Hönökaka aus Hönö

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Im nördlichen Schärengarten von Göteborg liegt die schöne Insel Hönö. Der Name stammt offenbar von dem altnordischen Wort, hein, was Wetzstein bedeutet und sich auf die runden, abgeschliffenen Felsen der Insel bezieht. Das ist eines von den vielen schönen Dingen mit Bohusläns Inseln, die weichen runden Felsen die leise ins Meer verschwinden. Als wir zuletzt Hönö besuchten stürmte es und das Meer schäumte und war so herrlich smaragdgrün.

kaka bedeutet Kuchen oder Kecks auf Schwedisch“

Von Hönö kommt eines der beliebtesten Brote Schwedens, das so genannte Hönökakan. (Keine Sorge, kaka bedeutet Kuchen oder Kecks auf Schwedisch und kann entweder ein süßer Kuchen oder ein Stück Brot sein). Ursprünglich wurde das Brot von der Bevölkerung auf Hönö und den Inseln in der Nähe gebacken, aber heute steht die Industrie für die größte Produktion. Als ich klein war gab es das Brot oft bei uns zuhause. Das industriell produzierte Brot ist zwar recht süß und sehr weich, aber für mich ist es wie ein Stück Kindheit. Es versetzt mich zurück auf den weißen Rodelhang mit heißer Schokolade und dazu die eiskalten Hönökaka-brötchen.

Teig in vier respektive acht Stücke teilen.

Ich vermute, dass das Brot welches wir heutzutage in Schweden kaufen können nicht mehr soviel mit dem Original gemeinsam hat. Also habe ich versucht mein eigenes zu backen und es war echt gut! Es erinnerte mich an meine Kindheit, nur hatte es einen besseren Kauwiderstand und war zudem voller im Geschmack. Hier kommt das Rezept, ich habe gleich die doppelten Zutaten genommen um den Gefrierschrank zu füllen. (Leider war er nicht sehr lange gefüllt, weil die Kinder das Brot JEDEN Tag zum Frühstück wollten bis das Lager aufgegessen war.

Ungefähr 27 cm im Durchmesser.


Hausgemachte hönökaka

Die fertigen Brote in der Mitte schneiden und abkühlen lassen.

Zutaten für ca. 4 große runde Kuchen:

25 g Hefe
300 ml Milch, lauwarm
50 g Butter
2 EL Sirup (auch gut geht mit Honig)
1 TL Salz
150-200 g Roggenmehl (Type 610)
250-350 g Weizenmehl

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Milch hinzufügen und umrühren, bis die Hefe sich auflöst. Gib unter laufendem Rühren Butter, Sirup, Salz, Roggen- und Weizenmehl. Rühre alles zu einem glatten Teig und knete ihn stark für ein paar Minuten. Den Teig unter einem Tuch für 50-60 Minuten gehen lassen.
  2. Teile den Teig in ca. 4 Stücke. Rolle den Teig in ca 27 cm große runde Formen aus. Als letztes mit einer genoppten Teigrolle rüber rollen. Falls keine „Knäckebrott“-Teigrolle vorhanden ist, mit einer Gabel ordentlich einstechen.
  3. Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitzevorheizen.
  4. Lege den platten Teigkuchen auf ein Backblech mit Backpapier und lasse sie erneut abgedeckt 25 Minuten lang gehen.
  5. Backen Sie die Brote in dem Ofen für 6-8 Minuten bis sie eine feine Farbe haben. Auf einem Ofenrost unter einem Tuch abkühlen lassen.

Mit Butter bestreichen, Käse und Marmelade drauf. Zusammen mit einer Tasse Tee genießen!

Fettisdagen – Der fette Faschingsdienstag

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Heute ist Fettisdagen und fünfzig Prozent aller Schweden verschlingen eine Semla. Die Fastenzeit wurde mit diesem Gebäck eingeleitet, da es wichtig war, viel Fett zu sich zu nehmen um während der Hungerzeit leben zu können. Heute sind es nicht mehr viele die fasten, aber wir brauchen immer noch die Semla, um die triste Zeit zu beleben, bevor der Frühling beginnt. Hier im Büro gab es natürlich Semlor zum Frühstück.

Aber vielleicht ist das Allerleckerste, wenn man seine eigenen backt. Schaue mal welche kleine Elisabeth hier Semlor anbietet! Hier war sie vier Jahre alt. ♡


Wenn du mal versuchen möchtest Semlor zu machen, kommt hier ein Top-Rezept! Es kommt von der Tössebageriet, welche wir in Stockholm besucht haben:

12 Bullar – 12 Hefebrötchen:

Zutaten:
1,5 dl Milch
60 g Butter
25 g Hefe
7 dl (420 g) Weizenmehl
1 TL Backpulver
3 EL Zucker
0,5 TL Salz
1 Ei
(Ich zermahle immer viel mit Kardamomkernen im Teig.)

Füllung:
2 EL süße Mandeln
250 g Mandelpaste
1,5 EL Zucker
0,5 dl Wasser
3 dl Schlagsahne
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
1. Milch und Butter auf 37° C erhitzen. Die Hefe in eine Schüssel zerbröseln und die Milchmischung drüber gießen. Das Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen und in die Schüssel dazu geben. Gib das Ei dazu. Den Teig ca. 15 min von Hand oder ca. 10 min maschinell bearbeiten. Den Teig unter einem Tuch ca. 40 min. gehen lassen.

2. Nimm den Teig aus der Schüssel und teile ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 12 Stücke. Die Stücke in glatte Brötchen formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Nochmals ca 40 Minuten abdecken stehen lassen. Ofen auf 225° C vorheizen.

3. Füllung: Schäle die Mandeln. In einer trockenen Pfanne rösten, bis sie eine schöne Farbe bekommen. Erkälten lassen. Die Mandel grob hacken.

4. Die Mandelpaste reiben und mit dem Zucker in einer Küchenmaschine vermischen. Mit dem Wasser nach und nach verdünnen, für eine glatte Konsistenz. Sahne steif schlagen. Die Füllung und die Sahne in je einen Spritzbeutel füllen.

5. Die Brötchen mit Ei und etwas Sahne bestreichen und im unteren Teil des Ofens ca 10-12 min backen. Die Brötchen abkühlen lassen.

6. Einen Deckel aus den Brötchen schneiden und zur Seite legen. Die Mandelfüllung in den Brötchen verteilen und die Sahne kreisförmig darauf spritzen. Dann den Deckel wieder auflegen und das Ganze mit reichlich Puderzucker bestäuben.

Tage zuhause und ein fantastisches Brot

In letzter Zeit wurde es hier auf dem Blog etwas ruhiger, auch dies ist natürlich ein Corona-Effekt. Die Schulen sind hier in Schweden noch geöffnet, aber ich und die Kinder sind seit vier Tagen zu Hause, weil sie ein wenig verkühlt sind. Wir versuchen, die Langeweile mit Baken zu vertreiben und haben eine sichere Wahl getroffen. Denn was schlägt ein gutes, hausgemachtes Brot? Die ganze Familie liebt dieses Rezept und es ist so einfach, dass die ungewohnteste Person es schaffen kann. Das Ergebnis ist jedoch, als ob ein professioneller Bäcker unterwegs wäre.

Hier kommt das Rezept:
– 5 dl fingerwarmes Wasser
– 1 dl Milch (ich nehme in der Regel Hafermilch)
– 25 g Hefe (oder Trockenhefe)
– 2 TL Salz
– 1 EL Honig (oder anderer Süßstoff)
– 12,5 dl Weizenmehl (dieses Mal habe ich die Hälfte mit Durumweizen gebacken, es wurde schmackhaft und ein wenig fester)

Zubereitung:

  1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Salz und Honig dazugeben. Gießen Sie über das Milchwasser und rühren, bis die Hefe setzt.
  2. Das Mehl unterrühren. Es sollte ein loser Teig werden.
  3. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch zudecken und 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den Ofen auf 240-250 Grad vorheizen. Zwei Teller mit Olivenöl bestreichen. (Oder Backpapier verwenden)
  5. 1/2-1 Tasse Weizenmehl auf den Backtisch streuen. Den losen Teig über das Mehl kippen, aber NICHT kneten. Weiteres Mehl über den Teig streuen und mit der Hand sanft abflachen. Den Teig in etwa 6 cm schmale Streifen schneiden, dann teile jeden Streifen in etwa 3 Teile „auf der Schräglage“. Nach und nach die Stücke auf die Bleche legen.
  6. Das Brot direkt in der Mitte des Ofens backen (sie müssen nicht wieder gären). Ca. 17-20 Minuten backen. Ohne Handtuch abkühlen lassen so werden die Brote knusprig und fein.

Hoffe, du willst dieses Pangrezept testen, ich komme bald mit mehr Tipps mit Sachen die man, während dieser speziellen Zeit, machen kann. Pass auf dich auf. ♡

Madeleine Kuchen – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

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Seit ich Marcel Prousts Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit gelesen habe, wollte ich Madeleine Kuchen backen. Es ist eine zentrale Szene, in der die Hauptfigur gerade ein solches Gebäck in Lindenblütentee taucht und der Geschmack und Geruch verborgene Kindheitserinnerungen hervor ruft. Der Madeleine Kuchen ist daher zu einer Art allgemeiner Metapher für etwas geworden, das unterdrückte Erinnerungen hervorruft. Aber um diese Köstlichkeiten zu backen, muss man doch auch die charakteristische Backform für die kleinen muschelförmigen Kekse haben. Ich habe schon ewig Ausschau gehalten, aber erst vor kurzem bin ich in einem kleinen Antiquitätengeschäft auf eine solche Form gestoßen.

Jetzt konnten wir endlich loslegen und backen. Edward holte sich einen Stuhl und war natürlich eine sehr große Hilfe. Die klassischen Madeleine Kuchen haben eine zuckerkuchenähnliche Konsistenz und werden oft mit Zitrone gewürzt. Ich habe mich auch für blauen Mohn entschieden, weil er so schön und lecker ist. Hier ist das Rezept:

Zutaten für 12 kleine Kuchen:

– 100g Butter
– 2 Eier
– 1 dl Zucker
– 2 TL Vanillezucker mit echtem Vanille
– 2 dl Weizenmehl
– 1 TL Backpulver
– 2 EL fettiges Joghurt
– Schale und Saft von ½ Zitrone
– 2 TL blaue Mohnsamen

Zuckermischung:
– 3 EL Zucker
– Schale von 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. eine Madeleine-Form mit Butter und Mehl bestreichen. (Natürlich ist es möglich, eine andere Blechformen oder Muffinformen aus Papier zu verwenden). Schlage die Eier und den Zucker porös. Mische die trockenen Zutaten zusammen und rühre sie langsam in die Ei-Zuckermischung. Das Joghurt sowie den Saft und die Schale der Zitrone reingeben. Die Butter stark anbraten, so dass sie eine schöne braune Farbe bekommt und langsam in den Teig gießen. In die Formen verteilen und für ca. 8 Minuten im Rohr backen.

Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die Kuchen vorsichtig mit einer Gabel aus der Form fischen. Mit der Zuckermischung einreiben, während die Kekse noch etwas warm sind. Mit Lindenblütentee für echtes Proust-Feeling servieren.

Ehrlich gesagt, weckten sie keine verdrängten Erinnerungen, aber sie waren wirklich gut! Wünsch dir einen schönen Dienstag. ♡

Spargel-Pie mit dem mythenumwobenen Västerbotten-Käse

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Tief in den Wäldern von Norrland, im Heimatdorf meiner Oma, liegt der kleine Ort Burträsk. Dort wird Schwedens meist mythenumwobener Käse produziert, der Västerbotten-Käse. Niemand scheint sicher zu wissen, was ihm seinen einzigartigen Geschmack verleiht und nur wenige lebende Menschen kennen das Rezept. Alles begann an einem Tag im Jahre 1872, als die Molkereimeisterin Ulrika Eleonora, wegen eines Molkereiknechts der sie umwarb, vergessen haben sollte den Käse zu bearbeiten. Anfangs galt der Käse als missglückt, aber als man ihn probierte, stellte sich heraus, dass der Käse einen ganz besonderen Geschmack hatte. Ulrika Eleonora nutzte das neue Wissen und dokumentierte ihr ganzes Berufsleben lang ihre Arbeit sehr sorgfältig. Als sie im Alter von 57 Jahren an einer Lungenentzündung starb, wurden ihre Notizen an den nächsten Käsemeister vererbt und so wurde es seitdem gemacht. 

Pies oder Kuchen mit Västerbotten-Käse werden für viele Feste in Schweden gebacken und unsere ganze Familie liebt ihn. Oft wird Pie oder Quiche als Beilage serviert und enthält nur Käse, Zwiebeln und Eier-Milchgemisch. Dieses Jahr habe ich eine etwas herzhaftere Variante mit Spargel für den Mittsommertisch gemacht. Hier kommt das Rezept:

„Obwohl viele versucht haben, den Käse anderswo herzustellen, war dies an anderen Orten als in Burträsk unmöglich.“

Zutaten:
– 0,5 Lauch
– 70 g Babyspinat (frisch)
– 2 Knoblauchzehe
– 3 Eier
– 2 dl Crème fraîche
– 1 dl Milch
– 150 g Västerbotten-Käse (oder anderen gut gelagerten Hartkäse, den du in die Hände bekommen kannst)
– 1 EL Essig
– 250 g Grüner Spargel (frisch)
– 1 Pkt. Pie (oder Quiche)-Teig
– 2 TL Salz
– 1 TL Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 225 °C vorheizen. Den Teig in eine Form geben und mit einer Gabel Löcher reinstechen. Die Pie-Form mit einer Aluminiumfolie abdecken und für 10 Minuten backen. Entferne die Folie und lasse den Pie-Teig für 10 weitere Minuten im Backofen. Nimm die Pie-Form aus dem Ofen und senke die Temperatur auf 200 °C.

2. Das Eiergemisch mit Eiern, Milch, Crème fraîche, geriebenen Käse, Essig, Salz und Pfeffer zusammen mischen.

3. Lauch abspülen und zusammen mit Knoblauch fein hacken. In Butter weich braten. Den gewaschenen Spinat hinzufügen und für weitere 2-3 Minuten braten. Die Füllung in die Pie-Form geben, den Eiergemisch darüber gießen. Spargel spülen und das untere holzige Stück der Spargel (ca. 2-3 cm) wegschneiden. Spargel über den Kuchen legen.

4. Die Pie ca. 30 Minuten backen bis sie eine golden-braune Farbe hat und die Eiermischung fest ist.

Guten Appetit! ♡

Julius Pick-Up Granola mit Kakao

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Am Tag vor Julius‘ Geburtstag ging er wie ein umherwandernder Geist herum und wartete nur. Gar nichts war lustig. Wir kamen auf die Idee, Granola Müsli zu machen, um ihn aufzumuntern und uns auf die Frühstücke dieser Woche vorzubereiten. Granola ist wirklich ein Tipp, um mit Kindern zu machen, es geht schnell und macht Spaß alle trockenen Zutaten zu dosieren. Und dieses Rezept wird so gut!

Hier kommt es:
– 5 dl Haferflocken
– 150 g grob gehackte gemischte Bio-Nüsse (ich nahm Mandeln, Para-, Peka- und Cashewnüsse.)
– 2 dl geriebene Kokoschips
– 1 dl Kürbiskerne
– 5 EL Chiasamen
– 1 TL Salzflocken
– 3 EL Kakao
– 1 TL Kurkuma
– 1 dl Honig
– 2 EL Kokosöl

Zubereitung:

Heize den Ofen auf 175 °C vor. Mische alle trockenen Zutaten. Schmelze das Kokosöl und den Honig und tropfe die Mischung über die trockenen Zutaten. Gut mischen. Verteile die Masse gleichmäßig auf einem Backblech. Für 10 min im Ofen rösten. Nochmal gut mischen, und für weitere 5 min rösten. Abkühlen lassen und in einem luftdichten Glas aufbewahren.

Julius probierte seine Kreation mit Erdbeerjoghurt und nannte sie Pick-up Granola, weil es seine düstere Stimmung verschwinden ließ.

Iss dein Unkraut auf!

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Ist dein Garten überfüllt mit Giersch? So auch bei uns, überall findet er seinen Weg dieser kleiner Schurke. Aber Giersch, das viele Namen wie zum Beispiel Dreiblatt, Geißfuß oder Ziegenkraut hat, ist nicht wirklich ein Unkraut, sondern ein Wildgemüse, das beispielsweise in Klostergärten verwendet wurde. Die Blätter sind reich an Eisen, so ist es perfekt für mich als Vegetarier, es zu nutzen. Es geht leicht Spinat in allen Gerichten mit Giersch zu ersetzen und die neuen zarten Triebe sind die leckersten. Da sie sich so rasch und reichlich ausbreiten, geht es schnell, große Mengen zu ernten.

Die Kinder und ich haben uns letzte Woche Mühe gegeben und einen großen Korb mit Gierschblättern gepflückt, die wir blanchiert und eingefroren haben. Ich habe eine Handvoll gehackter Blätter in einem Couscous Salat mit Zitrone, Olivenöl und Walnüssen verwendet. Außerdem haben wir zusammen eine Quiche gemacht mit ein einem Briekäse, den ich im Kühlschrank hatte. Es war wirklich gut und ich fühlte mich wie eine prächtige Hausfrau, die meine Urgroßmutter stolz gemacht hätte, haha.

Hier ist das Rezept für den Kuchen, wenn du auch versuchen möchtest, Unkraut zu essen:

Kuchenteig:
– 2 1/2 dl Weizenmehl
– 1 Prise Salz
– 125 g gekühlte Butter in Würfeln
– 2 EL eiskaltes Wasser

Füllung:
– 300-400 g Giersche
– 1 rote Zwiebel
– 2 EL Butter zum Braten
– 1-2 Prisen Salz
– 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
– 1 TL getrockneter Thymian
– 150-200 g Briekäse
– 2 Eier
– 2 dl Sahne
– 3-4 EL gehacktes Schnittlauch

Zubereitung:

1. Mehl, Salz und Butter schnell vermischen, vorzugsweise in der Küchenmaschine. Wasser hinzufügen und schnell zu einem Teig mischen. Mindestens eine halbe Stunde abkühlen lassen.

2. Den Giersch säubern und hacken. Die Zwiebel fein hacken (i nahm hier sogar eine Knoblauchzehe dazu). Zwiebel und Giersch in Butter anbraten, bis die Flüssigkeit eingekocht ist, mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.

3. Drücke den Teig in eine Form mit einer abnehmbaren Kante ca. 22 cm, mach Löcher in den Teig mit einer Gabel. Im Ofen bei 200 Grad ca. 10 Minuten vorbacken, herausnehmen und auf 225 Grad erhitzen.

4. Den Giersch und die Zwiebeln in der Kuchenschale verteilen. Den Briekäse in Scheiben schneiden und oben drauf legen. Die Eier und die Sahne zusammenrühren, Schnittlauch dazugeben und über das Ganze gießen.

5. In der Mitte des Ofens ca. 25 Minuten backen, bis das Eigemisch fest ist und der Kuchen eine schöne Farbe hat. Nehme den Kuchen heraus und lasse ihn ca. 5-10 Minuten stehen bevor du mit Salat servierst.

Hoffe, es schmeckt dir! Wünsche euch allen einen guten Start in die Woche. ♡

Black Bean Brownie (oder wie man Kindern etwas gesundes unterjubelt, Teil 1)

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Wir setzen mit dem gestrigen Thema fort, nämlich wie man es schafft, den Kinder etwas gesundes unterzujubeln. Ich finde es besonders amüsant, wenn sie etwas Gesundes essen, ohne es zu wissen. Welche Befriedigung, wenn die Kinder mehr von etwas verlangen, das sie nach eigenen Aussage „verabscheuen“. Da ich Vegetarier bin, koche ich oft Gerichte, die verschiedene Arten von Bohnen enthalten. Es ist, gelinde gesagt, bei den Kindern unbeliebt. Sie graben im Topf herum wie die sorgfältigsten Archäologen auf der Jagd nach den verhassten Bohnen. Aber letzthin übertraf ich mich selbst, als die Kinder buchstäblich nach mehr Bohnen schrien. Oder ja, mehr Brownie, aber was die kleinen Gauner nicht wussten, war, dass es just schwarze Bohnen enthielt. Mama-Kind 1:0.

Hier kommt das Rezept:
– 1 Dose gekochte schwarze Bohnen (ca. 400 g)
– 3 Eier
– 2 1/2 EL Kokosöl oder Olivenöl
– 2 EL Chiasamen
– 1 dl Kakao
– 1 Prise Salz
– 1 TL Vanillepulver
– 1 1/2 dl Kokoszucker oder Rohrohrzucker
– 150 g dunkle Schokolade (60%)

So geht es:
Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Eine ofenfeste Form (ca. 26 x 20 cm) einfetten (ich habe Backpapier verwendet). Die Bohnen abrinnen lassen, mit Wasser spülen und nochmal abrinnen lassen.
Die Bohnen in einem Küchenmixer glatt mixen. Die restlichen Zutaten dazugeben, außer der Schokolade und zu einem glatten Teig mixen.
Die Schokolade hacken und über einem Wasserbad schmelzen. In den Teig geben und rasch zusammenmixen. Den Teig in die ofenfeste Form geben. (Ich habe hier einige Walnüsse hinzugefügt).
In der Mitte des Ofens für ca 30-35 Minuten backen. Mit einem Stäbchen testen ob der Kuchen fertig ist. Das Stäbchen sollte trocken sein. Abkühlen lassen.

Der Kuchen enthält weder Mehl noch weißen Zucker und die Bohnen machen ihn unglaublich saftig. Und natürlich etwas gesünder als die traditionelle Variante. Hoffe, du magst das Rezept versuchen, sicherlich kannst du jemanden täuschen!

Den Jänner überleben

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Jetzt in der kalten Jahreszeit geht es darum, sich mit Vitamin C einzudecken. Normalerweise mache ich einen Ingwer Shot, um Leben in meinem wintermüden Körper zu bringen und das Immunsystem zu stärken. Ingwer ist, wie du weißt, eine echte Superwurzel, mit entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften und hilft gegen fast alles. Hier kommt das Rezept:

1 Liter Ingwer Shot
Zutaten:
300 g frischer Ingwer
1 l Wasser
1/2 Tasse Honig
2 Zitronen
1 Chili
3 TL Kurkuma

Zubereitung:

  1. Den Ingwer inklusive der Schale grob reiben und ins Wasser geben.
  2. Auf dem Herd ca 20 Minuten erhitzen (nie über 60 Grad, sonst verschwindet alles Nützliche und Gesunde, verwende einen Thermometer). Normalerweise gebe ich hier schon Chili rein – scharf und gut für die Verbrennung!
  3. Den Ingwer in einem Sieb abseihen
  4. Den Honig dazu mischen, während es noch lauwarm ist (40 Grad)
  5. Abkühlen lassen, dann in die Zitronen einpressen und Kurkuma einrühren. Das Ganze abseihen und in eine Flasche gießen. Leg die Chili in die Flasche so sieht es schöner aus!
  6. Im Kühlschrank verwahren und ohne Probleme kann der Ingwer Shot einen Monat lang aufbewahrt bleiben. Zum Wohl!

Der Jänner ist ansonsten immer ein wenig ein deprimierender Monat, finde ich. Eigentlich der einzige Monat, der keinen besonderen Charme hat. Der Dezember mit seinem Höhepunkt Weihnachten mit all seiner Gemütlichkeit und gutem Essen ist vorbei. Die Weihnachtsdekoration, die ich vor einem Monat andächtig ausgepackt habe, fühlt sich kaum noch schön an und ich kann sie nicht schnell genug wegräumen. Die Geschäfte haben noch keine Zeit gehabt die Schaufenster zu ändern, überall sieht man datierte Weihnachtsfiguren und verspätete Aufrufe Geschenke zu kaufen. Obwohl hier im Norden der Winter gerade begonnen hat, sehne ich mich nach Frühling und Licht. Aber genug mit diesem Jammern, gestern fand ich heraus, dass es doch etwas Schönes mit dem Januar gibt. Semla-Premiere!

Semla ist ein Gebäck, das eigentlich mit der Fastenzeit verbunden ist, aber jetzt im Januar und Februar verkauft wird. Vielleicht so wie die Krapfen in Österreich oder Berliner in Deutschland. Während meiner letzten Schwangerschaft war ich völlig besessen von diesem Gebäck und Mario musste mir fast jeden Morgen eine Semla abholen während ich halb eingeschlafen auf der Couch wartete. Ganz richtig, denke ich, wenn die Schöpfung vor sich geht, musst man auf das hören was sein Körper will. Der Semla besteht aus einem Hefebrötchen, gefüllt mit einer „mandelmassa“ (marzipan­ähnlichen Masse) und Sahne. Wichtig ist, dass man seinen Semla an der richtigen Stelle kauft, denn Tankstellen und Supermärkte verkaufen blasse Varianten, die überhaupt nicht gut sind. Es sollte ein solides, festes Hefebrötchen mit Kardamom sein, Mandelmassa mit groben Stücken drin und gerade die richtige Menge Sahne. In unserer kleinen Stadt gibt es eine Sauerteigbäckerei, die die schmackhaftesten Semlor macht. Heute Morgen, als ich die Kinder zur Schule gebracht hatte, ging ich dorthin und holte zwei vorbestellte Backwerke für mich und Mario ab. Jetzt riecht es nach Kaffee aus der Küche und ich habe das feine Porzellan herausgeholt, um diesen Festtag zu markieren. Und schon in einer Minute ist es Zeit für die erste Semla des Jahres. Wir müssen uns im Januar ein wenig extra um uns selbst kümmern, sowohl für den Körper als auch für die Seele.

Elisabeths Schachbrettkekse

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Einige haben nach dem Rezept für die Schachbrettkekse gefragt, die die Kinder und ich vor einer Woche gebacken haben, hier kommt es. Kindisch einfach und schnell gebacken und besonders lustig, wenn du, so wie ich eine kleine Schachliebhaberin zu Hause hast. ♡

Zutaten:
– 125 g Butter
– 1/2 dl Zucker
– 2 1/2 dl Weizenmehl (2,5 dl entspricht 150 g)

Für den hellem Teig:
– 2 TL Vanillezucker

Für den dunklen Teig:
– 1 EL Kakao

Zubereitung:

  • Butter, Zucker und Mehl schnell zu einem Teig vermischen, vorzugsweise in einer Küchenmaschine.
  • Teile den Teig in zwei gleiche Teile. Vanillezucker in die eine Teighälfte und Kakao in die anderen mischen.
  • Teile sowohl den hellen als auch den dunklen Teig in zwei Teile. Rolle den Teig auf eine Länge von ca. 30 cm aus. Drücke und forme die Rollen vierkantig.
  • Lege die vier Längen zusammen, eine helle und eine dunkle ganz unten und ein dunkle und eine helle ganz oben, so dass sie ein Gittermuster bilden. Stelle alles für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank, damit es einfacher zu schneiden ist.
  • Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
  • Die Form in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Kekse in der Mitte des Ofens für ca. 10 Minuten backen. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen und genießen.

Der köstlichste Saft des Sommers

Gestern habe ich meinen Fliedersaft fertiggestellt, der ein paar Tage stand und gezogen hatte. Mir ist klar, dass der Flieder bei vielen von euch leider schon lange verblüht ist. Aber das Rezept ist es wirklich wert, für das nächste Jahr im Auge zu behalten. Der Saft war so lecker, frisch und fruchtig mit einem kleinen blumigen Ton. Er schmeckt nicht annähernd so intensiv, wie die Blumen riechen und bekommt zudem eine sehr schöne rosa Farbe.

Für ca. 2,5 Liter unverdünnten Saft:
– 35 Bündel Fliederblüten (ich habe lila Blumen verwendet)
– 4 Zitronen
– 4 Limetten
– 2 kg Zucker
– 50 g Zitronensäure
– 2 l Wasser

  1. Spüle die Fliederblüten in einem kalten Wasserbad.
  2. Die Zitronen und Limetten mit einer Bürste schrubben und in Scheiben schneiden.
  3. Lege schichtweise Fliederblüten mit Zitronenscheiben, Limettenscheiben, Zucker und Zitronensäure in eine Schüssel oder einen Eimer, der etwa 10 Liter fasst.
  4. Die 2 Liter Wasser zum Kochen bringen und über die Blumen gießen. Mit einem Holzlöffel gründlich umrühren und abkühlen lassen.
  5. Bedecke die Schüssel oder den Eimer mit einem Deckel oder einer Plastikfolie. Lege die Schüssel in den Kühlschrank oder an einen anderen kühlen Ort, oder verteile den Saft in kleinere Schüsseln. 4-5 Tage kalt stehen lassen. Einmal täglich umrühren.
  6. Die Blüten und Zitronenscheiben durch ein Sieb abseihen. Dann durch ein Siebtuch abseihen und in gut gereinigte Flaschen gießen.

(Wenn du die leeren Flaschen für 20 Minuten bei 100 Grad in den Ofen stellst, werden die Flaschen desinfiziert und der Saft hält länger.)

Hoffen ihr wollt es probieren. ♡

Tipp Tipp: Hausgemachte Rawfaellos

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Hier ist das Rezept für die hausgemachten Rafaellos wie versprochen. Das Originalrezept (von Erika Frost) ist komplett Rohkost und vegan. Allerdings habe ich ein wenig geschummelt und ignorierte den Kokosüberzug in diesem Rezept. Stattdessen tauchte ich die Karamellkugeln in geschmolzene weiße Schokolade und rollte dann in Kokosnussflocken. Es war so unglaublich gut! Aber wenn man strenger sein will, folgt man dem Rezept, habe es noch nicht getestet, aber es klingt vielversprechend als eine mehr gesundere Alternative!

Für ca. 20 Stück:

Karamellkugeln:
2 EL Kokosöl
12 frische Datteln (vorzugsweise Medjool Datteln)
2 EL Kokoszucker
2 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
20 Nüsse (ich nahm Haselnüsse)

Kokosnussmantel:
3 dl Kokosflocken (davon 1 1/2 dl zum Einrollen)
3 EL Ahornsirup
1 TL Vanillepulver

So geht es:

Karamellkugeln:
Das Kokosöl über einem Wasserbad schmelzen. Kokosöl, Datteln, Zucker, Ahornsirup und Salz zu einer völlig zähen und klebrigen Karamellmischung mixen. Die Mischung zu Kugeln formen und eine Nuss in jede Kugel drücken. Lasse die Kugeln in der Tiefkühltruhe ruhen, während du den Kokosmantel vorbereitest. (Wenn es schwierig ist, mit dem Teig zu arbeiten, kannst du Kokosöl auf deine Hände geben.)

Kokosnussmantel:
Mixe 1 1/2 dl Kokosflocken, Ahornsirup und Vanillepulver zu einem glatten Butter. (Dies kann eine Weile dauern und du musst wahrscheinlich ein paar Mal die Kokosflocken von den Rändern abkratzen.)

Nimm die Karamellkugeln aus dem Gefrierschrank und tauche sie im Kokosbutter. Kontrolliere dass die ganze Kugel bedeckt ist und rolle sie dann in den Kokosflocken. Eine Weile gekühlt lassen, bevor man sie probiert, luftdicht im Kühlschrank aufbewahren.

Enjoy. ♡

Zweimal weihnachtliche Rezepte

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Unsere ganze Kleinstadt ist jetzt ein frostiges Winterland, aber immer noch kein Schnee. Ich muss vom letzten Jahr träumen, als ich und die Kinder mit dem Rodel eine Tour machten.

Mit oder ohne Schnee ist es jetzt an der Zeit, die Weihnachtsstimmung anzukurbeln, nicht wahr? Ich möchte zwei meiner Favoriten auf dem Süßigkeitentisch mit euch teilen. Zuerst, das cleverste Ding der Welt. (Zumindest im Dessert-Kontext und wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem fachmännisch aussehen sollte.) Schokoladenmousse im Sahnespritzer! So leicht zuzubereiten und einfach im Kühlschrank bereit halten, bis es Zeit für das Dessert ist. Vor dem Servieren einfach kräftig schütteln und das Mousse in schöne Gläser füllen und anschließend mit Beeren, Nüssen oder was auch immer du magst, auffüllen. Hier kommt das super einfache Rezept:

Schokoladenmousse im Sahnespritzer
Zutaten:
4 dl Schlagsahne
1 Ei
100 g dunkle Schokolade von guter Qualität

Zubereitung:
Schokolade im Wasserbad schmelzen, das Ei zerschlagen und unter ständigem umrühren zu der Schokolade geben. Die Sahne dazu und alles zusammenrühren. Das Gemisch in den Sahneboy lehren, zumachen und auf den Kopf stellen und eine Gaspatrone eindrehen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank stehen lassen und vor dem Servieren kräftig schütteln.

Schön, in kleinen altmodischen Mokka-Tassen zu servieren, die aus heutiger Sicht zu klein sind, um Kaffee zu trinken. Ich habe diese fabelhaften feinen Tassen von meiner Schwiegermutter bekommen, sie sind vor langer, langer Zeit in Dornbirn Österreich gemacht worden. Für einen weihnachtligen Touch habe ich das Ganze mit gehackten „Polkaschweinen“ (Pfefferminzbonbon), zerkleinerten schwedischen Pfefferkuchen und Haselnüssen gekrönt. Lecker!

Eine weitere Leckerheit auf dem Süßigkeitentisch ist Marmeladenkonfitüre und mein Lieblingsgeschmak ist Moltebeere („Hjortron sylt“ gibt’s u.a. bei IKEA). Meine Großmutter, die aus Norrland stammte, kam jedes Jahr vom Herbstbesuch mit einem vollen Karton frisch gepflückten Moltebeeren nach Hause. Als Kind habe ich die Aufregung nicht wirklich verstanden, aber jetzt weiß ich, diese erstaunliche Beere, das Gold des Waldes, zu schätzen. Dieses Jahr habe ich die Konfitüre auf einem Weihnachtsmarkt gekauft, ich glaube nämlich nicht, dass ich meine eigene machen werde, wenn ich den Umzug bedenke. Aber ansonsten verwende ich dieses Rezept:

Marmeladenkonfitüre
Zutaten:
5 dl Moltebeeren (oder Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren oder Heidelbeeren)
Eine Tasse Wasser
3 dl Gelierzucker (Marmeladenzucker mit Pektin)
Eventuell ein paar Tropfen Karamellfarbe, wenn du eine etwas intensivere Farbe erhalten möchtest.
Streuzucker zum Garnieren

Zubereitung:
Koche die Beeren im Wasser bis sie weich sind und siebe nachher i einen Stahlsieb über einem Topf ab. Drücke die ganze Flüssigkeit mit einem Löffel aus, alle Kerne sollten im Sieb bleiben. Das Ganze mit dem Marmeladenzucker wieder zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten kochen lassen oder bis der Teig zäh und etwas glänzend wird und an den Rändern in einem Film kleben bleibt. Gieße den Teig in eine kleine viereckige Form mit Backpapier bekleidet und lasse ihn erstarren. Schneide mit Schere oder Messer kleine Quadrate aus und rolle sie im Streuzucker. Köstlich!

Alle Bilder in diesem Beitrag sind von Gastfotografin Amanda Falkman. www.frknfalkman.se

Freitagsfeeling

Guten Morgen, endlich Freitag! Ich habe mich wirklich auf dieses Wochenende gefreut, nach zwei Wochen mit kranken Kindern. Aber jetzt ist die ganze Familie wieder gesund und wir haben lustige Dinge geplant. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin Emmy in der Stadt (d.h. in Göteborg), wir essen Brunch und schlendern durch die Stadt. Obwohl wir nur zwanzig Minuten außerhalb der Stadt leben, bin ich heutzutage nur selten dort.

Göteborg ist die Stadt meiner Jugend, so viel Spaß habe ich im Laufe der Jahre dort gehabt und ich finde es immer noch wunderbar, dort zu sein. Ich hoffe, ich kann dir bald einen wirklich guten Ratgeber zusammenstellen!

Am Wochenende habe ich mehr Inspiration mit dem Kochen als unter der Woche. In dieser Jahreszeit habe ich am meisten Lust nach warmen, muffigen und bunten Eintöpfen. Richtig spannend klang dieser in Apfelwein angeschmorter Wirsing mit Estragon. Estragon ist wahrscheinlich mein neues Lieblingskraut, so erstaunlich gut und ein eigener Geschmack.

Dazu serviere ich eine dampfend heiße Focaccia, die im Mund zergeht.

Bild von Blogspot.

Als Kind begleitete ich meine Oma manchmal in ihr Büro, sie war eine Art Sekretärin. Meine nachhaltigsten Erinnerungen an diese Besuche sind Omas weibliche Kollegen. Sie waren immer so schön und fein, dachte ich, mit Blusen, Röcken, Stöckelschuhe und ähnlichen Perlenketten. Sie waren freundlich, warm und hatten Würde, genau wie Oma.

Bild von Mitt Kök.

Und dann boten sie immer hausgemachte Kekse an. Die besten waren Strassburgare (Straßburger Plätzchen), ein federleichter, luftiger Keks, der in Schokolade getaucht war. Ich habe sie noch nie selbst gebacken, aber dieses Wochenende wird es passieren! Der Sonntag wird ein schöner ungeplanter Tag, die großen Kinder werden mit Mario Tennis spielen, sonst haben wir noch nichts entschieden. Vielleicht wird es eine Runde auf dem Flohmarkt. (Julius sucht eine Vitrine für seine Lego-Kreationen) oder warum nicht ein Museum? Bohusläns Museum in Uddevalla ist sehr schön und da gibt es viel zu tun für die Kinder. Freier Eintritt noch dazu und immer interessante Ausstellungen, es ist wirklich einen Besuch wert.

Was hast du vor am Wochenende? Hoffe du hast auf jeden Fall ein richtig schönes Wochenende. ♡

Veganes Eis aus Gemüse (oder wie man Kindern etwas gesundes unterjubelt, Teil 2)

Bei uns rutscht in den Sommermonaten das eine und andere Eis runter und das ist wunderbar. Aber manchmal möchte man vielleicht die Zucker- und Sahnebasis gegen etwas Frischeres austauschen? Und wenn man die Kinder auch noch dazu bringen kann, etwas zu essen, das sie „hassen“, macht es noch mehr Spaß. Hier kommt eines meiner bösartigeren Experimente: Eis aus grünen Erbsen. Klingt nicht sehr gut, ist es aber tatsächlich. Wirklich gut sogar!

Hier kommt das einfache Rezept für vier Portionen:
– 4 Bananen, gefroren und in Scheiben geschnitten
– 1 dl frische Minze
– 250 g gefrorene Erbsen
– 1/2 Limette (Saft)
– 2 EL Agavensirup

(Ich nahm auch eine Messerspitze Lakritzpulver, weil ich Lakritze liebe, aber das ist eine Frage des Geschmacks.)

Und die Kinder? Ja, die gingen direkt in die Falle! Und aßen mehr Erbsen als sie insgesamt in diesem Jahr getan haben. Wünsch euch ’nen schönen Freitag! ♡

Veganes Festessen für Mittsommer

Hej zusammen! Ich hoffe, es geht euch gut. Wir haben fantastisches Sommerwetter hier oben im Norden und diese Woche ist zudem auch Mittsommer! Es ist oft ein wenig schlechtes Wetter, mit Regen in der Luft, aber in diesem Jahr sieht es nach strahlender Sonne aus. Eine Leserin wünschte, dass ich über Mittsommer schreibe, darum werden wir uns diese Woche ein wenig extra diesem schönen Fest widmen. Freitag ist der eigentliche Mittsommerabend, aber alle offiziellen Feierlichkeiten sind natürlich in diesem Jahr abgesagt. Aber das wird uns nicht davon abhalten zu feiern! Wir beginnen die Mittsommerwoche mit einem Rezept für ein klassisches schwedisches Festgericht, nämlich Smörgåstårta, eine Sandwichtorte. Die erscheint oft bei Geburtstagen, Taufen oder Beerdigungen und ich finde, sie hat etwas unverdient den Ruf als unmodern erhalten, weil es wirklich ein sehr gutes und praktisches Gericht ist. Einfach zuzubereiten, muss nicht warm gehalten werden, und ist zusätzlich sättigend. Die traditionellen Sandwichtorten sind oft mit Schinken, Meeresfrüchten und Käse dekoriert, aber in diesem Jahr habe ich versucht, eine völlig vegane Variante zu machen, die super lecker wurde.

Hier kommt das Rezept für 8 Stück:

Zutaten:

Kaviarcreme
– 1/2 Gurke
– 1/2 rote Zwiebel
– 1/2 Zitrone
– 2 dl vegane Mayonnaise
– 1/2 Dose Algenkaviar (ca. 75 g)

Avocadocreme
– 3 EL geriebener frischer Kren
– 3 Avocados
– 2 EL Olivenöl
– Salz
– Pfeffer
– 1 1/2 EL Zitronensaft

Romesco-Sauce
– 1 Dose gegrillte Paprika (ca. 530 g)
– 1 Knoblauchzehe
– 1/2 dl Sonnenblumenkerne
– 1 1/2 EL Olivenöl
– 1 EL Rotweinessig
– 1 Scheibe Weißbrot
– 8 Scheiben langes Toastbrot
– 2 dl vegane Mayonnaise

Garnierung
– vegane Mayonnaise
– Gurke
– Zitrone
– Algenkaviar
– Avocado
– Kirschtomaten
– Erbsensprossen

So geht es:

Kaviarcreme: Die Gurke teilen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Schale von der Zitrone reiben. Alle Zutaten mischen.

Avocadocreme: Den Kren schälen und reiben. Die Avocado teilen, entkernen, hacken und mit Kren und Olivenöl zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Romesco-Sauce: Die Paprika abtropfen lassen. Den Knoblauch pressen. Mische alles mit den restlichen Zutaten und mixe es zu einer dicken Masse in einer Küchenmaschine oder mit dem Handmixer. Mit Salz abschmecken.

Die Kanten des Brotes wegschneiden. Zwei Scheiben Brot nebeneinander legen. Die Hälfte der Kaviarcreme darauf verteilen. Zwei weitere Brote darauf legen, leicht andrücken und die Avokadocreme darauf verteilen. Nochmal zwei Brote drauf, leicht andrücken und die Romesco-Sauce drauf verteilen. Das Ganze mit zwei Broten toppen und für ein paar Stunden in feuchte Küchentücher wickeln, damit der Kuchen saftig wird.

Garnierung: Dann die Mayonnaise rundherum an den Rändern verteilen und den Rest der Kaviarcreme oben drauf verteilen. Garniere mit wahlfreien Zutaten. Dieses mal habe ich Gurke, Zitrone, Algenkaviar, Avokado, Tomaten und Erbsensprossen genommen.

Ich hatte gute Hilfe von Edward als Verkoster. (Allerdings interessierte er sich am meisten für die Gurkenscheiben). Hoffe, ihr wollt es versuchen! Habt einen schönen Wochenstart. ♡

Vegane Erdnuss- und Schokoladenriegel

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Die zwei großen Kinder haben beschlossen, in diesem Jahr gegen Geld auf Süßigkeiten zu verzichten. Für das Wochenende möchte ich also eine extra gute Alternative für sie machen, die dazu noch Gesundes enthält! Diese leckeren Erdnuss- und Schokoladenriegel schmecken wie Snickers, aber viel schmackhafter, finde ich. Nicht so supersüß. Ich mache in der Regel einen langen „Laib“ und schneide den in kleinere Stücke. Ich verwahre sie im Gefrierschrank, aber hier zu Hause bleiben sie in der Regel nicht sehr lange drin. Perfekt für einen starken Espresso!

6-8 Stück vegane Erdnuss- und Schokoladenriegel:

Zutaten:

Für den Boden:
1 Tasse Cashewnüsse naturell
1/2 Tasse Erdnussbutter
1 EL Agavesirup (oder 2 EL Honig)
1/2 TL Vanillepulver
Eine Prise Meersalz

Für die Füllung:
10 Datteln
1 EL Kokosöl, flüssig
1/2 TL Vanillepulver
Eine Prise Salz
1 Tasse Erdnüsse, gesalzene und geröstete

Für die Decke:
100 gr rohe oder dunkle Schokolade (wähle eine vegane Schokolade, wenn du sie komplett vegan willst)

Zubereitung:

1. Beginne mit dem Boden. Mahle die Cashewnüsse zu einem feinen Mehl in einem Küchenmixer. Erdnussbutter, Agavesirup, Vanillepulver und Salz dazugeben und im Mixer zu einer glatten Masse mixen.

2. Forme eine Rolle und teilen sie in 6-8 Stücke. Die Stücke in längliche Riegel formen und auf einen mit Backpapier bedeckten Teller legen. Lasse sie im Tiefkühler, während du die Füllung zubereitest.

3. Mache die Füllung indem du Datteln, Kokosöl, Vanillepulver und Salz zu einen glatten Teig mixt. Rühre die Erdnüsse in die Füllung.

4. Nimm die Böden heraus und verteile die Füllung oben.

5. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und über die Riegel gießen. Bewahre sie im Tiefkühlschrank und tauen sie ein paar Minuten vor dem Essen auf.

Das Rezept stammt von Hello green von Josefine Jäger.

Hoffe, du willst sie testen und magst sie so gerne wie wir. ♡

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