfasst, was wichtig ist und das ich meinen Kindern geben möchte. Ich habe versucht, es für euch zu übersetzen (kann bereits existieren, aber ich kann keine Übersetzung finden), in der Hoffnung, dass es ihre erstaunliche Sprache und Weisheit vermitteln kann. Das Bild zeigt Elisabeth, 2 Tage alt. ♡

Du sollst ein Panoramafenster
als Kindergeld bekommen.
Der Sternenhimmel wird
deine Wohnzimmertapete sein
und Mozart schreibt die Musik.

Du wirst ein Zuhause bekommen,
dass dich liebt.
Du wirst einen Sinn
für Humor bekommen.
Und Strindbergs
gesammelte Werke.

Mein Geschenk an dich ist,
dass du viele Sprachen sprechen
wirst und alle verschiedenen
Wetterbedingungen ertragen kannst.

Du wirst guten Bodenkontakt bekommen
und eine schwindelerregende
Deckenhöhe mit Stuckaturen.
Du sollst ein Leben haben,
das dir alles vergibt.

Du sollst stets klar denken können.
Und stark im Gefühl.
Du sollst Spaß haben.
All das steht in der
Hausratversicherung.
Ich werde dich in Ruhe lassen.

Meine Unterhaltszahlung
an dich ist, dass du niemals
aufhörst zu hoffen.
Du sollst ein mutiges Herz bekommen.
Und einen freimütigen Intellekt.

Und gutes Urteilsvermögen.

Diejenigen denen du vertraust
lassen deine Hand nicht los.
Mein Weihnachtsgeschenk für dich ist,
dass, falls du fällst sich die Mitmenschen
darüber freuen werden
dich auffangen zu können.

Ein freundliches Lächeln soll
durch deine gesamte Reise gehen.
Einen Freibrief werde ich senden
von meiner Einsamkeit.
Du sollst überhaupt nichts
von mir erben müssen.
Aber du sollst das
ganze Geld bekommen.

Wünsche dir einen schönen Start in die Woche, wir hören uns morgen! ♡

Jetzt sind Sommerferien!

Heute haben die Kinder ihren lang ersehnten Sommerurlaub bekommen! Zum ersten Mal durften wir Eltern nicht an den Schulabschlussfeiern teilnehmen, sondern wurden auf ein Video verwiesen wo unsere Kinder ihre Lieder singen. So traurig und ungewohnt, aber so süß waren sie doch, als sie heute Morgen mit wassergekämmten Haaren und frisch gebügelter Sommerkleidung davonstapften.

Dies haben wir diesen Sommer vor:

Fühlt sich an wie ein ausgezeichneter Plan. ♡

Auktionsinspo für Lyckebo

Bald ist es an der Zeit, unser kleines Juwel, Lyckebo, einzurichten. Tatsächlich befindet sich das meiste davon bereits in den Schuppen und Nebengebäuden, da sowohl Möbel, Einrichtungsgegenstände und viele Utensilien im Kauf inbegriffen waren. Es fühlt sich schön an, dass wir das gleiche Porzellan verwenden können, wie es diejenigen, die hier vor langer Zeit gelebt haben, getan haben. Trotzdem kann ich es nicht lassen, die Auktionsseiten auf der Suche nach den Dingen zu durchforsten, die noch komplettiert werden müssen. Hier ist eine kleine Collage mit Inspiration:

Topf – Villeroy & Boch haben immer so schöne Sachen, hier ein Gefäß für Sommerblumen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Kissen und Teppich – Röllakan ist eine Webtechnik aus Wolle mit schwedischen Wurzeln. Sowohl Teppich als auch Kissen würden gut bei uns hineinpassen. (Ich glaube sogar ich habe einen ähnlichen Teppich, die Frage ist nur, wie er die kalten Winter im Schuppen überlebt hat?)

Kaffeetassen – Ein wenig 1960er Jahre kann wohl einschleichen, obwohl es nicht direkt zum Hüttenstil gehört? Zumindest, wenn sie so schön sind wie die Zebrabecher aus Uppsala-Ekeby. Mario behauptet, dass ich bereits zu viele Kaffeetassen habe, aber ich verstehe nicht wirklich? Man trinkt doch jeden Tag Kaffee, oder?

Feine Gegenstände – Ein Mix, der unmöglich zu widerstehen ist und setzt den Stil in der Hütte.

Klapptisch – Ein ähnlicher schöner Klapptisch gab’s bereits in der Hütte, den werde ich bald herausholen und ihm eine reelle Runde Seife geben.

Sideboard – Etwas, das uns fehlt, ist ein herzhaftes Möbelstück für den ganzen Küchenkrempel. So etwas würde seinen Platz zieren.

Bilder: Bukowskis und Auctionet.

DIY Katzenbett mit Stil

Warum müssen eigentlich diese gekauften Katzenmöbel so furchtbar hässlich sein? Dieses hausgemachte Katzenbett wird zu einem schönen Einrichtungsdetail und ist ausserdem super einfach zu machen. Ich nahm einfach einen alten Stuhl, der an der Rückenlehne etwas kaputt war und befestigte einen schönen (aber nicht so modernen) Koffer auf dem Sitz. Dann bettete ich mit einem weichen Kissen, welches ich in einen altmodischen Kissenbezug stopfte. Ich habe ein ganzes Lager voll mit alten Baumwollkissenbezügen, die sind nicht nur schön sondern auch unglaublich langlebig. Oft sind sie auch mit fantastischen handgemachten Spitzen dekoriert. Stell dir vor, welche Arbeit und Sorgfalt man früher in Alltagsgegenstände gesteckt hat! Schließlich habe ich die englische Katzengirlande aufgehängt, natürlich müssen auch die Katzen etwas Weihnachtsstimmung haben. Morre sprang sofort rauf und begann zu schnurren, ich nehme das als eine gute Bewertung an.🐾

Alle Bilder in diesem Beitrag sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

Der Schrank der Schränke aus den 1940er Jahren

Erinnerst du dich, als wir in Uddevalla waren und Antik-Harry besuchten? Ich dachte, ich würde dir zeigen, wie die schöne Vitrine aus den 1940er Jahren an Ort und Stelle aussieht. Der Schrank wurde, nach Angaben des Antiquitätenhändlers, speziell nach den Wünschen einer wohlhabenden Familie angefertigt. Das sollte also bedeuten, dass es nur ein einziges Exemplar davon gibt! Und es war zudem billiger als eine Vitrine von Ikea die in Millionen von Exemplaren erhältlich ist. Jetzt werden wir nur noch ein paar Gemälde über der Pflanze aufhängen, dann ist der Raum fertig. (Verspreche, es bald in der Gesamtheit zu zeigen.)

Der Schrank hat so schöne Details, schau dir doch die schönen sternförmigen Beschläge aus Messing an. Und diese kleine ausziehbare Marmorplatte. Denk dir, wie schön es ist, ein Begrüßungsgetränk und ein paar Schnitten drauf zu stellen wenn man Gäste hat.

Die Vitrine schluckt große Teile meiner Sammlung von Glas und Porzellan. Zum Beispiel meine grünen Dessertschalen, die hauchdünnen Sektgläser und mein blau-weißes Geschirr von Royal Copenhagen, das ich von meiner Oma geerbt habe.

Das Geschirr umfasst auch diese schöne Urne und eine prächtige Kaffeekanne. Die Schüssel mit dem Pferdekopf stammt von Kosta Boda. Oma servierte immer dünne Kartoffelchips darin, ein wenig anspruchsvoller und feiner als (wie wir manchmal) direkt aus der Tüte zu essen.

Sonntagshaus: Heute mit Wohnung!

Da wir vor kurzem in Stockholm waren und ich auch über Astrid Lindgren geschrieben habe, dachte ich, wir könnten zwei gute Dinge im heutigen Sonntagshaus kombinieren.

Astrid Lindgren lebte von den 1940er Jahren bis zu ihrem Tod in der Dalagatan im Stockholmer Ortsteil Vasastaden. (Ihr Zuhause ist heute ein Museum). Hier schrieb sie die meisten ihrer geliebten Geschichten und hier in Vasastaden ist auch die Residenz der Woche. Eine schöne Appartementwohnung von 1889 auf der Upplandsgatan.

Und sicher kann man die kleine Hütte von Karlsson auf dem Dach irgendwo zwischen den dicht aneinander liegenden Dächern ahnen?

Jetzt sind wir reingekommen in die Wärme und Stille vom Straßenalarm, in dieses schöne Treppenhaus.

Drei Treppen hinauf finden wir unsere Etagenwohnung von 125 Quadratmeter mit diesem edlen Wohnzimmer, mit hohen Fenstern und stilvollen Holzbekleidung. Auf der linken Seite sieht man einen schwedischen Design-Klassiker, den Jetson Stuhl von Bruno Mathsson, ein echter Traumsessel für mich.

Der Kachelofen dieser Woche ist ein echter Hammer. Ein wenig ungewöhnlich mit rotem Dekor und schön mit einer kleinen Nische für Blumen oder Kerzen.

Als ob das nicht genug wäre, gibt es einen etwas mehr Bescheidenen, aber sehr schöner im nächsten Zimmer.

Auf dem Weg hinaus passieren wir den niedlichen kleinen Korridor mit einer sehr schönen Arts & Crafts Tapete. Vielleicht ist es an der Zeit, den Picknickkorb mitzunehmen und ins nahegelegene Tegnérlunden zu gehen, wo das Märchen Mio, mein Mio beginnt? Wie auch immer, Stockholm ist teurer als alles andere in Schweden, so ungefähr 1,4 Millionen Euro muss man auf den Tisch legen, wenn man wie Astrid leben will. Hoffe, du hast einen ruhigen und angenehmen Sonntag. ♡

Antik-Harrys Paradies in Uddevalla

Heute sind Mario und ich in meine Heimatstadt Uddevalla gefahren. Es ist nunmehr sehr selten, dass ich dorthin fahre, keine Verwandten oder Freunde wohnen mehr da, die ich sonst besuchen konnte. Aber ein riesiger Anlass, nach Uddevalla zu gehen, ist Antik-Harrys Antikgeschäft, eines der größten in Westschweden. Ein echtes Paradies für einen Liebhaber alter Dinge wie mich. Das gab es sogar schon als ich noch ein Kind war und ich erinnere mich, dass ich es liebte dort herumzulaufen. Das Geschäft hat drei Etagen und ist komplett mit Antiquitäten aus den meisten Epochen vollgepackt. Manchmal ist es schwer, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, aber wenn man viel Zeit hat, findet man immer etwas Schönes.

Wir waren auf der Suche nach großen Schränken und fanden viele schöne. Die Wahl fiel schließlich auf den Grau-Weißen, der hier auf der linken Seite von hinten etwas hervorschaut. Zu Hause wird er dann mit den Bastelsachen der Kinder gefüllt. Wir fanden auch eine sehr schöne Vitrine aus den 1940er Jahren, zeige dann Bilder wenn alles am Platz steht und eingerichtet ist.

Wir blieben eine ganze Weile da um nichts zu verpassen. Hier gibt es soviel, das gerne in mein Haus einziehen würde. Schau dir mal dieses Bild an. Die Zinnleuchter, die schönen Kerosinlampen, der Spiegel dahinter, das Gemälde mit dem Flieder in der Ecke…Okay vielleicht an der Zeit, weiterzugehen.

Zum Mittagessen im Fredborgs. Wir haben uns für diesen gemütlichen Ecktisch entschieden. Das Restaurant Fredborgs befindet sich in einem schönen, alten Haus und serviert moderne, gut zubereitete Hausmannskost. Niedlich dekoriert ist es auch.

Mit einer bunten Mischung aus alten Sachen. Wie zum Beispiel viele verschiedene kleine Lampen über jedem Tisch. Zeit nach Hause zu fahren, heute Abend kommt meine Cousine mit ihrer Familie auf Weihnachtsbesuch. Endlich! Danach haben wir uns gesehnt. ♡

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